Search Result

 

Steinel Vertrieb GmbH

Herzebrock-Clarholz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

STEINEL Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz

1. Aufgabenstellung der Gesellschaft im STEINEL Konzern

Die STEINEL-Gruppe ist als mittelständisch geprägtes, vollstufiges Industrieunternehmen der Elektrotechnik weltweit in den Bereichen Sensorik / automatisches Licht und Thermo-Tools engagiert und gehört seit dem 30. November 2019 zur Adcuram Industriegruppe.

Die Gesellschaft hat ihr Geschäftsjahr mit Wirkung zum 01. Januar 2021 (bisher abweichendes Wirtschaftsjahr vom 01. Juli bis zum 30. Juni) auf das Kalenderjahr umgestellt. Im vorliegenden Lagebericht wird über die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 berichtet. Als Vergleichsperiode dient das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020, wenn es keine anderslautenden Hinweise gibt. Die Vergleichbarkeit zwischen den Zeiträumen ist insofern eingeschränkt.

Die Gesellschaft STEINEL Vertrieb GmbH selbst fungiert als Distributor der Fertigprodukte der Produzenten der STEINEL-Gruppe. Sie beliefert sämtliche weltweit bedeutenden Wirtschaftsregionen über ein Netz von ca. 80 selbstständig agierenden Handelspartnern, die als Eigenhändler für die Distribution der STEINEL-Produkte und Handelswaren in ihrer jeweiligen Vertriebsregion erfolgreich tätig sind. In sechs Regionen sind dies Vertriebsgesellschaften, die zum STEINEL Konzern gehören. Bei den Produkten wird nach Produkten für den privaten Konsum und nach Produkten für den Fachhandel / Profi-Bereich unterschieden.

Des Weiteren verfügt die Gesellschaft über einen kleineren Produktionsbereich, in dem primär Sonderkonfektionen hergestellt werden.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 1)

Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Nach dem massiven Rückgang der Weltwirtschaft im Vorjahr, erholt sich diese zunehmend von der Corona-Krise. Der Sachverständigenrat verzeichnete einen Anstieg des Welthandels um 10,8 % für das Jahr 2021. Im ersten Quartal wurde die Wachstumsdynamik gegenüber dem zweiten Quartal 2021 abgeschwächt und erfasste alle Weltregionen unterschiedlich stark. Betroffen waren insbesondere die Länder des Euro-Raums, das Vereinigte Königreich und Japan, die im zweiten Quartal 2021 das Wachstum teilweise wieder kräftig steigern konnten. Einen positiven BIP-Zuwachs konnte der Euro-Raum für das Jahr 2021 bereits erzielen. China und die USA sind die einzigen großen Volkswirtschaften, die das Vorkrisenniveaus des vierten Quartals 2019 wieder überschreiten könnten. In der Corona-Pandemie führten Liefer- und Kapazitätsengpässe zu Störungen der globalen Wertschöpfungsketten. Dies führte zu steigenden Energiepreisen und so zu einem starken Anstieg der Inflation.

Die wirtschaftliche Erholung in den USA setzt sich weiter fort, was an einem Wirtschaftswachstum von 5,5 % erkennbar wird. Vor allem die privaten Konsumausgaben legten in den beiden ersten Quartalen zu und trugen zum Wachstum bei. Gleichzeitig stiegen die Bruttoanlageinvestitionen und erreichten im Dezember 2021 ein Allzeithoch. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr von 8,11 % auf 5,4 % und erreichte folglich noch nicht das Vorkrisenniveau. Die Verbraucherpreisinflation stieg im September auf 5,4 %. Das US-Präsidentenhaus verabschiedete zur Wiederankurbelung der Wirtschaftslage ein neues Konjunkturpaket von rund 1,9 Billionen Dollar. Damit sollen neue Arbeitsplätze geschaffen, Coronavirus-Tests finanziert, Impfung verteilt sowie zusätzliche Hilfen für Arbeitslose gewährt werden.

Ein positives Bruttoinlandsprodukt konnte das Vereinigte Königreich mit 6,5 % für 2021 verzeichnen. Nach der Aufhebung vieler Beschränkungen stieg der private Konsum im zweiten Quartal stark an. Der Dienstleistungsbereich, das Gastgewerbe sowie die Transportbranche konnten wieder starke Zuwächse verzeichnen, wobei letztere Branchen besonders stark von Arbeitskräfteengpässen betroffen waren. Diese dürften auf eine Abwanderung ausländischer Arbeitskräfte infolge des Brexits und der Pandemie zurückgehen. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vorjahr von 4,5 % auf 5,0 %. Der Arbeitsmarkt hat sich zum Vorjahr minimal verschlechtert, ist aber weiterhin stabil.

Im Euro-Raum erholt sich die wirtschaftliche Aktivität zunehmend. Der Sachverständigenrat verzeichnete ein Wirtschaftswachstum von 5,2 % für das Jahr 2021. In den osteuropäischen Staaten, wie den baltischen Staaten, ist die Trendwachstumsrate bedeutend höher als im Rest des Euro-Raumes, wohingegen die südeuropäischen Staaten aufgrund ihrer Abhängigkeit vom Tourismus ein schwaches Trendwachstum aufzeigen. Die EZB drosselt das Tempo der Anleihenkäufe, die krisenbedingt im Jahr 2020 angepasst wurden.

Nach dem pandemiebedingten Rückschlag erholt sich die deutsche Volkswirtschaft ab dem zweiten Quartal wieder. Für 2021 wurde ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,7 % verzeichnet. Durch die steigende Anzahl an Impfungen wurden weitreichende Öffnungsschritte von den zuvor eingeschränkten Wirtschaftsbereichen wieder möglich. Die pandemiebedingten Verhaltensanpassungen der privaten Haushalte haben sich teilweise normalisiert, die insbesondere die Konsumnachfrage stabilisiert haben dürfte. Insgesamt gesehen verzeichnete der Sachverständigenrat im Bereich der privaten Konsumausgaben noch einen Rückgang von -0,1 %, aber eine Steigerung von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Konsumklima wird weiterhin vom Pandemiegeschehen gedämpft. Darüber hinaus beeinflussen hohe Preissteigerungsraten die Konsumlaune negativ. Im ersten Halbjahr ist die Produktion im verarbeitenden Gewerbe trotz steigender Nachfrage im Vergleich zum Dezember 2020 um 1,8 % zurückgegangen. Der Sachverständigenrat verzeichnet eine Inflationsrate von 3,1 % für das Jahr 2021. Ausschlaggebend hierfür waren angebotsseitige Engpässe, hohe Lohnabschlüsse und steigende Energiepreise. Die Arbeitslosenquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 5,9 % auf 5,7 % verbessert.

b. Einfluss der Entwicklung auf den Geschäftsverlauf

Der Umsatz des Berichtszeitraums hat sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum positiv entwickelt. Die COVID-19-Pandemie und die in diesem Zusammenhang ergriffenen staatlichen Maßnahmen zur Pandemieeindämmung hatten keine unmittelbar negativen Auswirkungen auf den Umsatz der STEINEL Vertrieb GmbH zufolge.

Der Umsatz und Ertrag der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt (als Vergleichsperiode in dem folgenden Abschnitt wird das gesamte Kalenderjahr (KJ) 2020 auf pro-Forma-Basis genannt):

Im Berichtszeitraum entwickelte sich der Umsatz vor Erlösschmälerungen im Inland mit 81,9 Mio. € wiederholt positiv (KJ 2020: 80,1 Mio. €), wobei der Anteil am Gesamtumsatz mit 62,6 % leicht zurückging (KJ 2020: 63,4 %). Währenddessen steigerte sich der Umsatzanteil vor Erlösschmälerungen im Ausland von 36,6 % auf 37,4 % und beträgt 48,9 Mio. € (KJ 2020: 46,4 Mio. €). Somit konnte sowohl im Inland als auch im Ausland ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Pro Forma Berichtsjahr KJ 2020 erzielt werden.

Den größten Umsatzanteil nimmt weiterhin der Bereich „Sensorik / automatisches Licht“ mit 71,3 % ein (KJ 2020: 74,1 %). Der Inlandsanteil in diesem Produktbereich ist im Inland leicht zurückgegangen (von 60,4 % auf 59,2 %), während er im Ausland von 39,6 % auf 40,8 % angestiegen ist.

Im Konsumerbereich befinden sich die deutschen Baumärkte weiterhin in einer extremen Wettbewerbssituation mit dem Onlinehandel. Diese Situation wurde durch die Covid-19-Pandemie und dessen Einschränkungen zur Pandemiebekämpfung nochmals verschärft. Während der Onlinehandel seinen Anteil am Gesamtumsatz erheblich steigern konnte, sank der Umsatzanteil des Vertriebsbereiches DIY. Der gesamte stationäre Handel hat teils erhebliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Insgesamt hat die Baumarktbranche auf diesen Strukturwandel bis heute keine passenden Antworten gefunden.

Der hauseigene Online-Shop konnte seinen Anteil am Umsatz im Inland weiter steigern. Währenddessen verringerte sich der Umsatzanteil des Profibereichs gemessen am inländischen Gesamtumsatz leicht. Der OEM-Bereich legte im Vergleich zum Vorjahr erfreulicherweise kräftig zu.

Im Bereich „Thermo-Tools“ konnte umsatzseitig sowohl im Inland als auch im Ausland ein Wachstum verzeichnen.

Der Anteil am Gesamtumsatz steigerte sich von 25,9 % in KJ 2020 auf 28,8 % in KJ 2021. Der Umsatzanteil mit Werkzeugen (Handelsware) blieb mit 4,8 % nahezu konstant auf Vorjahresniveau.

Die relative Ertragsmarge der einzelnen Bereiche unterliegt in der Regel nur geringen Schwankungen, weil wir Kostensteigerungen durch jährliche Preisvereinbarungen mit unseren Kunden auszugleichen versuchen.

3. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich per 31.12.2021 leicht um € 0,1 Mio. auf € 28,4 Mio. erhöht. Auf der Aktivseite nahmen die Vorräte insgesamt um € 1,4 Mio. zu, wovon € 1,6 Mio. auf den Bestandsaufbau von Fertigwaren zurückzuführen sind. Währenddessen sind die geleisteten Anzahlungen um € 0,3 Mio. gesunken. Das Anlagevermögen blieb hingegen nahezu unverändert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken im Vergleich zum 31.12.2020 um € 1,3 Mio. auf € 17,0 Mio. Die deutliche Reduzierung der Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen (€ - 2,9 Mio.) steht eine Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände von € 11,1 Mio. auf € 12,7 Mio. aus Factoringforderungen gegenüber. Des Weiteren nahmen die liquiden Mittel leicht um € 1 Tsd. ab.

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital wegen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unverändert. Die Eigenkapitalquote sank aufgrund der leicht höheren Bilanzsumme (23,95 %).

Die Rückstellungen erhöhten sich um € 0,5 Mio., während sich die Verbindlichkeiten um € 0,3 Mio verringerten. Die höheren Rückstellungen basieren auf höheren Pensionsverpflichtungen (€ + 0,1 Mio.), einer höheren Risikovorsorge für nachträgliche Vergütungen (€ + 0,8 Mio.) und höheren Bonuszahlungen ggü. den eigenen Arbeitnehmern aufgrund des wirtschaftlich erfolgreichen Geschäftsjahres (€ + 0,6 Mio.). Die Risikovorsorge für Gewährleistungsfälle konnte währenddessen um € 0,6 Mio. reduziert werden.

Die Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen sanken erfreulicherweise um € 1,6 Mio.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hingegen stiegen um € 0,9 Mio. und die sonstigen Verbindlichkeiten um € 0,4 Mio. Letztere resultieren vor allem aus Zollverbindlichkeiten (€ + 0,4 Mio.).

Unterjährige Liquiditätsüberschüsse wurden bei der STEINEL GmbH angelegt und Liquiditätsbedarfe dort finanziert. Darüber hinaus wird als Finanzierungsinstrument auf das echte Factoring in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung zurückgegriffen. Dieses wird als variable Finanzierung genutzt. Es findet keine automatische Auszahlung des Forderungskaufpreises statt.

Die STEINEL Vertrieb ist an das Cash-Pooling des Mutterunternehmens angeschlossen. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

3.2. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Berichtsgesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von € 117,3 Mio. erzielen. Darüber hinaus erfolgte ein Bestandsaufbau i. H. v. € 1,1 Mio. Die Gesellschaft konnte somit eine Gesamtleistung von € 118,4 Mio. zzgl. sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. € 2,3 Mio. erwirtschaften.

Das Rohergebnis für diesen Betrachtungszeitraum beträgt € 27,7 Mio. Die Rohergebnismarge ist im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr 2020 niedriger (23,4 %; zuvor 24,8 %). Als Begründung hierfür ist zum einen zu nennen, dass der Umsatzanteil im Ausland, welcher im Vergleich zum Inland eine niedrigere Rohergebnismarge aufweist, stärker gewachsen ist. Zum anderen ist das Umsatzwachstum insbesondere auf Produkte aus dem Bereich der „Thermo-Tools“ und des OEM-Bereiches zurückzuführen, welche ebenfalls eine niedrigere Rohergebnismarge aufweisen. Darüber hinaus muss beachtet werden, dass es sich bei den Herbst- und Wintermonaten des Rumpfgeschäftsjahres 2020 um vergleichsweise ertrags- und umsatzstarke Monate gehandelt haben.

Auf die Betriebsaufwendungen entfielen insgesamt € 26,7 Mio. Davon beträgt der Personalaufwand € 11,1 Mio.

Hieraus ergibt sich eine leicht höhere Personaleinsatzquote von 9,3 % (Rumpfgeschäftsjahr 2020: 8,9 %). Bonuszahlungen aufgrund des wirtschaftlich guten Geschäftsjahres 2021 tragen zur höheren Personalquote bei. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen schlugen darüber hinaus mit € 15,5 Mio. zu Buche (Rumpfgeschäftsjahr 2020: € 9,6 Mio.).

Für den Betrachtungszeitraum konnte ein Ergebnis nach Steuern i. H. v. € 3,2 Mio. erwirtschaftet werden. Das Ergebnis wird im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages von der Muttergesellschaft übernommen.

Das Gesamtergebnis und die Ergebnissituation im Geschäftsjahr 2021 waren, unter Berücksichtigung der anhaltenden COVID 19-Pandemie, zufriedenstellend. Der Umsatzplan der Gesellschaft wurde jedoch leicht verfehlt. Die Lage der Gesellschaft insgesamt ist zufriedenstellend.

Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit erachtet die Gesellschaft die Umsatzziffer als wesentlichen finanziellen Leistungsindikator. Die Gesellschaft betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung.

4. Zukünftige Risiken

Nach unserer Auffassung und Abwägung, interner wie externer Kenntnisse und Erwartungen für die STEINEL Vertrieb GmbH, sind bestandsgefährdende Risiken nicht zu erkennen.

Die Art der nachfolgend beschriebenen geschäftsfeldübergreifenden Risiken sehen wir gegenüber dem vorherigen Berichtszeitraum unverändert.

Bei den Forderungen wird das Instrument „Factoring“ eingesetzt. Parallel ist der Forderungsbestand warenkreditversichert, so dass das Forderungsausfallrisiko stark begrenzt ist. Die Bestände werden monatlich exakt analysiert und im Bedarfsfall Maßnahmen festgelegt.

Ein für die Berichtsgesellschaft typisches Geschäftsrisiko kann sich aus stärkeren Preis- und Mengenschwankungen auf den Absatzmärkten ergeben.

Dem generellen Risiko begegnen wir mit einem diversifizierten Portfolio von Produkten, Segmenten und Absatzmärkten. Da sich konjunkturelle Effekte in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich auswirken, erzielen wir eine gewisse Balance unseres Risikoportfolios.

Währungsrisiken bei der STEINEL Vertrieb GmbH werden durch Sicherungsgeschäfte auf die Muttergesellschaft verlagert.

Zur Vorbeugung rechtlicher Risiken wird im Bedarfsfall mit spezialisierten externen Anwälten zusammengearbeitet. Haftungsrisiken und Risiken aus eventuellen Schadenfällen werden durch Versicherungen reduziert.

Auf der Vertriebsseite haben wir eine ausgewogene Absatzkanal- und Kundenstruktur.

Zur Abwicklung unserer Geschäftsprozesse werden IT gestützte Systeme eingesetzt. Hier besteht ein Ausfallrisiko. Minimiert wurde dies durch Datensicherungs- und Hosting-Konzepte. Um das Ausfallrisiko weiter zu minimieren, wurden technische/räumliche Trennungen vorgenommen.

Auch zwei Jahre nach Ausbruch der weltweiten COVID-19-Pandemie besteht ein Risiko für die langfristige gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Auch wenn sich die Erholung der Wirtschaft in vielen Ländern - aufgrund der fortlaufenden Impfkampagnen und weiterhin bestehenden Stützungsmaßnahmen der Geld- und Fiskalpolitik - fortsetzt, dürften die Auswirkungen der Pandemie in einigen Bereichen der Wirtschaft nachwirken. Mögliche staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie können die wirtschaftliche Entwicklung in Teilbereichen - insbesondere im stationären Handel - negativ beeinflussen. Der potenziellen Gefahr der Unterbrechung internationaler Lieferketten stellt sich die STEINEL-Unternehmensgruppe auch zukünftig durch eine starke Fokussierung der Unternehmensressourcen auf ein aktives Lieferantenmanagement in Verbindung mit zahlreichen Maßnahmen wie der Erhöhung der Warenvorräte oder der flexiblen Anpassung der Produkte auf wechselnde Verfügbarkeiten am Rohstoffmarkt.

Dem Risiko zukünftiger Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt und allgemeinen Kostensteigerungen begegnet die STEINEL-Gruppe durch flexibles Agieren sowie eigenen Produktpreiserhöhungen. Darüber hinaus sehen wir aktuell jedoch keine wesentlichen neuen oder erhöhten Risiken.

Der Sachverständigenrat rechnet für den Euroraum mit einem Wachstum von 4,3 % im Jahr 2022. Als Chancen für die Entwicklung der Wirtschaft könnten die während der Pandemie angesparten privaten Rücklagen, sowie die staatlichen Konjunktur- und Zukunftsmaßnahmen angesehen werden.

Nach der Senkung des Leitzinssatzes in den USA, will die US-Notenbank diesen im Jahr 2022 mehrmals wieder anheben. Somit könnte das Risiko bestehen die Konjunktur abzuwürgen und die Unternehmen weiter zu belasten. 2) Protektionistischen Gedanken und Handelsbeschränkungen einzelner Staaten (insbesondere China, USA, EU, Russland), die sich negativ auf die international agierende STEINEL-Gruppe auswirken können, sind weiterhin vorhanden. Bislang werden die verschiedenen Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe, insbesondere der Export, hiervon jedoch nicht negativ beeinflusst. Die bekannten geopolitischen Krisenherde (u. a Syrien, Iran und die Türkei) bestehen weiterhin und können jederzeit zur Belastung für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und damit auch für die STEINEL Gruppe werden.

Der Ukraine-Konflikt und die in diesem Zusammenhang von den westlichen Staaten ergriffenen Sanktionsmaßnahmen gegen Russland und Belarus werden voraussichtlich umfangreiche ökonomische Folgen haben. Die wirtschaftliche Aktivität der STEINEL-Unternehmensgruppe in diesen Ländern ist jedoch - sowohl im Bereich der Beschaffung als auch im Vertrieb - sehr begrenzt. Die indirekten Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den Absatzmärkten kann beträchtlich sein aber derzeit noch nicht verlässlich eingeschätzt werden.

Wie schon in der Berichtsperiode praktiziert, werden wir unsere Geschäftsverläufe in Verbindung mit der Entwicklung der politischen - und hier insbesondere den geopolitischen Krisen - und wirtschaftlichen Rahmendaten genauestens beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen.

5. Chancen und Zukunftsaussichten

Basierend auf unserem qualitativ hochwertigen und breiten Produktsortiment mit permanenten Neuheiten, sehen wir in dem Bereich „Sensorik / automatisches Licht“ positiv in die Zukunft. Dies betrifft sowohl den Konsumerbereich (Baumarkt und eCommerce) als auch das Profi-Geschäft (Großhandel und Projekte) und den Export. Insbesondere im Konsumerbereich haben wir jedoch mit intensiverem Wettbewerb zu kämpfen. Neue Herausforderungen bestehen durch die wachsende digital vernetzte Gebäudetechnik mit unterschiedlichen technologischen Vernetzungsansätzen. Diesen Herausforderungen haben wir uns gestellt und unsere Produkte für viele der wichtigsten Vernetzungstechnologien geöffnet. Durch die hohe Dynamik und die fehlende Standardisierung besteht hier aber auch das Risiko falscher Produktentscheidungen. Darüber hinaus haben wir im Bereich Sensorik neue Produktserien entwickelt, die nicht nur geeignet sind Beleuchtungsanlagen zu steuern, sondern auch die Heizung-, Luft- und Klimasteuerung unterstützen können. Mit speziellen Systemlösungen sind sie sogar geeignet, Raumdimensionierungen zu optimieren und Büroflächen effektiver auszulasten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Produkten und System, die echte „Building Intelligence“, also auf die Nutzer und ihre Bedürfnisse reagierende Gebäude, ermöglichen. Für die STEINEL-Gruppe öffnen sich hierdurch neue Kundengruppen, deren zielgerichtete Bearbeitung einen Umbau der Vertriebsorganisation erfordert. Dies bringt große Chancen mit neuen Herausforderungen mit sich, welche auch weiterhin kontinuierlich verfolgt werden.

Wachstumschancen bestehen nach wie vor in einigen Marktsegmenten im Inland, in diversen europäischen Exportländern und in den USA. Der Trend zum Energiesparen und zum intelligenten Gebäude besteht weiterhin ungebrochen. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir produkt- und marktseitig unsere Marktstellung weiter ausbauen können.

Das Thema der Nachhaltigkeit unserer Produkte - insbesondere in Hinblick auf die Umweltverträglichkeit und der Steigerung der Energieeffizienz - werden wir auch zukünftig forcieren.

Neben der bereits weitestgehend erfolgten Umstellung auf eine plastikfreie Verpackung unserer STEINEL-Produkte ermöglicht der Bereich des effizienten Gebäudemanagements („Building Intelligence“) mit intelligenten Sensorleuchten und Beleuchtungssystemen hohe Energieeinsparungspotenziale.

Für das neue Geschäftsjahr 2022 gehen wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von einem leicht höherem Umsatzniveau bei stabiler Ergebnissituation aus.

 

Herzebrock-Clarholz, den 11. März 2022

gez. Ingo Steinel

gez. Martin Frechen

gez. Thomas Möller

1) Die Angaben wurden dem Jahresgutachten des Sachverständigenrats 21/22, dem Monatsbericht Januar 2022 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Schlaglichter der Wirtschaftspolitik) und der Konjunkturprognose 2021 und 2022 vom Dezember 2021 des Sachverständigenrats entnommen.

2) Die Angaben wurden dem Jahresgutachten des Sachverständigenrats 21/22 und dem Monatsbericht Januar 2022 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Schlaglichter der Wirtschaftspolitik) und der Konjunkturprognose 2021 und 2022 vom Dezember 2021 des Sachverständigenrats entnommen.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

STEINEL VERTRIEB GMBH, HERZEBROCK-CLARHOLZ

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.751,00 8.751,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
  3.752,00 8.752,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 46.829,00 59.770,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.170,00 313.431,00
  318.999,00 373.201,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.185.767,32 1.185.767,32
2. Beteiligungen 1,00 1,00
  1.185.768,32 1.185.768,32
  1.508.519,32 1.567.721,32
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 577.145,86 477.559,37
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 432.856,29 363.070,63
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.715.026,67 7.114.736,43
4. Geleistete Anzahlungen 59.726,68 388.654,52
  9.784.755,50 8.344.020,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.069.702,62 994.248,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.187.068,36 6.115.126,63
davon gegen Gesellschafter EUR 3.187.068,36 (Vorjahr EUR 5.209.276,82)    
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 1.420.582,04)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.695.316,74 11.136.020,75
  16.952.087,72 18.245.396,02
III. Flüssige Mittel 2.367,00 3.240,52
  26.739.210,22 26.592.657,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 147.114,12 109.672,97
  28.394.843,66 28.270.051,78

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 127.900,00 127.900,00
II. Kapitalrücklage 5.955.015,94 5.955.015,94
III. Bilanzgewinn 717.638,50 717.638,50
IV. Jahresergebnis 0,00 0,00
  6.800.554,44 6.800.554,44
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 2.904.795,00 2.776.721,00
2. Steuerrückstellungen 8.179,65 12.627,36
3. Sonstige Rückstellungen 8.312.852,72 7.977.602,82
  11.225.827,37 10.766.951,18
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.615.954,33 743.703,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.232.319,32 8.830.707,60
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 501.748,23 (Vorjahr EUR 1.377.389,10)    
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 6.952.662,81 (Vorjahr EUR 8.750.615,71)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.520.188,20 1.128.134,57
davon aus Steuern EUR 797.438,29 (Vorjahr EUR 418.959,19)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 13.589,92 (Vorjahr EUR 8.645,27)    
  10.368.461,85 10.702.546,16
  28.394.843,66 28.270.051,78

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021
EUR
01.07.-31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 117.297.371,66 60.714.831,12
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.129.756,56 -3.102.972,27
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.348.508,78 1.282.630,40
davon aus der Währungsumrechnung EUR 73.087,00 (Vorjahr EUR 34.106,47)    
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -89.037.136,04 -42.472.161,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.723.738,84 -834.065,99
  -90.760.874,88 -43.306.227,55
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -9.227.888,03 -4.100.650,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.917.785,86 -1.012.520,85
davon für Altersversorgung EUR 202.716,18 (Vorjahr EUR 147.593,38)    
  -11.145.673,89 -5.113.171,71
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -63.060,90 -39.607,94
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.523.948,80 -9.629.266,87
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 18.011,27 (Vorjahr EUR 139.106,03)    
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.943,65 20.291,25
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 21.474,60 (Vorjahr EUR 11.235,25)    
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 22.410,00 (Vorjahr EUR 9.056,00)    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -104.445,75 -55.642,90
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 13.184,75 (Vorjahr EUR 9.909,90)    
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 91.568,00 (Vorjahr EUR 45.028,00)    
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,98 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 3.224.576,43 770.863,53
12. Sonstige Steuern -17.637,52 -13.604,25
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne 3.206.942,89 757.259,28
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

Steinel Vetrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma der Gesellschaft lautet Steinel Vertrieb GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter HR B 6409 eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Herzebrock-Clarholz. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) auf.

Die Gewinn und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Früher lautete das Geschäftsjahr vom 1. Juli eines Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres. Die Gesellschaft hat am 4. Mai 2020 beschlossen, das Geschäftsjahr auf ein kalendergleiches Jahr umzustellen. Aus diesem Grund wurde ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 eingelegt. Der vorliegende Abschluss umfasst nunmehr wieder ein Kalenderjahr. Die zeitraumbezogenen Vergleichszahlen des vorliegenden Abschlusses betreffen das vorherige Rumpfgeschäftsjahr von 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung ist insofern in diesem Abschluss nicht vollumfänglich gegeben. Zur Herstellung einer gewissen Vergleichbarkeit ist festzustellen, dass Aufwendungen und Erträge der Gesellschaft über das Jahr relativ gleichverteilt anfallen.

II. Angaben zu Bilanzierungs und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs / Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt.

Die Vorratsbestände werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen, Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten.

Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder mangelnder Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden - soweit die bestehen von diesen offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 4,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der modifizierten Teilwertmethode bei einem Rechnungszinsfuß von 1,87 % gebildet. Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt auf Basis von individuellen Leistungszusagen. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet.

Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,87 % angesetzt (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre von 1,34 %). Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 240.006,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Der Berechnung des Barwerts der nicht fondsgedeckten Versorgungsansprüche liegenfolgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

31.12.2021
%
31.12.2020
%
Rechnungszinssatz 1,87 2,30
erwartete Rentendynamik (alle 3 Jahre) 9,27 9,00
erwartete Fluktuationsrate bis Alter 35 Jahre: 0,00 2,00
erwartete Fluktuationsrate ab Alter 35 bis Alter 50 Jahre: 0,00 1,00

Die erwartete Fluktuationsrate ist aufgrund des vorherrschenden Mengengerüstes der Begünstigen seit 2021 kein relevanter Berechnungsparater mehr.

Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis laufzeitkongruenter Marktzinsen abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Sicherungskurs der Devisentermingeschäfte umgerechnet; zum Monatsende erfolgt eine Bewertung zum Devisenkassamittelkurs. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger findet § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB keine Anwendung.

Bei Forderungen, Verbindlichkeiten und Devisenbeständen werden Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag ergebniswirksam berücksichtigt.

Latente Steuern werden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages bei der Muttergesellschaft ausgewiesen.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist im Anlagenspiegel der Steinel Vertrieb GmbH als separate Anlage dargestellt.

2. Finanzanlagen

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit dem Anteilsbesitz in folgender Tabelle zusammengefasst dargestellt.

Die Steinel Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz, - nachfolgend als Nr. 1 bezeichnet - ist zum 31. Dezember 2021 an folgenden Unternehmen mittelbar und unmittelbar beteiligt

Lfd.Nr. Name Gehalten von Beteiligungsquote Landeswährung Nominalkapital
Anteile an verbundenen Unternehmen % TLW1)
2 Steinel Austria GmbH Wien / Österreich Steinel Vertrieb GmbH 100 EUR 36
3 Steinel America Inc. Bloomington / USA Steinel Vertrieb GmbH 100 USD 0
4 Steinel UK Ltd. Peterborough / England Steinel Vertrieb GmbH 100 GBP 270
5 Steinel Italia s.r.l. Mailand / Italien Steinel Vertrieb GmbH 100 EUR 10
6 Steinel France S.A.S. Avelin / Frankreich Steinel Vertrieb GmbH 100 EUR 300
7 Steinel Intelligent Technology System (Shanghai) Co. Ldt., Shanghai / China Steinel Vertrieb GmbH 75 CNY 500
Lfd.Nr. Name Eigenkapital Jahresergebnis
31.12. 2021 TLW1) 31.12. 2020 TLW1) 2021 31.12. TLW1) 2020 30.06. TLW1)
  Anteile an verbundenen        
  Unternehmen        
2 Steinel Austria GmbH Wien / Österreich 407 373 34 22
3 Steinel America Inc. Bloomington / USA -1.451 -1.944 493 -125
4 Steinel UK Ltd. Peterborough / England -404 -445 41 32
5 Steinel Italia s.r.l. Mailand / Italien 94 44 50 3
6 Steinel France S.A.S. Avelin / Frankreich 415 319 96 4
7 Steinel Intelligent Technology System (Shanghai) Co. Ldt., Shanghai / China 103 207 -104 -45

1) Tausend-Landeswährung

2) vor Ergebnisübernahme/-abführung

Bei der Steinel America Inc., der Steinel UK Ltd. und Steinel Italia s.r.l. liegt das jeweilige Eigenkapital unter den Buchwerten. Aufgrund der positiven Planungen für diese Gesellschaften wurden jedoch keine außerordentlichen Abschreibungen vorgenommen.

3. Sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten ein verfügungsbeschränktes Sperrkonto zu Gunsten einer Factoringgesellschaft (1.566 T€). Des Weiteren enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände ein zu Gunsten einer Factoringgesellschaft abgetretenes Guthabenkonto bei der Volksbank BielefeldGütersloh eG (569 T€).

4. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 128 T€ (Vorjahr: 128 T€).

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
Personalbezogene Rückstellungen 1.368 837
Verkaufsbezogene Rückstellungen 6.713 6.819
Andere Rückstellungen 232 323
  8.313 7.979

Personalbezogene Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubs und Mehrarbeitsansprüche (142 T€), Prämien (909 T€) sowie Abfindungen (196 T€). Die verkaufsbezogenen Rückstellungen beinhalten u. a. Boni (4.132 T€) und Gewährleistungen (2.339 T€). Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (177 T€).

6. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederungen der Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeiten sowie Sicherheiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel.

Gesamtbetrag Erwartete Restlaufzeiten
EUR bis 1 Jahr
EUR
1-5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.615.954,33 1.615.954,33 0,00 0,00
Vorjahr 743.703,99 743.703,99 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.232.319,32 7.232.319,32 0,00 0,00
Vorjahr 8.830.707,60 8.830.707,60 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.520.188,20 1.520.188,20 0,00 0,00
Vorjahr 1.128.134,57 1.128.134,57 0,00 0,00
  10.368.461,85 10.368.461,85 0,00 0,00
Vorjahr 10.702.546,16 10.702.546,16 0,00 0,00
Gegebene Sicherheiten
EUR Art
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 n.a.
Vorjahr 0,00  
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 n.a.
Vorjahr 0,00  
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 n.a.
Vorjahr 0,00  
  0,00  
Vorjahr 0,00  

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

7. Haftungsverhältnisse

Die Steinel GmbH, Steinel Vertrieb GmbH und Steinel Elektronik GmbH & Co. KG haben eine gesamtschuldnerische Bürgschaftserklärung vom 15. Mai 2014 gegenüber der SüdLeasing GmbH, Stuttgart, abgegeben. Die Inanspruchnahme für die Bürgschaft aus allen gegenwärtigen und künftigen Ansprüchen im Zusammenhang mit dem Abschluss von Leasing- und Mietkaufverträgen ist auf einen Betrag von 4.000 T€ beschränkt.

Zum 31. Dezember 2021 beträgt die Summe der bis zum Ende der Laufzeit von Verträgen ausstehenden Leasing- bzw. Mietkaufraten der anderen Gruppen-Unternehmen 1.873 T€.

Darüber hinaus ist die Steinel Vertrieb GmbH Garantin eines Konsortialkreditvertrages zwischen Steinel GmbH und der Landesbank Baden-Württemberg sowie weiteren beteiligten Banken.

Die Garantin hat für aus dem Kreditvertrag zu zahlende Beträge bis zu einem Höchstbetrag von € 33,0 Mio. einschließlich Zinsen, Kosten und Auslagen einzustehen; soweit die Inanspruchnahme jedoch über die an die Garantin und ihre Tochtergesellschaften herausgelegten Beträge hinausgeht haftet sie nur insoweit, wie das eigene, gegen Auszahlunggeschützte Stammkapital nicht unterschritten bzw. eine bestehende Unterschreitung weiter vertieft wird. Die Verbindlichkeiten der Steinel GmbH gegenüber den kreditgebenden Banken valutieren am 31. Dezember 2021 mit € 15,0 Mio.; die Haftung beläuft sich derzeit auf das Nettovermögen in Höhe von € 6,8 Mio.

Die Steinel Vertrieb GmbH hat gegenüber ihrer 100-%igen Tochtergesellschaft Steinel U.K. Ltd. eine finanzielle Stützungszusage für die nächsten 12 Monate abgegeben. Die Tochtergesellschaft weist zum Abschlussstichtag ein negatives Eigenkapital in Höhe von 480 T€ aus; in dieser Höhe wurde ein Haftungsverhältnis erfasst.

Die oben genannten Haftungsverhältnisse wurden vollständig zugunsten von verbundenen Unternehmen übernommen.

Das Risiko der Inanspruchnahmen wird vor dem Hintergrund der stabilen Lage des Konzerns als gering erachtet.

8. Sonstiges

Zum Stichtag betragen die Risiken aus außerbilanziellen Geschäften und sonstigenfinanziellen Verpflichtungen:

Gesamt
T€
davon innerhalb eines Jahres fällig
T€
davon zwischen 1 und 5 Jahren fällig
T€
nach 5 Jahren fällig
Mietvertrag Steinel GmbH 779 779 0 0
Leasingverträge 242 170 72 0
  1.021 949 72 0

Der Mietvertrag mit der Steinel GmbH läuft auf unbestimmte Zeit und kann mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Kalenderjahresende gekündigt werden. Zweck der Miet- und Leasingverträge ist die Vermeidung von Kapitalbindung. Die Gesellschaft hat einen Vertrag mit einem Factoring-Partner abgeschlossen. Zweck ist es, die Liquiditätsvorteile für die Gesellschaft zu nutzen. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von 12.063 T€ regressfrei verkauft. Die Gesellschaft trägt hierfür das Veritätsrisiko.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden geographischen Märkten wie folgt:

GJ 2021
T€
Rumpf-GJ 2020
T€
Veränderung
T€
Inland 67.102 36.707 +30.395
Ausland 50.195 24.008 +26.187
  117.297 60.715 +56.582

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Geschäftsbereichen wie folgt:

GJ 2021
T€
Rump-GJ 2020
T€
Veränderung
T€
Sensorik / automatisches Licht 82.415 44.921 +37.494
Thermo-Tools / Werkzeuge 33.154 14.910 +18.245
Sonstiges 1.728 884 +844
  117.297 60.715 +56.582

2. Sonstige betriebliche Erträge

In der Position sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (831 T€) und der Minderung von Wertberichtigungen (81 T€) enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:

GJ 2021 Rumpf-GJ 2020
Gewerbliche Arbeitnehmer 40 43
Angestellte 149 138
  189 181

2. Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 an:

Herr Dipl.-Kaufmann Ingo Steinel (Geschäftsführer) Herzebrock-Clarholz
Herr Dipl.-Oec. Martin Frechen (Geschäftsführer) Münster
Herr Dipl.-Kaufmann Thomas Möller (Geschäftsführer) Herford

Auf die Angabe der Betrag nach § 285 Nr. 9 a) und b) wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Konzernzugehörigkeit

Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die ADCURAM Invest GmbH, München, auf. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung (25 T€), andere Bestätigungsleistungen (0 T€), Steuerberatungsleistungen (0 T€) und sonstige Leistungen (0 T€) angefallen.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Das laufende Jahresergebnis wurde von der Steinel GmbH im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages übernommen.

 

Herzebrock-Clarholz, den 11. März 2022

Steinel Vertrieb GmbH

gez. Ingo Steinel

gez. Martin Frechen

gez. Thomas Möller

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

der Steinel Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 15.875,00 0,00 0,00 0,00 15.875,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 590.486,39 0,00 0,00 0,00 590.486,39
  606.361,39 0,00 0,00 0,00 606.361,39
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 157.690,65 0,00 0,00 0,00 157.690,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 785.049,98 6.518,90 0,00 24.395,40 767.173,48
  942.740,63 6.518,90 0,00 24.395,40 924.864,13
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.736.420,15 0,00 0,00 0,00 2.736.420,15
2. Beteiligungen 281.000,00 0,00 0,00 0,00 281.000,00
  3.017.420,15 0,00 0,00 0,00 3.017.420,15
  4.566.522,17 6.518,90 0,00 24.395,40 4.548.645,67
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 7.124,00 5.000,00 0,00 0,00 12.124,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 590.485,39 0,00 0,00 0,00 590.485,39
  597.609,39 5.000,00 0,00 0,00 602.609,39
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 97.920,65 12.941,00 0,00 0,00 110.861,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 471.618,98 45.119,90 0,00 21.735,40 495.003,48
  569.539,63 58.060,90 0,00 21.735,40 605.865,13
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.550.652,83 0,00 0,00 0,00 1.550.652,83
2. Beteiligungen 280.999,00 0,00 0,00 0,00 280.999,00
  1.831.651,83 0,00 0,00 0,00 1.831.651,83
  2.998.800,85 63.060,90 0,00 21.735,40 3.040.126,35
Buchwerte
Stand am 31.12.2021
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.751,00 8.751,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
  3.752,00 8.752,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 46.829,00 59.770,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.170,00 313.431,00
  318.999,00 373.201,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.185.767,32 1.185.767,32
2. Beteiligungen 1,00 1,00
  1.185.768,32 1.185.768,32
  1.508.519,32 1.567.721,32

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Steinel Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Steinel Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Steinel Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 15. März 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer

gez. Steffen Fleitmann, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung erfolgte am 3. Juni 2022.