| Company | Information | Description |
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A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach | Accounting / financial reports Unternehmensregister | Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Date: 12/20/2023Language: German |
A. Raymond GmbH & Co. KGLörrachKonzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2022KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. RAYMOND GMBH & CO. KG, LÖRRACHDas ARaymond Netzwerk mit seinem Hauptsitz in Grenoble, Frankreich ist ein international tätiges, über 5 Generationen familiengeführtes Unternehmen, das sich als feste Größe in der Automobilzulieferer Branche etabliert hat. Die Gruppe beschäftigt heute in weltweit 26 Produktionsstätten etwa 7.200 Mitarbeiter und ist auf ihrem Geschäftsfeld der Befestigungstechnik Marktführer in Europa und weltweit die Nummer zwei. Jährlich werden etwa sechs Milliarden Teile hergestellt. Heute umfasst das Produktportfolio etwa 10.000 verschiedene Artikel. ARaymond liefert zu 95% an die Automobilindustrie, hauptsächlich Schnellbefestigungen von Innenverkleidungen, Scheinwerfern, Sonnenblenden, Kabeln, allerlei Leitungen usw. Für ein einziges Fahrzeugmodell werden teilweise 500 bis zu 1.000 Schnellbefestiger in über 200 unterschiedlichsten Formen eingesetzt. Die A. Raymond GmbH & Co. KG (nachfolgend: „Raymond Konzern“) entwickelt, produziert und vermarktet selbst die Produkte an die Automobilhersteller und deren System-/Modullieferanten. Diese befestigen alle möglichen Einbauteile innerhalb eines Fahrzeuges. Ebenfalls zum Produktportfolios der Unternehmensgruppe A. Raymond GmbH & Co. KG (nachfolgend: „Raymond KG“) gehören Schnellbefestigungselemete für die Montage in der Automobilindustrie und Schnellverbinder für Treibstoffleitungen, die in der ARAYMOND Fluid Connection Germany GmbH (nachfolgend: „Raymond Fluid“) produziert und vertrieben werden. Als Steuerungsgrößen für das Management des Unternehmens werden die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis (EBIT), die EBIT-Marge (Umsatz / EBIT), sowie die Auditierung nach IATF verwendet. Forschung und Entwicklung In der Entwicklung realisieren die technischen Projektleiter in enger Abstimmung mit den Konstrukteuren neue Produkte unter Berücksichtigung der jeweiligen Kundenanforderungen und Normen. Unterstützt wird das Team von 98 Mitarbeitern bei ihrer täglichen Arbeit von Materialexperten, den Verantwortlichen für die Serienwerkzeuge, sowie der Assistenz. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Labor, der Industrialisierung und der Qualität werden bestehende Produktlösungen ständig verbessert. Damit in Zukunft neue Technologietrends frühzeitig identifiziert und in neue Produkte überführt werden können, ist die Vorentwicklung in den Entwicklungsbereich integriert. Die Kosten für Forschung und Entwicklung beliefen sich im laufenden Jahr auf 13,5 Mio. € (Vorjahr 9,5 Mio. €). Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Laut dem World Economic Outlook des IWF* ist die weltweite Wirtschaft im Berichtsjahr 2022 zum Vorjahr um 3,4% gewachsen. Für die Eurozone wurde ein Wachstum von 3,5% erzielt. Laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts** wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 1,9% im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr. Das Berichtsjahr 2022 war national wie auch international geprägt von den zunächst noch herrschenden Corona-Maßnahmen, wie aber auch dem Krieg in der Ukraine und damit verbundenen Material- und Lieferengpässen und stark steigende Preise für Energie und Güter. Über das Berichtsjahr hinweg, speziell aber ab dem zweiten Quartal, verspürten wir einen zum Teil deutlichen Anstieg bzw. Forderung auf Erhöhung von Einkaufspreisen bei den Rohmaterialen und Energiekosten durch unsere Zulieferer. Aber auch bei anderen Zukaufsteilen wie Ersatzteilen und Hilfs- und Betriebsstoffen kam es zu Preissteigerungen unserer Lieferanten. Letztendlich spiegeln sich diese Preissteigerungen auch in der deutschen Inflation wider. Laut Statistischem Bundesamt*** lag die Inflationsrate über das Berichtsjahr hinweg bei 7,9% im Vergleich zum Vorjahr. Die Gründe sind hier laut dem Bundesamt im Wesentlichen der Beginn des Krieges in der Ukraine und die damit einhergehenden Preisanstiege bei Energieprodukten und Nahrungsmittel. Auch staatliche Förderungen wie zum Beispiel der Wegfall der EEG-Umlage, Tankrabatte oder Umsatzsteuersenkungen auf Gas und Fernwärme konnten die Inflation nicht auf Vorjahresniveau senken. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut dem Global Sales and Production Forecast des IHS Markit vom Februar 2023 ist die globale Produktion der Personenkraftwagen (ohne Nutzfahrzeuge) von 77,2 Mio. Fahrzeuge auf 82,4 Mio. Fahrzeuge gestiegen, was einem Wachstum von 6,7% entspricht. Für Europa ist die Produktion der Personenkraftwagen im Berichtsjahr von 15,8 Mio. Fahrzeuge im Vorjahr auf 16,6 Mio. Fahrzeuge gestiegen, was einer Steigerung von 5,0% entspricht. Die noch anhaltende Coronapandemie hatte nur noch bedingt Einfluss auf die globale Herstellung von Personenkraftwagen. In den Europäischen und westlichen Ländern zeigte sich schon früh im Berichtsjahr eine deutliche Entspannung der Einschränkungen in Zusammenhang mit der Pandemischen Lage, bis hin zu einem fast kompletten Wegfall der Maßnahmen im zweiten Quartal. Lediglich die Volksrepublik China hielt lange an einer Zero-Covid-Politik fest, welche im Berichtsjahr stellenweise spürbar negative Auswirkungen auf die Herstellung von Personenkraftwagen hatte. Weiterhin hatte eine sich deutlich entspannende Lage in der Chip- und Semiconductor-Lieferkette positiven Einfluss auf die globalen Produktionszahlen. Zusätzlich ist der globale Produktionsanstieg auch geschuldet durch eine Erhöhung der Bestände an Personenkraftwagen um 3,7 Mio. Fahrzeuge, welcher in den Corona Jahren 2019 bis 2021 um 6,6 Mio. Fahrzeuge reduziert wurde. Ein wesentlicher negativer Effekt auf die globale und speziell europäische Fahrzeugherstellung hatte der Krieg in der Ukraine. Insbesondere zu Beginn des Krieges im ersten Halbjahr 2022 wurden die Lieferketten teilweise massiv gestört durch zeitweise Stilllegung bzw. starke Reduzierung der Produktionstätigkeiten von in der Westukraine ansässigen Automobilzulieferer. Zusätzlich kam es aber auch zu zeitweisen Engpässen von Rohstoffen aus der Ukraine wie z.B. Nickel und Palladium. Aber auch die Sanktionen gegen die Russische Föderation wie auch die Reduzierung und Schwankung der Gaslieferungen aus Russland hatten negative Einflüsse auf die Automobilproduktion und deren Zulieferketten. * https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/01/31/world-economic-outlook-update-january-2023 ** https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/PD23_070_811.html :~:text=Bruttoinlandsprodukt%20(BIP)%2C%204.&text= Quartal%202022%20gegen%C3%BCber%20dem%203,Januar%202023%20berichtet. *** https//www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_022_611.html :~:text=022%20vom%2017.,Januar%202023&text=WIES BADEN%20%E2%80%93%20Die%20Verbraucherpreise%20in%20Deutschland,als%20in%20den%20vorangegangenen%20Jahren. Geschäftsverlauf Innerhalb des Berichtsjahres waren starke Schwankungen hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren zu verzeichnen, weshalb nachfolgend eine quartalsweise Analyse erfolgt. Im ersten Quartal konnte ein Gesamtumsatz von 78,2 Mio. € erzielt werden, was deutlich über unseren Erwartungen von 73,3 Mio. EUR lag. Das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis lag ebenfalls deutlich über den Erwartungen. Umsätze und Ergebnis wurden im ersten Quartal kaum von der Corona Pandemie und deren Auswirkungen beeinflusst, auch wenn deutsche und ausländische Automobilhersteller sowie Zulieferer zwischendurch immer wieder von Produktionsausfällen und Unterbrechungen in den Lieferketten betroffen waren. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und dessen Auswirkungen zeichneten sich in diesem ersten Quartal noch kaum ab, somit waren die Produktionskapazitäten in unserem Unternehmen durchweg voll ausgelastet. Im zweiten Quartal lag der erzielte Gesamtumsatz bei 66,4 Mio. € was stark unter dem Ziel von 76,5 Mio. € lag. Das zweite Quartal war durchweg gezeichnet von dem Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Automobilindustrie und deren Zulieferer. So kam es vermehrt zu stärkeren Produktionsrückgängen bei deutschen und europäischen Automobilherstellern. Verursacht durch zum fehlende Kabelbäume aus westukrainischen Zuliefererwerken. Daneben zeigte sich eine steigende Verknappung und Verteuerung von energieintensiven Rohmaterial und Energie. Die Umsatzlage hat sich im dritten Quartal Lage wieder etwas stabilisiert. Der Gesamtumsatz lag mit 73,3 Mio. € jedoch noch immer unter den Erwartungen von 84,6 Mio. €. Nachdem in den ersten Wochen des Krieges in der Ukraine die dort ansässigen Zuliefererunternehmen teilweise ihre Produktion gänzlich einstellten, konnte ab dem Sommer die Produktion und Lieferung aus der Ukraine wieder im größeren Maße aufgenommen werden. Die Gaslieferungen aus Russland waren auch weitestgehend sichergestellt, um energieintensiven Rohstoffe und Produkte für die Automobilindustrie herstellen zu können. Somit konnten deutsche und europäische Automobilhersteller und Zulieferer wieder fast auf Normalniveau arbeiten. Im vierten Quartal lag der Gesamtumsatz mit 78,3 Mio. € leicht unter unseren Erwartungen von 80,6 Mio. €. Über das gesamte Quartal hinweg war die deutsche und europäische Gesamtwirtschaft, wie aber auch die Automobilindustrie durch die Frage und Sorge geprägt, ob die Energie und Gasreserven bzw. die weitere Belieferung aus Russland so weit stabil bleiben würde, damit Maßnahmen zur Einschränkung bei verbrauchenden Unternehmen und Privathaushalten nicht notwendig sein würden. Die Lieferkettenproblem der letzten Monate entspannte sich. Gesamthaft lässt sich somit für das Berichtsjahr 2022 sagen, dass wir sowohl in Umsatz wie auch Ergebnis unsere Ziele nicht erreichen könnten. Neben den Corona Auswirkungen und dem Krieg in der Ukraine sind noch weitere Einflussfaktoren auf den Geschäftsverlauf bzw. Umsatz und Ergebnis zu nennen: Über das ganze Berichtsjahr hinweg sahen wir uns mit zum Teil deutlichen Kostensteigerungen und auch starken monatlichen Schwankungen bei den Energiekosten ausgesetzt, die in dieser Höhe nicht in die ursprüngliche Planung eingeflossen sind. Ebenso waren auch energieintensive Vorprodukte und Rohstoffe wie Kunststoffgranulat von zum Teil deutlichen Preissteigerungen betroffen. Daher war es auch für uns im Berichtsjahr unumgänglich unsere Verkaufspreise zu unseren Kunden zu erhöhen, um diese zusätzliche Kostenbelastung zumindest teilweise abzufangen und an den Markt weiterzugeben. Trotz der im Berichtsjahr immer noch vorhandenen Auswirkungen der Corona Pandemie auf Zuliefererketten, der stellenweise deutlichen Verteuerung in Energie und Rohstoffen, konnten wir im Berichtsjahr zu jeder Zeit die Belieferung unserer Kunden sicherstellen, so dass es zu keinen Nennenswerten Verzögerungen bei unseren Kunden kam. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die folgenden Kennzahlen heran:
Die Leistungsindikatoren haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
Angaben: bps sind Basispunkte Im Geschäftsjahr 2022 konnten Umsatzerlöse in Höhe von 301,3 Mio. € (VJ: 278,5 Mio. €) erreicht werden, was einer Steigerung zum Vorjahr von 8,2 % entspricht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die generelle Erholung der Corona-Pandemie und deren Auswirkung auf die Automobilbranche wie aber auch Neugeschäft zurückzuführen. Nachteilig allerdings war der Einfluss den nicht ausgeschöpften Produktionskapazität bei den Automobilherstellern durch den Ukrainekrieg weshalb das Budget für 2022 nicht erreicht werden konnte. Die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe betrugen 85,7 Mio. € (VJ: 72,5 Mio. € / +18,2% zum VJ), was einer Quote von 28,4 % bezogen auf die Umsatzerlöse entspricht. Diese Erhöhung ist zum einen auf die Steigerung der Absätze und damit verbundenen Umsatzerlöse zurückzuführen, wie auch auf extreme Preissteigerung über alle Rohmaterialien und Lieferanten. Die Aufwandserhöhung für bezogene Leistungen in Höhe von 7,4 Mio. € ist im Wesentlichen auf die erhöhten Ausgaben für Energie zurückzuführen. Die Personalkosten (Positionen 6.a und 6.b in der Gewinn- und Verlustrechnung) beliefen sich auf 110,5 Mio. € (VJ: 107,0 Mio. € / +3,3% zum VJ), was einer Quote von 36,7 % in Relation zu den Umsatzerlösen entspricht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefern sich auf 60,2 Mio. € (VJ: 58,8 Mio. €). Im Wesentlichen ist diese Erhöhung zurückzuführen auf erhöhte Einkaufspreise für Verwaltungs- und Vertriebskosten. Die Erträge aus Beteiligungen verringerten sich von 4,6 Mio. € auf 4,2 Mio. € aufgrund etwas schlechteren Geschäftsentwicklungen bei den beteiligten Unternehmen. In der Folge betrug das EBIT für 2022 11,3 Mio. €. Das geplante EBIT konnte auf Grund der beschriebenen Entwicklungen nicht erreicht werden. Das EBIT im Verhältnis zum Umsatz in % beträgt 3,8%. Die geplante Quote konnte auf Grund der beschriebenen Entwicklungen nicht erreicht werden. Finanzlage Unsere finanzwirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden, obwohl sie unterjährig starken Schwankungen unterlag. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Hier gab es im Berichtsjahr keine nennenswerten Vorkommnisse, gleichwohl unsere Kunden und Lieferanten ebenfalls den starken Schwankungen am Markt ausgesetzt waren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 21,9 Mio. € (VJ: 13,1 Mio. € / +14,5% zum VJ), was einer Quote von 8,5 % (VJ: 5,6 %) der Bilanzsumme entspricht. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der vorgegebenen Zahlungsziele beglichen werden. Die langfristigen Darlehen erhöhten sich um 11,6 Mio. € für die Finanzierung eines Gebäudeprojekts. Die Tilgungen der langfristigen Bankverbindlichkeiten erfolgten planmäßig. Vermögenslage Zum Bilanzstichtag beträgt die Bilanzsumme 258,2 Mio. € (VJ 232,7 Mio. €, davon 149,3 Mio. € (VJ 140,7 Mio. €) Anlagevermögen und Umlaufvermögen in Höhe von 108,6 Mio. € (VJ 91,5 Mio. €). 2022 wurden Investitionen von 29,9 Mio. € (VJ 20 Mio. €) getätigt, welche hauptsächlich zur Kapazitätserweiterung und Prozessoptimierung in die Beschaffung von Werkzeugen, Spritzgießmaschinen und Montageautomaten und eine Gebäudeerweiterung flossen. Die höheren Bestände ergaben sich im Wesentlichen durch höhere Einkaufspreise. Eine erhebliche Einflussgröße war das Gebäudeprojekt Lörrach. Hier wurden im laufenden 14,4 Mio. € investiert. Mit der Fertigstellung wird im Dezember 2024 gerechnet. Das Eigenkapital beträgt 180,4 Mio. € (VJ 176,3 Mio. €), was einer Eigenkapitalquote von 79,9 % (VJ 75,7 %) entspricht. Die Rückstellungen in Höhe von 16,1 Mio. € (VJ 11,7 Mio. €) sind überwiegend durch sonstige Rückstellungen in Höhe von 14,1 Mio. € (VJ 9,6 Mio. €) gekennzeichnet. Ursache waren die Gebäudeinvestitionen in Lörrach. Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum Jahresende auf 61,7 Mio. € (VJ 44,7 Mio. €). Diese werden insbesondere durch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 37,5 Mio. € (VJ 29,9 Mio. €) geprägt. Die Tilgung der Darlehen erfolgte planmäßig mit 4 Mio. € (VJ 4 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 21,9 Mio. € (VJ 13,1 Mio. €). Neu hinzu kamen Darlehen in Höhe von 11,6 Mio.€ zur Finanzierung des Lörracher Gebäudeprojekts. Die übrige Erhöhungen kamen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Zusammengefasst lässt sich zu der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sagen, dass die Unternehmensleitung auf ein grundsätzlich zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2022 zurückblicken kann, auch wenn die erreichten Werte vor dem Hintergrund der hohen Material- und Energiepreise sowie der Covid-19 Pandemie und Abrufreduzierungen unter den Erwartungen an das Berichtsjahr lagen. Das Unternehmen verfügt über einen hohen Liquiditätsbestand und im Verhältnis geringe Bankverbindlichkeiten. Die restlichen Verbindlichkeiten sind kurzfristiger Natur und könnten aus den liquiden Mitteln sofort bedient werden. Kontokorrentkredite wurden nicht in Anspruch genommen. Der Eigenkapitalanteil ist für die Branche sehr hoch. Daher wird die Finanz- und Vermögenslage als sehr gut beurteilt. Sonstige Angaben Es liegen nach dem Stichtag bis zur Erstellung des Berichtes keine Erkenntnisse vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die im Bericht erläuterte, wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Berichtsjahr hätten. Mitarbeiter Zum Stichtag betrug der Personalbestand (Head Count) 1.607 Mitarbeiter, davon 85 Auszubildende und Studenten. Im Berichtsjahr wurde, wie auch schon in den Vorjahren, umfassend in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Hierzu zählten neben fachlichen Weiterbildungen auch die Weiterbildung in Führungskompetenzen, sicherheitsrelevanten Themenbereichen, Produkt- und Prozessqualität sowie dem Umweltschutz. Bedingt durch die im Berichtsjahr bestehenden Hygiene- und Abstandsmaßnahmen bezüglich der Coronapandemie, fanden Veranstaltungen weitestgehend in Onlineformaten statt. Regelmäßige Mitarbeitergespräche wie auch Zufriedenheitsumfragen rundeten den Aufgabenbereich des Personalmanagements ab. Umwelt und Energiemanagement Um Umwelt-, Energie- und Unfallrisiken zu minimieren ist der Raymond Konzern im Umweltbereich nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) und DIN EN ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert. Regelmäßige Schulungen sowie interne und externe Audits minimieren die Unfall- und Umweltrisiken der Gesellschaft. Ein eigenes Energie Management Team befasst sich mit Auswertung und Analyse der Energiekennzahlen sowie kontinuierlichen Verbesserungen zur Senkung des Energieverbrauches. Corporate Social Responibility (CSR) Um der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, existiert im Raymond Konzern wie auch im gesamten Netzwerk ein Corporate Social Responsibility (CSR) Team mit entsprechendem Regelwerk, welches sich mit dem Verhalten des Unternehmens und deren Mitarbeiter im Kontext der gesellschaftlichen Verantwortung befasst. Ein eigenes Charity Team, welches sich um monetäre und nicht-monetäre Unterstützung sozialer Einrichtungen kümmert, runden die ergriffenen Maßnahmen ab. Das Compliance System sowie das Internal Control Management des Unternehmens beschäftigt sich im Wesentlichen mit dem Ethik- und Verhaltenskodex, sowie Anti-Korruptions-Richtlinien, Richtlinien zu wettbewerbskonformem Verhalten und einem internen Kontroll- und Whistleblowing-System. Diese Systeme basieren auf nationale und internationale Gesetze und Richtlinien, wie auch Grundwerte und Vorgaben des Unternehmens. Chancen-, Risiko-, Prognosebericht Chancenbericht Bestandsgeschäft Im Bereich des Bestandsgeschäftes bei den PKW mit klassischen Verbrennungsmotoren mit und ohne Start/Stop Funktion sowie den Mild- und Full Hybrid Fahrzeugen, sehen wir wie auch der Engine Production Forecast von IHS Markit eine weiterhin stabil anhaltende Nachfrage des globalen Absatzmarktes im Jahr 2023. In diesem Bestandsgeschäft sehen wir weiterhin positive Absatzmöglichkeiten durch unsere gute Kundenbindung in bestehenden Projekten, aber auch neue Projekte in den klassischen Antriebstechnologien gewinnen zu können. Zu erwarten ist auch eine Stabilisierung der Rohstoff- und Energiemärkte. Inflation und Wirtschaftswachstum In seinem World Economic Outlook vom Januar 2023 geht der International Monetary Fund (IMF) von einem weiteren Wachstum der globalen wie auch europäischen Wirtschaft in den Jahren 2023 und 2024 aus. Ebenso zeigt sich in dem Bericht ein Rückgang der Inflation in 2023 und 2024. Dies lässt auf eine anhaltende Stabilisierung und Kaufkrafterhöhung der Märkte und auch des Automobilmarktes schließen, was wir positiv in Hinblick auf unseren Absatz bewerten. Erholung aus Corona Pandemie Eine weitere Chance sehen wir in der zum größten Teil vollständigen Erholung aus der weltweiten Corona Pandemie. Das Berichtsjahr war anfänglich noch stärker geprägt von den Auswirkungen der Corona Pandemie, allerdings entspannte sich diese Lage zunehmend durch abgeschwächte Varianten und ausreichend Impfstoff gegen Ende des Berichtsjahres. Diese Entwicklung lässt positiv darauf blicken, dass im Jahr 2023 kaum noch mit Verzögerungen der Lieferketten oder Produktions- und Materialengpässen zu rechnen ist. Ebenso gehen wir davon aus, dass die Corona Pandemie keine negativen Auswirkungen mehr haben wir auf die Kaufkraft der Konsumenten haben wird, und sich somit die Absätze der Kraftfahrzeuge erholen wird. Innovation Durch eine stetige Produkt- und auch Verfahrensinnovation in unserem Hause sehen wir uns auch weiterhin gut aufgestellt, um Bestandskunden an uns zu binden und neue Kunden zu gewinnen. Durch innovative Verfahren sichern wir zum einen unsere wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit zu unseren Marktbegleitern und erhöhen gleichzeitig die Prozessstabilität in unserer Fertigung und Qualität unserer Produkte. Durch optimierte technische Designlösungen unserer Produkte erleichtern wir die Montage und somit Montagekosten unserer Produkte bei unseren Kunden und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit unserer Produkte in deren Anwendungen. Hierzu sind sowohl Vertrieb und Entwicklung wie aber auch die Produktion und Qualität im engen Austausch mit unseren Kunden über deren Anwendungsgebiete und Montagekonzepte. Daneben spielen auch alternative Materialien und so genannte ECO-Designs eine zunehmende Rolle, um nachhaltige und umweltfreundlichere Produkte an den Markt zu bringen um somit unsere Öko-Bilanz wie auch die unserer Kunden zu verbessern. Risikobericht Zentrale Risikofelder Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern ist Bestandteil des Risikomanagements der Gesellschaft, um Gefahrenpotenziale zu minimieren und Chancen zielgerecht und erfolgreich zu nutzen. Hierzu werden verschiedenste Daten aus SAP, MES und diverser anderer Programme mit Hilfe einer „Business Intelligence Software“ herangezogen und zu tages-, wochen- und monatsaktuellen KPI und Reports ausgewertet. Diese KPIs und Auswertungen werden, im Hinblick auf den Zielerreichungsgrad, in wöchentlichen und monatlichen Managementmeetings mit der Unternehmensleitung besprochen. Ziel ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und diese in unsere operative wie strategische Planung zielorientiert einfließen zu lassen. Wirtschaftliche Risiken Laut dem Global Sales and Production Forecast von IHS Markit ist in allen Absatzmärkten der Automobilbranche für das kommende Jahr 2023 mit einem Wachstum zwischen 3% bis 7% je Region zu rechnen. Trotz diesen positiven Prognosen sind nachfolgende Risikofelder weiterhin vorhanden und bedürfen einer stetigen Evaluierung hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen für den ARAYMOND Konzern und das ARaymond Netzwerk als global aufgestellter Automobilzulieferer. Aktuell ist sicher als größtes wirtschaftliches Risiko der Krieg in der Ukraine und eventuelle geopolitische Probleme zu nennen. Konflikte würde wahrscheinlich starke Auswirkungen auf die Zulieferung in der Automobilbranche nach sich ziehen, und somit Produktion von Personen- und Schwerkraftwagen stark beeinträchtigen. Auch wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie der letzten Monate durchaus positiv auf die weitere pandemische Lage blicken lässt, so ist nicht ausgeschlossen das durch etwaige Corona-Maßnahmen in einzelnen Ländern die Zulieferer Ketten in der Automobilindustrie spürbar gestört werden, und somit die globalen Produktionszahlen eingetrübt werden. Hier gilt es auch weiterhin von unserer Seite die weltweite Entwicklung der Coronalage zu verfolgen und einzuschätzen. Der International Monetary Fund prognostizierte im Januar 2023 eine globale Teuerungsrate von 6,6% für das Jahr 2023 und 4,3% für das Jahr 2024. Hauptgründe für die gestiegen Inflation im Berichtsjahr sind die weltweit gestiegene Preise durch verknappte Rohstoffe und Energieträger wie auch die Nachfrage nach eben diesen. Um der globalen Inflation entgegenzuwirken, haben viele Zentralbanken den Leitzins seit langen wieder deutlich angehoben, um die Nachfrage zu regulieren. Letztendlich haben Inflation wie auch Verteuerung des Geldes durch einen höheren Leitzins einen negativen Einfluss auf die Kaufkraft von Unternehmen und Konsumenten in allen Branchen, aber auch in der Automobilindustrie und deren Konsumenten. Um eine weitere negative Auswirkung von Inflation und Leitzins frühzeitig zu erkennen und in unsere Prognosen bezüglich Umsatze und Ergebnis einfließen zu lassen, bedingt es eine ständige Nachverfolgung und Abschätzung dieser Werte. Die oben genannten Wirtschafts- und Absatzrisiken sind für die Gesellschaft nicht zu vernachlässigen und bedingen einer ständigen Kontrolle und Evaluation hinsichtlich derer Chancen und Risiken. Neu gewonnen Erkenntnisse werden bezüglich ihres Einflusses auf den wirtschaftlichen Verlauf und die Zielerreichung der Gesellschaft geprüft, und die Auswirkungen mittels Forecast Berechnungen ermittelt. Aktuell schätzen wir die Erreichung der Ziele bezüglich Umsatz und Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis als wenig gefährdet ein. Durch die anhaltende Inflation hat in den letzten Monaten die EZB den Leitzins angehoben. Es könnten weite Zinsanhebungen folgen. Das bedeutet höhere Finanzierungskosten für Kunden, Lieferanten und auch den ARAYMOND Konzern. Durch unser Debitoren- und Kreditorenmanagement werden unsere Kunden wie auch Lieferanten regelmäßig bezüglich ihres Zahlungsverhalten und ihrer Bonität überprüft und ggf. neu eingestuft. Mögliche Zahlungs- und Lieferausfälle decken wir mit entsprechenden Avalen und Kreditversicherungen ab. Der ARAYMOND Konzern hat in der Vergangenheit größtenteils seine Investitionen und gänzlich sein Umlaufvermögen eigenfinanziert, was sich in der hohen Eigenkapitalquote zeigt. Daher beschränkten sich Bankkredite auf langfristige Investitionen. Für die bestehende Finanzierungen gibt es längerfristige Zinsfestschreibungen. Daher ist die Zinsbelastung des ARAYMOND Konzerns moderat. Beschaffungsrisiken Die von unserem Einkauf regelmäßig durchgeführten Lieferantenkontaktierungen und -verhandlungen, bis hin zu Lieferantenaudits, sind Maßnahmen zur zukünftigen Sicherstellung der Lieferung von benötigten Rohmaterialien und Zukaufteile. Darüber hinaus sichern wir uns durch regelmäßige Lieferantenbewertungen durch unseren Einkauf und die Kreditorenbuchhaltung gegen einen Lieferanten- und Lieferausfall ab. Die Beschaffungssituation am Rohmaterialmarkt schätzen wir aktuell als eher gering ein, nichtsdestotrotz lässt sich nicht ausschließen, dass auf Grund zukünftiger Energie- und Rohstoffknappheit sich diese Situation auch ändern kann. Mit einer entsprechende Bedarfsplanung und Einkaufspolitik wirken wir diesem Risiko entgegen. Ebenso sehen wir auch weiterhin das Risiko sich weiter verteuernde Rohstoffe und auch Energie seitens unserer Lieferanten. Hier analysiert der strategische Einkauf entsprechend der Entwicklungen an den Märkten in Abstimmung mit dem Controlling, um frühzeitig Maßnahmen einzuleiten, wie auch gegeben falls proaktiv auf unsere Kunden bezüglich Kostenweitergabe zu zugehen. Produkthaftungsrisiken Um die Auswirkungen von Haftungsrisiken wegen Schlechtleistungen bzw. Fehlfunktionalität und damit einhergehenden Schadenersatzansprüchen von Kunden zu minimieren, wurde mit einem Versicherungsschutz entgegengewirkt. Neben dieser finanziellen Absicherung wirken wir auch durch entsprechende System- und Prozessaudits sowie mit einem Qualitätsmanagementsystem einer Schlechtlieferung entgegen. Die spezifischen Kundenanforderungen in die Produktentwicklung einfließen zu lassen, und auch im Fertigungsprozess entsprechend zu berücksichtigen, ist ebenfalls Bestandteil zur Absicherung gegen fehlerbehaftete Produkte. So werden kundenspezifische Anforderungen an Sauberkeit, Dichtheit und Langlebigkeit des Produktes in Langzeitverfahren in unserem eigenen Labor getestet. Finanzwirtschaftliche Risiken Um den Finanzbedarf der Gesellschaft zu überwachen und die finanzielle Unabhängigkeit weiterhin sicher zu stellen, werden regelmäßige Forecasts zu Umsatz, Gewinn- und Verlustrechnung, wie auch der Cashflow Rechnung erstellt. Soweit wirtschaftlich sinnvoll und möglich, werden wesentliche Risiken durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Durch eine jährlich stattfindende neue Identifizierung und Bewertung der Risiken durch unser Versicherungsunternehmen, wie auch intern durchgeführte Risikoaudits, werden Relevanz und Deckungshöhe überprüft und ggf. neu angepasst. Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft keinen nennenswerten Währungsschwankungen ausgesetzt. Umsatz und Materialeinkauf werden weitestgehend in Euro abgewickelt. Transaktionen in Fremdwährung sind von untergeordneter Bedeutung. Durch unser Debitoren- und Kreditorenmanagement werden unsere Kunden wie auch Lieferanten regelmäßig bezüglich ihres Zahlungsverhalten und ihrer Bonität überprüft und ggf. neu eingestuft. Mögliche Zahlungs- und Lieferausfälle decken wir mit entsprechenden Avalen und Kreditversicherungen ab. Aktuell sehen wir keine nennenswerten finanzwirtschaftlichen Risiken für die Gesellschaft, gleichwohl uns bewusst ist, dass auch weiterhin die Auswirkungen der Corona-Pandemie und vor allem der Krieg in der Ukraine mit einhergehender Verknappung und Teuerung von Energie und Rohstoffen Auswirkungen auf Lieferanten und Kunden haben kann, weshalb wir diese Entwicklung und deren Auswirkungen engmaschig überwachen und einschätzen mit oben genannten Finanzmechanismen. Gesamtaussage zu den Risiken Aktuell schätzen wir die Gesamtrisikosituation bei der Raymond Konzern als eher gering ein, auch wenn weiterhin Ausfälle bedingt durch die Coronapandemie sowie die aktuelle Lage im Russland-Ukraine Konflikt nicht zu vernachlässigen sind. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir keine bestandsgefährdenden Risiken sehen und der künftige Fortbestand des Unternehmens gesichert ist. Prognosebericht Für die weltweite Entwicklung der Wirtschaft sagt der IMF in seinem World Economic Outlook**** ein globales Wirtschaftswachstum von 2,9% voraus, für den Euroraum sollen es 0,7% sein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)***** prognostiziert für das Geschäftsjahr 2023 eine leichte Zunahme des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,2% gegenüber dem Vorjahr, für das Jahr 2024 prognostiziert es ein Wachstum von 1,8%. Im Wesentlichen begründet das BMWK diese Schwache Prognose 2023 mit der Anhaltenden Inflation im Energie- und Nahrungsmittelbereich, hauptsächlich verursacht von dem Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen. Jedoch rechnet das BMWK mit einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte, sowie dann deutlich im Folgejahr 2024. Diese Prognose, speziell für die zweite Jahreshälfte und das Folgejahr lässt eine positive Entwicklung der Kaufkraft und Stabilisierung der Inflation im Jahr 2023 vermuten, die sich wiederum positiv auf den PKW-Absatz auswirken könnte. Letztendlich kann dies aber noch negativ beeinflusst werden durch das weitere Geschehen des Krieges in der Ukraine wie weiter oben im Risikobericht beschrieben. Das Marktanalyseunternehmen IHS Markit sagt in ihrem am 21. Februar 2023 veröffentlichten Global Sales and Production Forecast eine Zunahme der global produzierten PKW auf 85,1 Mio. Stück in 2023 im Vergleich zu 82,4 Mio. Stück im Berichtsjahr 2022 voraus. Dies entspricht einer Steigerung von 3,3% zum Vorjahr. Für das Jahr 2024 wird eine weitere Steigerung um 3,8% auf 88,3 Mio. Stück prognostiziert. Für Europa wird ein Wachstum von 14,8 Mio. Stück im Berichtsjahr auf 15,5 Mio. Stück im Folgejahr 2023 vorausgesagt, was einer Wachstumsrate von 4,7% entspricht. Für den weltweit größten Markt China wir ein Wachstum von 26,2 Mio. Stück in 2022 auf 26,4 Mio. Stück in 2023 vorausgesagt. Die daraus resultierende Wachstumsrate beträgt 0,8%. Für das Folgejahr 2024 ist hier eine deutlichere Steigerung von 5,7% auf 27,9 Mio. Stück prognostiziert. Daneben ist Nordamerika als drittgrößter Markt zu nennen, in welchem die PKW-Produktion um 5,6% wächst von 14,3 Mio. Stück in 2022 auf 15,1 Mio. Stück in 2023, sowie ein weiteres Wachstum um 5,3% auf 15,9 Mio. Stück in 2024. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit Ausnahme vom chinesischen Markt weltweit doch mit einem deutlichen Anstieg der Produktionszahlen von Personenkraftwagen im Jahr 2023 und Folgejahr 2024 der PKW zu rechnen ist laut der Vorschau von IHS Markit. Laut dem Engine Production Forecast von IHS Markit, welcher sich im speziellen mit den verschiedenen Antriebstechnologien und dessen Vorschauzahlen befasst, ergeben sich folgende Prognosen für das Jahr 2023 und Folgejahr 2024. Für die klassischen Verbrennungsmotoren, also Benzin und Diese getriebene Personenkraftwagen mit und ohne Start/Stop Technologie, sowie Mild- und Full Hybrid angetriebene Fahrzeuge, wird mit einem leichten Rückgang von -0,3% von 74,1 Mio. Stück in 2022 auf 73,9 Mio. Stück in 2023 gerechnet. Für das Folgejahr 2024 wir ein Volumen von 72,8 Mio. Stück prognostiziert, was ein weiterer leichter Rückgang von -1,4% bedeutet. Neben den konventionellen Antrieben ist bei den elektrisch angetriebenen Personenkraftwagen mit einem Wachstum von 35,3% zu rechnen für das Jahr 2023 im Vergleich zum Berichtsjahr 2022. In Volumen bedeutet dies eine Zunahme von 8,2 Mio. Stück auf 11,1 Mio. Stück. Für das Folgejahr 2024 wird eine weitere Zunahme von 38,8% auf 15,4 Mio. Stück vorgesagt. Mengenmäßig sind durch Kraftstoffzellen angetriebene Fahrzeuge in der Hochrechnung zu vernachlässigen, auch wenn diese Antriebstechnologie nicht aus dem Entwicklungsfokus der ARaymond Fluid Germany GmbH ausgeschlossen ist. **** https:/www.imf.org/en/Publications/WEO/issues/2023/01/31/world-economic-outlook-update-january-2023 ***** https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2023.pdf?_blob=publicationFile&v=10 Auf Grund dieser Prognosen erwarten wir zusammenfassend für den Absatz im klassischen Verbrenner Bereich, trotz eines prognostizierten leichten Rückgangs, eine weitere positive Entwicklung unseres Absatzes in diesem Bereich durch weitere Neuprojekte mit unseren bestehenden Produkten. Im Bereich der reinen Elektromobilität sehen wir für unsere bestehenden Produkten und sowie Neuentwicklungen bei fluidführenden Leitungen ein weiteres Wachstumspotential. Zusammenfassend prognostizieren wir deshalb ein Umsatzwachstum über dem Marktwachstum der Automobilbranche für die Jahre 2023 und 2024. Diese Prognosen wurden in der Absatz- und Umsatzplanung des ARaymond Konzerns berücksichtigt, wohlwissend, dass speziell die weitere Entwicklung im Ukraine Krieg aber auch andere geopolitische Verwerfungen einen stärkeren Einfluss haben können als aktuell in dieser Prognose angenommen. Die Auftragslage und eingeteilten Kundenabrufe zum Stichtag 31.12.2022 kann als durchweg positiv angesehen werden. Auch eine gute Auftragslage zeichnet sich zu Beginn des Jahres 2023 bis zur Erstellung des Berichtes weiter fort, weshalb wir aktuell unsere Planung als für weiterhin realisierbar halten. Zusammenfassend, unter Berücksichtigung der oben erläuterten Gesichtspunkte, gehen wir für das Geschäftsjahr 2023 des Raymond Konzern weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus und erwarten zukünftig eine Steigerung des Umsatzes um etwa 4,6% von 301 Mio. € auf 315 Mio. €. Mit dieser Steigerung des Umsatzes geht analog die Steigerung des EBIT von 7,1 Mio. € auf 13,4 Mio. € um 88% einher. Es wird davon ausgegangen, dass das IATF 16949 ebenfalls erreicht wird.
Lörrach, den 30. Mai 2023 A. Raymond GmbH & Co. KG Antoine Raymond, Geschäftsführer Mathias Greger, Geschäftsführer Emmanuel Le Flem, Geschäftsführer Jürgen Trefzer, Geschäftsführer KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. RAYMOND GMBH & CO. KG, LÖRRACHI. Allgemeine Angaben 1. Allgemeine Informationen Die A. Raymond Gruppe ist ein globaler Partner für Befestigungs- und Montagelösungen. Die Muttergesellschaft des deutschen A. Raymond Konzerns ist die A. Raymond GmbH & Co. KG. Hierbei handelt es sich um eine Personengesellschaft mit Sitz in 79539 Lörrach, Teichstr. 57. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRA 411117 eingetragen. Das Kommanditkapital ist vollständig einbezahlt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Going Concern Prämisse. 2. Gesetzliche Grundlagen und allgemeine Angaben Der konsolidierte Konzernabschluss ist gemäß §§ 11, 13 PublG in sinngemäßer Anwendung der §§ 290-314 HGB erstellt worden. Für die Darstellung der Bilanz wurde das Gliederungsschema nach § 266 HGB gewählt. Gem. § 13 Abs. 3 S. 2 Hs. 2 PublG ist der Konzernabschluss nicht um einen Eigenkapitalspiegel und eine Kapitalflussrechnung zu erweitern. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 HGB angewandt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 3. Konsolidierungskreis In den deutschen Konzernabschluss werden die A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach, sowie deren 100%-ige Tochtergesellschaft ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH, Eschbach, einbezogen, da die Anforderungen des § 11 PublG erfüllt sind (kleinster Konsolidierungskreis). Die Größenkriterien wurden in 2022 in drei aufeinanderfolgenden Jahren übertroffen, weshalb die Konsolidierungspflicht gegeben ist. 4. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gem. § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode, wobei die Anteile des Mutterunternehmens mit dem neubewerteten Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschungsmöglichkeit verrechnet wird. Weiterhin werden gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten gem. § 303 HGB, gegenseitige Aufwendungen und Erträge nach § 305 HGB sowie Zwischenergebnisse nach § 304 HGB eliminiert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen und Skonti bilanziert, vermindert um planmäßige sowie bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten ausschließlich neben Softwarelizenzen auch einen Goodwill, der nun nach 5 Jahren Laufzeit abgeschrieben ist. Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten bewertet und sind zum Nennwert angesetzt. 2. Sachanlagevermögen Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen und Skonti bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Nutzungsdauern belaufen sich auf 3 bis 15 Jahre. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten bewertet und sind zum Nennwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 werden im gleichen Jahr abgeschrieben, wobei gleichzeitig unterstellt worden ist, dass alle Wirtschaftsgüter zum 1. Januar des Jahres zugegangen sind. Die Anlageninventur für die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH fand in diesem Geschäftsjahr statt; für die A. Raymond GmbH & Co. KG fand diese im Jahr 2021 statt. 3. Finanzanlagevermögen Das Finanzanlagevermögen besteht zum größten Teil aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen. Diese wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer vorübergehenden Wertminderung wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Finanzanlagen nicht abzuschreiben. Die 100%-ige Tochtergesellschaft ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH mit einem gezeichneten Kapital von 25.000,00 € wurde in vollem Umfang in den Konzernabschluss einbezogen. 4. Vorräte Zur Bewertung der Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wird die Methode des gleitenden Durchschnitts angewandt. Des Weiteren wird dem Reichweitenrisiko der Bestände dahingehend Rechnung getragen, dass die Bestände, je nach zukünftigem Verbrauch (Grundlage ist der durchschnittliche Verbrauch aus der Vergangenheit), auf der Basis einer pauschalen Wertberichtigungssystematik prozentual abgewertet werden. Ein Teil der Ersatzteile wird als Festwert angesetzt. Eine erneute Überprüfung des Festwertes fand im Geschäftsjahr 2020 für die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH statt sowie im Geschäftsjahr 2021 für die A. Raymond GmbH & Co. KG. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und allgemeine Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Bei den unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesenen Werkzeugen erfolgte zum Bilanzstichtag eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Bezüglich der Ermittlung der Herstellungskosten gelten die Ausführungen zu den unfertigen Erzeugnissen sinngemäß. Des Weiteren wird zum Bilanzstichtag untersucht, ob der Marktwert aus Sicht des Absatzmarktes unter die Herstellungskosten gesunken ist, und ob im Rahmen der verlustfreien Bewertung auf den niedrigeren Marktwert abgewertet werden muss. Ein Abwertungsbedarf ergab sich dabei nicht. Darüber hinaus wird dem Reichweitenrisiko dahingehend Rechnung getragen, dass die Bestände je nach zukünftigem Verbrauch (Grundlage ist der durchschnittliche Verbrauch in der Vergangenheit) auf der Basis einer pauschalen Wertberichtigungssystematik prozentual abgewertet werden. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessener dotierter Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. 6. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert. 7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wurden auf der Aktivseite Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. 8. Latente Steuern Latente Steuern wurden in Höhe der Steuerbelastung auf den Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanzwert ermittelt. Zur Berechnung der Steuerbelastung wurde ein Steuersatz von 45,0% für die Einkommensteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie Gewerbesteuer herangezogen. Aktive latente Steuern werden gemäß Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. Die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffen die Abschreibungen, die Rückstellungen für drohende Verluste sowie Pensions- und Personalrückstellungen. 9. Eigenkapital Das Kommanditkapital ist zum Nennwert bilanziert. 10. Rückstellungen Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wurden für im Geschäftsjahr 2022 erhaltene Lieferungen und Leistungen gebildet, für die die Rechnungen zum Aufstellungsdatum des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 noch nicht eingegangen sind. Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird pauschal mit 0,5 % des Umsatzes der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres angesetzt, exklusive der Umsätze mit Handelswaren. Darüber hinaus werden Einzelrisiken gesondert bewertet und zurückgestellt. Die Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Gleitzeit wurden zur Abdeckung der Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern aufgrund bestehender Urlaubsansprüche bzw. aufgebauter Gleitzeit gebildet. Bei der Berechnung wurden das Bruttoarbeitsentgelt und der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung berücksichtigt. Der individuelle Jahresaufwand wurde zu 250 Arbeitstagen in Beziehung gesetzt. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen zum 31. Dezember 2022 umfasst den Erfüllungsrückstand und die Aufstockungsbeträge für die in Altersteilzeitarbeit befindlichen sowie potentiellen Mitarbeiter. Grundlage für die Altersteilzeitverpflichtungen sind die Tarifverträge "Tarifvertrag zur Altersteilzeit" sowie der "Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente" (gültig ab 1. Januar 2010) der Tarifpartner der Metallindustrie. Die Verpflichtungen zur zukünftigen Zahlung der Aufstockungsbeträge stellen Abfindungsverpflichtungen des Arbeitgebers dar und sind als Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB zu passivieren. Dabei ist die Rückstellung zu dem Zeitpunkt zu bilden, zu dem der Abschluss einer Altersteilzeitvereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer vorliegt (vgl. IDW RS HFA 3, Tz. 8-9 i.V.m. Tz. 13). Weiterhin sehen die Tarifverträge eine Obergrenze der Anspruchsberechtigten i.H.v. 4 % der Beschäftigten vor. Da durch die zugrundeliegenden Tarifverträge eine Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung vorliegt, kann sich der Arbeitgeber seiner Abfindungsverpflichtung bis zur o.g. Obergrenze nicht entziehen. Somit sind nach RS HFA 3 die Aufstockungsbeträge auch potenzieller Anspruchsberechtigter in der Rückstellung zu berücksichtigen. Es wurden ausschließlich Altersteilzeitverträge im Rahmen des sogenannten Blockmodells abgeschlossen. Der Bewertung liegt ein Zinssatz von 1,44 % p.a. und ein Gehaltstrend von 3,0 % p.a. zugrunde. Die Verzinsung des Vorjahresverpflichtungswertes wurde im Zinsaufwand erfasst. Die Bewertung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Stichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Rentenentwicklung ermittelt worden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Als Rechnungszinssatz wurden p.a. 1,44% (7-Jahres-Durchschnitt) angesetzt. Als Rententrend wurde p.a. 2,20% angesetzt. Die Berechnung der Rückstellung für die Witwenleistungsanwartschaft erfolgte teils nach der sog. kollektiven Methode, bei der die Verheiratungswahrscheinlichkeiten der verwendeten Rechnungsgrundlagen zugrunde gelegt wurden, sowie teils nach der sog. individuellen Methode, d.h. auf Basis der tatsächlichen Daten des/r Ehegatten/in. Darüber hinaus wurden auch nicht zugesagte, aber Kraft Richterrechts bestehende Witwerleistungsanwartschaften nach der kollektiven Methode eingerechnet. Die Steuerrückstellungen setzen sich zusammen aus Gewerbesteuerrückstellungen für das Wirtschaftsjahr 2022. 11. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). 12. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisations- und Imparitätsprinzip beachtet. 13. Passive Rechnungsabgrenzung Für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wurden auf der Passivseite Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. III. Erläuterung zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über 5 Jahre vollständig abgeschrieben und hat einen Restbuchwert in Höhe von 0,00 € (Vorjahr 76.400 €). Die Abschreibungsdauer von 5 Jahren wurde gewählt, da eine durchschnittliche Artikellaufzeit ebenso lang ist und einer Fahrzeuggeneration entspricht. 2. Finanzanlagen Die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH wurde als 100-ige Tochter in den Konzernabschluss einbezogen. Die anderen Tochtergesellschaften sind als Beteiligungen gem. § 271 Abs. 1 HGB einzustufen. Auf diese Gesellschaften wird kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt, da die anderen Anteilsinhaber an diesen Gesellschaften die gleichen Anteilsinhaber wie an der A. Raymond GmbH & Co. KG sind. Es handelt sich hierbei um Beteiligungen an den folgenden Gesellschaften:
3. Forderungen Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 2.202.432,59 € (Vorjahr 1.266.845,77 €). 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten neben Personalverpflichtungen in Höhe von 7.041.445,00 € (Vorjahr 3.222.299,99 €), im Wesentlichen Garantierückstellungen in Höhe von 672.000,00 € (Vorjahr 561.200,00 €), Rückstellungen für noch auszustellende Gutschriften an Kunden in Höhe von 507.100,00 € (Vorjahr 216.100,00 €) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.414.646,11 € (Vorjahr 1.272.840,04 €). Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen belaufen sich auf 3.982.200,00 € (Vorjahr 3.923.400,00 €). Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 1.895.670,00 € (Vorjahr 1.932.990,00 €). Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB unterliegt ein Betrag in Höhe von 53.837,00 € der Ausschüttungssperre. 5. Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beläuft sich der Betrag mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf 14.619.611,91 € (Vorjahr 9.942.132,00 €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten belaufen sich auf 21.908.063,16 € (Vorjahr 13.130.331,94 €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich auf 765.789,19 € (Vorjahr 475.051,93 €). IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse ist aus nachstehender Tabelle ersichtlich. Eine Unterteilung des Produktsortiments in Produktgruppen erfolgt aufgrund seiner Homogenität nicht.
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich aus der folgenden Tabelle.
V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB in Höhe von 48.686,00 € (Vorjahr 311.186,00 €) für Mietverhältnisse anderer A. Raymond-Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises. Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der guten Geschäftsentwicklung des Raymond Netzwerks als gering einzustufen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen beinhalten das Leasing der Kraftfahrzeuge. Die Vertragsdauer beträgt 3 bis 4 Jahre. Der abgezinste Betrag für die Restlaufzeit beläuft sich auf 726.201,23 € (Vorjahr 559.015,35 €).
Der jährliche Aufwand für Gebäudemieten beträgt 1.805.298,47 € (Vorjahr 1.714.362,48 €). Aufgrund der vorliegenden Kündigungsrechte beträgt die Berechnungsgrundlage 12 Monate. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Aufgrund der kurzen Vertragslaufzeiten bei den Kraftfahrzeugen, sowie den Kündigungsmöglichkeiten bei den anderen Verträgen ergeben sich derzeit keine besonderen Risiken. 3. Beschäftigte Arbeitnehmer
4. Geschäftsführung Antoine R. Raymond, Grenoble (Frankreich), CEO der A. Raymond SCS A. Raymond Verwaltungsgesellschaft mbH, vertreten durch: Jürgen Trefzer, Schopfheim, die Berufsbezeichnung entspricht der Organstellung Jean-Yves Renaux, Bron (Frankreich) bis 30.06.2022, CEO der A. Raymond SCS Mathias Greger, Voiron (Frankreich) ab 01.09.2022, CEO der A. Raymond SCS Emmanuel Le Flem, Lyon (Frankreich) ab 01.07.2022, CEO der A. Raymond SCS Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung. Von den 5 Geschäftsführern der Gesellschaft erhielt nur 1 Geschäftsführer direkte Bezüge des A. Raymond GmbH & Co. KG Teilkonzerns. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 119.350,00 € und entfällt vollständig auf Jahresabschlussprüfungsleistungen. 6. Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen Wesentliche Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen i. S. des § 285 Abs. 21 HGB fanden im Berichtsjahr 2022 keine statt. 7. Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die für die Geschäftsentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen würden. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, 2.238.353,27 € an die Gesellschafter des A. Raymond GmbH & Co. KG auszuschütten. Der Betrag in Höhe von 3.304.930,67 € soll in die Gewinnrücklage eingestellt werden.
Lörrach, den 30. Mai 2023 A. Raymond GmbH & Co. KG Antoine R. Raymond Jürgen Trefzer Mathias Greger Emmanuel Le Flem
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach, und ihrer Tochtergesellschaft (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz vom 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der A. Raymond GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 30. Mai 2023 Mazars GmbH & Co. KG Dr. Christian Back, Wirtschaftsprüfer Matthias Frye, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 8. Juni 2023 festgestellt. |
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