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A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach | Accounting / financial reports Bundesanzeiger | Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Date: 05/04/2023Language: German |
A. Raymond GmbH & Co. KGLörrachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021A. RAYMOND GMBH & CO. KG, LÖRRACHDas ARaymond Netzwerk mit seinem Hauptsitz in Grenoble, Frankreich ist ein international tätiges, über 5 Generationen familiengeführtes Unternehmen, das sich als feste Größe in der Automobilzulieferer Branche etabliert hat. Die Gruppe beschäftigt heute in weltweit 26 Produktionsstätten etwa 7.200 Mitarbeiter und ist auf ihrem Geschäftsfeld der Befestigungstechnik Marktführer in Europa und weltweit die Nummer zwei. Jährlich werden etwa sechs Milliarden Teile hergestellt. Heute umfasst das Produktportfolio etwa 10.000 verschiedene Artikel. ARaymond liefert zu 95% an die Automobilindustrie, hauptsächlich Schnellbefestigungen von Innenverkleidungen, Scheinwerfern, Sonnenblenden, Kabeln, allerlei Leitungen usw. Für ein einziges Fahrzeugmodell werden teilweise 500 bis zu 1.000 Schnellbefestiger in über 200 unterschiedlichsten Formen eingesetzt. Die A. Raymond GmbH & Co. KG (nachfolgend: „Raymond Konzern“) entwickelt, produziert und vermarktet selbst die Produkte an die Automobilhersteller und deren System-/Modullieferanten. Diese befestigen alle möglichen Einbauteile innerhalb eines Fahrzeuges. Ebenfalls zum Produktportfolios der Unternehmensgruppe A. Raymond GmbH & Co. KG (nachfolgend: „Raymond KG“) gehören Schnellbefestigungselemete für die Montage in der Automobilindustrie und Schnellverbinder für Treibstoffleitungen, die in der ARAYMOND Fluid Connection Germany GmbH (nachfolgend: „Raymond Fluid“) produziert und vertrieben werden. Als Steuerungsgrößen für das Management des Unternehmens werden die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis (EBIT), die EBIT-Marge (Umsatz / EBIT), sowie die Auditierung nach IATF verwendet. Forschung und Entwicklung In der Entwicklung realisieren die technischen Projektleiter in enger Abstimmung mit den Konstrukteuren neue Produkte unter Berücksichtigung der jeweiligen Kundenanforderungen und Normen. Unterstützt wird das Team von 102 Mitarbeitern bei ihrer täglichen Arbeit von Materialexperten, den Verantwortlichen für die Serienwerkzeuge, sowie der Assistenz. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Labor, der Industrialisierung und der Qualität werden bestehende Produktlösungen ständig verbessert. Damit in Zukunft neue Technologietrends frühzeitig identifiziert und in neue Produkte überführt werden können, ist die Vorentwicklung in den Entwicklungsbereich integriert. Die Kosten für Forschung und Entwicklung beliefen sich im laufenden Jahr auf 8,9 Mio. €. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Laut dem World Economic Outlook des IWF* ist die weltweite Wirtschaft im Berichtsjahr 2021 zum Vorjahr um 5,9% gewachsen. Für die Eurozone wurde ein Wachstum um 5,2% erzielt. Laut ersten Berechnungen des Statistischem Bundesamt** wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt von 2,7% im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr. Bezüglich der Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten, China und der Europäischen Union wie auch dem Austritt des Vereinigten Königreiches Großbritanniens kann nichts nennenswertes Negatives zum Geschäftsverlauf des Raymond Konzerns im Berichtsjahr gesagt werden. Trotz der Corona bedingten Unterbrechungen in den Zuliefererketten der Automobilindustrie kam es im Berichtsjahr zu keiner Zeit zu einem nennenswerten Engpass bei Rohmaterialien und Zukaufteilen in unserem Unternehmen. Seitens Einkaufs und Vertrieb wurden Abrufe und Vorschauzahlen stets abgestimmt, so dass rechtzeitig eine Anpassung der Liefereinteilungen mit den Lieferanten herbeigeführt werden konnte und auch Sicherheitsbestände weiter ausgebaut werden konnten. Auch den Anfang 2021 weltweit kommunizierten Force Majeure unseres Rohstofflieferanten DuPont konnten wir durch oben genannte Maßnahmen entgegenwirken, so dass es hieraus zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr zu nennenswerten Verzögerungen oder Ausfällen in der Produktion kam. Im Berichtsjahr, speziell in der zweiten Jahreshälfte, verspürten wir einen zum Teil deutlichen Anstieg bzw. Forderungen auf Erhöhung von Einkaufspreisen bei den Rohmaterialen und Energie durch unsere Zulieferer. Aber auch bei anderen Zukaufsteilen wie Ersatzteilen und Hilfs- und Betriebsstoffen kam es zu Preissteigerungen unserer Lieferanten. Letztendlich spiegelt sich diese Preissteigerungen in der deutschen Inflation wider. Laut Statistischem Bundesamt*** lag die monatliche Inflationsrate im ersten Halbjahr noch unter oder um 2% zum Vorjahr, daraufhin stieg sie im zweiten Halbjahr auf bis zu 5,3% an. Im gesamten Berichtsjahr betrug die deutsche Inflation 3,1% im Vergleich zum Vorjahr. Laut Bundesamt sind die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Preissteigerung die starken Anstiege bei Erdöl, Gas und Strom, wie auch ein niedriger Basiswert im Vorjahr. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut dem Global Sales and Production Forecast**** des HIS Markit vom Januar 2022 ist die globale Produktion der Personenkraftwagen (ohne Nutzfahrzeuge) von 74,6 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2020 auf 76,4 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2021 gestiegen, was einem Wachstum von 2,4% entspricht. Für Europa ist die Produktion der Personenkraftwagen im Berichtsjahr von 14,9 Mio. Fahrzeuge aus dem Vorjahr auf 13,9 Mio. Fahrzeuge zurückgegangen, was einer Reduzierung von 6,1% entspricht. Geschäftsverlauf Das Berichtsjahr des Raymond Konzern wurde, wie das Vorjahr ebenfalls, von der weltweiten Corona Pandemie und derer Auswirkung geprägt. Innerhalb des Berichtsjahres waren starke Schwankungen hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren zu verzeichnen, weshalb nachfolgend eine quartalsweise Analyse erfolgt. Im ersten Quartal konnte ein Gesamtumsatz von 84,4 Mio. € erzielt werden, was deutlich über unseren Erwartungen lag. Das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis lag ebenfalls deutlich über den Erwartungen. Umsätze und Ergebnis wurden im ersten Quartal kaum von der Corona Pandemie und deren Auswirkungen beeinflusst, auch wenn deutsche und ausländische Automobilhersteller sowie Zulieferer zwischendurch immer wieder von Produktionsausfällen und Unterbrechungen in den Lieferketten betroffen waren. Im ersten Quartal waren die Produktionskapazitäten in unserem Unternehmen durchweg voll ausgelastet. Das zweite Quartal kann ebenfalls als sehr gut bewertet werden. Wir konnten einen Gesamtumsatz von 73,7 Mio. € erzielen, was ebenfalls deutlich über unseren Erwartungen lag. Das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis lag auf unserer Erwartungshaltung wie der Gesamtumsatz. Die Auslastung der Produktionskapazität lag über das 2. Quartal hinweg durchaus auf Vollauslastung, gleichwohl deutsche und internationale Automobilhersteller hier bereits ihre Produktionskapazitäten auf Grund Zuliefererschwierigkeiten und Halbleiterkriese teilweise stark reduzierten. Gegen Ende des 2. Quartals wurde dieser Effekt dann auch deutlich sichtbar durch Reduzierungen der Kundenaufträge für die Folgemonate. Wie es sich schon Ende des 2. Quartals abzeichnete, gingen im 3. Quartal die Abrufe und somit auch der Umsatz deutlich zurück. Speziell der Septemberumsatz, der erfahrungsgemäß saisonal nach den Sommerferien und Werksschließungen bei dem Automobilherstellern über dem Umsatz von Juli und August liegt, lag nun deutlich darunter. Dieser Auftragsrückgang veranlasst uns speziell im September die Fertigungskapazitäten deutlich zu senken und wo möglich Urlaub und Überstunden abzubauen. Der Gesamtumsatz lag nun mit 64,7 Mio. € erheblich unter Budget, was den Erwartungen weitestgehend entsprach, allerdings deutlich unter den ersten zwei Quartalen lag. Das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis lag deutlich unter unseren Erwartungen. Das 4. Quartal startete, wie der September mit einer deutlichen Unterauslastung in der Produktion, hervorgerufen durch das niedrige Niveau an Kundenaufträgen, so dass wir zu Beginn des Oktobers speziell in den Produktions- und produktionsnahen Bereichen Kurzarbeit einführten. Die Unterauslastung und die damit verbundene Kurzarbeit zogen sich bis in die zweite Dezemberwoche durch. Auf Grund wieder stark steigender Abrufe für das 1. Quartal 2022 wurde die Kurzarbeit dann aber Mitte Dezember überwiegend wieder ausgesetzt. Der Gesamtumsatz lag mit 57,1 Mio. € deutlich unter unseren Erwartungen, was auch für das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis galt. Weitere maßgebliche Einflussfaktoren auf den Verlauf des Geschäftsjahres werden nachfolgend erläutert: Die globale Corona Pandemie hatte auch im Berichtsjahr wesentlichen Einfluss auf die weltweite und deutsche Wirtschaft sowie den Automobilmarkt. Auf Grund von Corona bedingten Werksschließungen bzw. Reduzierungen der Produktionskapazitäten bei den Automobilherstellern wie auch den Zulieferern, spürten wir hier speziell im zweiten Halbjahr eine deutliche Reduzierung der Kundenabrufe und damit verbundenen Reduzierungen des Umsatzes. Unser Unternehmen selbst blieb jedoch von einem größeren Corona Ausbruch verschont, so dass wir zu keinem Zeitpunkt Schichten, Teilbereiche oder sogar das gesamte Werke schließen bzw. in Quarantäne schicken mussten. Mit einem umfangreichen Hygienekonzept und ausgedehnten Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten haben wir Vorsorge getroffen, um ein solches Geschehen zu vermeiden. Um bei der Umstellung aller Automobilhersteller von klassischen Verbrennungsmotoren und Hybridantrieben hin zu immer mehr PKW mit vollelektrischem Antrieb proaktiv beisteuern zu können, haben wir im Jahr 2019 ein eigens dafür vorgesehenes Vorentwicklungsteam geschaffen. Im Berichtsjahr konnten wir im Bereich Elektromobilität erste Projekte erfolgreich verbuchen. Durch die proaktive Handhabung des Debitorenmanagements und damit einhergehenden Anpassungen von Zahlungsbedingungen, kam es im Berichtsjahr zu keinem nennenswerten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auch andere finanzwirtschaftlichen Risiken konnten durch das Finanzmanagement der Gesellschaft minimiert werden, so dass zu keiner Zeit ein Liquiditätsengpass bestand oder drohte. Ebenso kam es im Berichtsjahr zu keinen nennenswerten Einflüssen durch wirtschaftliche Schieflagen und Insolvenzen bei Zulieferern oder Kunden. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die folgenden Kennzahlen heran:
Die Leistungsindikatoren haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
Angaben: bps sind Basispunkte Da im Vorjahr keine Leistungsindikatoren prognostiziert wurden, erfolgt der Vergleich nur im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2021 konnten Umsatzerlöse in Höhe von 278 Mio. € (VJ: 261 Mio. €) erreicht werden, was einer Steigerung zum Vorjahr von 6,6% entspricht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die generelle Erholung der Corona-Pandemie und deren Auswirkung auf die Automobilbranche wie aber auch gebuchtes Neugeschäft zurückzuführen. Die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe betrugen 72 Mio. € (VJ: 63 Mio. € / +15,8% zum VJ), was einer Quote von 26,0% bezogen auf die Umsatzerlöse entspricht. Diese Erhöhung ist zum einen auf die Steigerung der Absätze und damit verbundenen Umsatzerlöse zurückzuführen, wie auch auf eine Preissteigerung über nahezu alle Rohmaterialien und Lieferanten. Die Personalkosten (Positionen 6.a und 6.b in der Gewinn- und Verlustrechnung) beliefen sich auf 107 Mio. € (VJ: 99 Mio. € / +8,2% zum VJ), was einer Quote von 38,4 % in Relation zu den Umsatzerlösen entspricht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 59 Mio. € (VJ: 52 Mio. €). Im Wesentlichen ist diese Erhöhung zurückzuführen auf produktionsbezogene Leistungen, Verwaltungs- und Vertriebskosten. Die Erträge aus Beteiligungen verdoppelten sich von 2,3 Mio € auf 4,6 Mio € aufgrund guter Geschäftsentwicklungen bei den beteiligten Unternehmen. Finanzlage Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Die durchschnittliche Auslastung über das Berichtsjahr hinweg kann ebenfalls als gut bezeichnet werden, obwohl sie unterjährig starken Schwankungen unterlag. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Hier gab es im Berichtsjahr keine nennenswerten Vorkommnisse, gleichwohl unsere Kunden und Lieferanten ebenfalls den starken Schwankungen am Markt ausgesetzt waren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 13 Mio. € (VJ: 12 Mio. € / +10,2% zum VJ), was einer Quote von 5,6 % (VJ: 5 %) der Bilanzsumme entspricht. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der vorgegebenen Zahlungsziele beglichen werden. Vermögenslage Zum Bilanzstichtag beträgt die Bilanzsumme 233 Mio. € (VJ 236 Mio. €, davon 141 Mio. € (VJ 142 Mio. €) Anlagevermögen und Umlaufvermögen in Höhe von 91 Mio. € (VJ 95 Mio. €). 2021 wurden Investitionen von 20 Mio. € (VJ 16 Mio. €) getätigt, welche hauptsächlich zur Kapazitätserweiterung und Prozessoptimierung in die Beschaffung von Werkzeugen, Spritzgießmaschinen und Montageautomaten und eine Gebäudeerweiterung flossen. Zur besseren Versorgung wurden die Bestände mengenmäßig erhöht. Zusätzlich kamen die höheren Einkaufspreise zum Tragen. Das Eigenkapital beträgt 176 Mio. € (VJ 173 Mio. €), was einer Eigenkapitalquote von 75,7 % (VJ 73,3 %) entspricht. Die Rückstellungen in Höhe von 12 Mio. € (VJ 15 Mio. €) sind überwiegend durch sonstige Rückstellungen in Höhe von 10 Mio. € (VJ 12 Mio. €) gekennzeichnet. Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum Jahresende auf 45 Mio. € (VJ 48 Mio. €). Diese werden insbesondere durch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 30 Mio. € (VJ 34 Mio. €) geprägt. Die Tilgung der Darlehen erfolgte planmäßig mit 4 Mio. € (VJ 4 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 13 Mio. € (VJ 12 Mio. €). Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Zusammengefasst lässt sich zu der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sagen, dass die Unternehmensleitung auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2021 zurückblicken kann, auch wenn die erreichten Werte vor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie und Abrufreduzierungen im zweiten Halbjahr unter den Erwartungen an das Berichtsjahr lagen. Das Unternehmen verfügt über einen hohen Liquiditätsbestand und im Verhältnis geringe Bankverbindlichkeiten. Die restlichen Verbindlichkeiten sind kurzfristiger Natur und könnten aus den liquiden Mitteln sofort bedient werden. Kontokorrentkredite wurden nicht in Anspruch genommen. Der Eigenkapitalanteil ist für die Branche sehr hoch. Daher wird die Finanz- und Vermögenslage als sehr gut beurteilt. Sonstige Angaben Es liegen nach dem Stichtag bis zur Erstellung des Berichtes keine Erkenntnisse vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die im Bericht erläuterte, wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Berichtsjahr hätten. Mitarbeiter Zum Stichtag betrug der Personalbestand (Head Count) 1.612 Mitarbeiter, davon 89 Auszubildende und Studenten. Im Berichtsjahr wurde, wie auch schon in den Vorjahren, umfassend in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Hierzu zählten neben fachlichen Weiterbildungen auch die Weiterbildung in Führungskompetenzen, sicherheitsrelevanten Themenbereichen, Produkt- und Prozessqualität sowie dem Umweltschutz. Bedingt durch die im Berichtsjahr bestehenden Hygiene- und Abstandsmaßnahmen bezüglich der Coronapandemie, fanden Veranstaltungen weitestgehend in Onlineformaten statt. Regelmäßige Mitarbeitergespräche wie auch Zufriedenheitsumfragen rundeten den Aufgabenbereich des Personalmanagements ab. Umwelt und Energiemanagement Um Umwelt-, Energie- und Unfallrisiken zu minimieren ist der Raymond Konzern im Umweltbereich nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) und DIN EN ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert. Regelmäßige Schulungen sowie interne und externe Audits minimieren die Unfall- und Umweltrisiken der Gesellschaft. Ein eigenes Energie Management Team befasst sich mit Auswertung und Analyse der Energiekennzahlen sowie kontinuierlichen Verbesserungen zur Senkung des Energieverbrauches. Corporate Social Responibility (CSR) Um der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, existiert im Raymond Konzern wie auch im gesamten Netzwerk ein Corporate Social Responsibility (CSR) Regelwerk, welches sich mit dem Verhalten des Unternehmens und deren Mitarbeiter im Kontext der gesellschaftlichen Verantwortung befasst. Ein eigenes Charity Team, welches sich um monetäre und nicht-monetäre Unterstützung sozialer Einrichtungen kümmert, runden die ergriffenen Maßnahmen ab. Das Compliance System sowie das Internal Control Management des Unternehmens beschäftigt sich im Wesentlichen mit dem Ethik- und Verhaltenskodex, sowie Anti-Korruptions-Richtlinien, Richtlinien zu wettbewerbskonformem Verhalten und einem internen Kontroll- und Whistleblowing-System. Diese Systeme basieren auf nationale und internationale Gesetze und Richtlinien, wie auch Grundwerte und Vorgaben des Unternehmens. Chancen-, Risiko-, Prognosebericht Chancenbericht Erholung aus Corona Pandemie Als eine der größten Chancen, welche auch in unsere Planung und Prognose eingeflossen ist, sehen wir die Erholung der weltweiten Corona Pandemie und eine damit einhergehende Erholung und Stabilisierung der Kaufkraft und eine Stabilisierung der Lieferketten in der Automobilbranche. Parallel haben Automobilhersteller und Zulieferer aus den Erfahrungen der letzten zwei Jahre zunehmend an der Resilienz ihrer Zulieferketten und Auslastung der Produktionskapazität gearbeitet, was annehmen lässt, dass die Schwankungen in den Produktionszahlen und Automobilabsätzen in den nächsten Monaten zurückgehen werden und somit einhergehend auch für uns eine Stabilisierung und Erholung der Absätze nach sich zieht. Bestandsgeschäft Im Bereich des Bestandsgeschäftes sehen wir wie auch der Engine Production Forecast 5von IHS Markit weiterhin bei den PKW mit klassischen Verbrennungsmotoren mit und ohne Start/Stop Funktion eine Zunahme des Absatzmarktes. Ebenso wird der Absatz der Mild- und Full Hybrid über die nächsten Jahre stark wachsen. Einhergehend mit dieser Erholung der letzten zwei Jahre bzw. dem weiteren Wachstum der Produktionszahlen bei den Automobilherstellern, rechnen auch wir mit einer analogen Zunahme unseres Bestandsgeschäftes und Absatzes in diesen Anwendungsgebieten. Neuentwicklungen Ein hochqualifiziertes Team aus den Bereichen Entwicklung, Vorentwicklung und Business Development der Raymond KG beschäftigt sich ausschließlich mit den Anforderungen der Automobilindustrie. Durch unser gutes Verhältnis zu unseren Kunden, unsere Innovationskraft im Hinblick auf Verfahren und Produkte und unsere guten Vertriebs- und Marketingstrategien sehen wir in den stark wachsenden Märkten großes Potenzial, weitere Absatzmöglichkeiten zu identifizieren und zu nutzen. Weiterhin sind wir zuversichtlich, durch unsere innovativen Produktlösungen Bestandskunden fortlaufend an uns zu binden und neue Kunden überzeugen zu können. Des Weiteren sehen wir auch bei den klassischen Verbrennungsmotoren und in der Elektromobilität ein großes Absatzpotenzial, welches wir auch zukünftig durch Produktneuerungen bedienen werden können. Die Produkte werden sowohl im Verbrenner als auch im Elektrofahrzeug benötigt. In unserer strategischen Ausrichtung spielen zudem alternative Märkte und Anwendungsgebiete unserer Produkte eine zunehmende Rolle, weshalb entsprechende Kapazitäten aus den Bereichen Entwicklung, Vorentwicklung und Business Development auf die Identifikation neuer Absatzwege verwendet werden. Risikobericht Zentrale Risikofelder Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern ist Bestandteil des Risikomanagements der Gesellschaft, um Gefahrenpotenziale zu minimieren und Chancen zielgerecht und erfolgreich zu nutzen. Hierzu werden verschiedenste Daten aus SAP, MES und diverser anderer Programme mit Hilfe einer „Business Intelligence Software“ herangezogen und zu tages-, wochen- und monatsaktuellen KPI und Reports ausgewertet. Diese KPIs und Auswertungen werden, im Hinblick auf den Zielerreichungsgrad, in wöchentlichen und monatlichen Managementmeetings mit der Unternehmensleitung besprochen. Ziel ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und diese in unsere operative wie strategische Planung zielorientiert einfließen zu lassen. Wirtschaftliche Risiken Auch wenn laut dem Global Sales and Production Forecast von IHS Markit in allen Absatzmärkten der Automobilbranche für das Jahr 2022 mit einem zum Teil deutlichen Wachstum zu rechnen ist, so sind nachfolgende Risikofelder weiterhin vorhanden und bedürfen einer stetigen Evaluierung hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Folgen für die Raymond KG und das Netzwerk als global aufgestellter Automobilzulieferer. Nach wie vor ist als größtes Risiko die globale Pandemie des SARS-CoV-2-Virus zu nennen. Auch wenn zwischenzeitlich einige Impfstoffe auf dem Markt sind, und in vielen Ländern eine hohe Zahl der Bevölkerung vollständig geimpft ist, kann es auch weiterhin zu Einschränkungen, bedingt durch die Pandemie kommen. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass es bedingt durch Quarantänemaßnahmen auf Seiten der Lieferanten in den Zuliefererketten zu (vorübergehenden) Werksschließungen oder Kapazitätsreduzierungen kommt. Dies würde sich höchstwahrscheinlich negativ auf die Beschaffung von Rohmaterialien und Zukaufteile unseres Unternehmens auswirken, was im schlimmsten Fall eine Verringerung oder sogar ein teilweises Herunterfahren der Produktionsleistung nach sich ziehen würde. Ebenso können genannte Gründe aber auch bei Tier1 und den OEM zu einer Verringerung der Produktionsleistung führen, was sich dann umgekehrt negativ auf den wirtschaftlichen Absatz der Gesellschaft auswirken würde. Losgelöst von den genannten direkten Auswirkungen vermögen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in anderen Wirtschaftsbranchen mittelfristig zu einem allgemeinen Verlust der Kaufkraft führen, was sich sehr wahrscheinlich in den Verkaufszahlen der Automobilbranche widerspiegelt und somit indirekt auch Auswirkungen auf die Absätze der Zulieferbetriebe haben wird. Dennoch sind wir zuversichtlich, anhand der sich etwas entspannenden Lage bei der Pandemiebekämpfung in Bezug auf die Omikron Variante, dass die Auswirkungen der Pandemiebekämpfung national und global keine so starken Auswirkungen auf die Wirtschaft im Jahr 2022 haben werden wie im Berichtsjahr oder sogar dem Jahr davor. Als zweites und sehr aktuelles Risiko ist die Lage im Russland-Ukraine Konflikt zu nennen. Durch den Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine hat die Europäische Union gegenüber der Russischen Föderation Sanktionen verhängt. Ob und in welchem Umfang noch weitere Sanktionen verhängt werden, und wie lange diese andauern werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Ein Embargo von Gas- und Öllieferungen der Russischen Föderation gegenüber der Europäischen Union hätte mit großer Wahrscheinlichkeit auch negative Auswirkungen auf die Europäische Wirtschaft. Je nachdem wie groß Ausfälle dieser Rohstoffe sind, und in welchem Maße sie über andere Länder ausgeglichen werden können, kann es innerhalb der Europäischen Union und anderen Ländern, die sich dem Embargo angeschlossen haben, zu deutlicher Verknappung dieser Rohstoffe und gleichzeitige Preissteigerungen führen. So würde ein daraus resultierender Anstieg der Inflation sicher auch eine negative Auswirkung auf die Kaufkraft der Bevölkerung haben, was sich dann wahrscheinlich auch negativ auf den Automobilabsatz in Europa auswirkt. Dies wiederum würde sich auch auf die Umsatzentwicklung unseres Unternehmens widerspiegeln. Auch würde sich sicher eine Verteuerung und Verknappung dieser Energierohstoffe in einer weiteren Verknappung und Verteuerung von Rohmaterialein auswirken, die wir zur Herstellung unserer Produkte benötigen. Auch könnte ein Lieferembargo der Europäischen Union in die Russische Föderation zum Nachteil für die Europäische Wirtschaft sein, also auch der Automobilhersteller und Zulieferer. So ist zwar der direkte Umsatz mit unserem russischem Schwesterwerk und ukrainischen Kunden für uns zu vernachlässigen, allerdings laut IHS Markit beträgt der russische Markt ca. 6,7% zum Umsatz der europäischen Automobilherstellern bei. Sollte sich dieser Markt durch Sanktionen verschließen, und dieser Umsatzanteil bei europäischen Automobilherstellern ausbleiben, hätte das wahrscheinlich auch negative Auswirkung auf unseren Umsatz innerhalb dieser Zulieferkette. Des Weiteren könnte eine sich länger andauernde Schließung von ukrainischen Automobilzulieferern deutlich negativ auf die Lieferketten und Produktionsleitungen der europäischen Automobilherstellern auswirken, was sich wiederum auf unsere Absatz- und Umsatzzahlen auswirken würde. Die Deutsche Bundesbank prognostizierte Ende 2021 eine Teuerungsrate von 3,6% in Deutschland für das Jahr 2022. Speziell, laut Bundesbank, sei dies auf Rohstoffpreise für Energie, Kostenumlage von Unternehmen für Liefer- und Transportengpässe au Verbraucher und Ausweitung der Gewinnmargen bei starker Nachfrage zurückzuführen. Diese recht hohe Teuerungsrate, welche sich auch durch den Russland-Ukraine Konflikt noch verstärken könnte, kann sowohl einen negativen Einfluss auf den PKW-Absatzmarkt wie auch der Rohmaterialpreise haben, welches eine zusätzliche finanzielle Belastung unseres Unternehmens darstellen würde. Die oben genannten Wirtschafts- und Absatzrisiken sind für die Gesellschaft nicht zu vernachlässigen und bedingen einer ständigen Kontrolle und Evaluation hinsichtlich derer Chancen und Risiken. Neu gewonnen Erkenntnisse werden bezüglich ihres Einflusses auf den wirtschaftlichen Verlauf und die Zielerreichung der Gesellschaft geprüft, und die Auswirkungen mittels Forecast Berechnungen ermittelt. Aktuell schätzen wir die Erreichung der Ziele bezüglich Umsatzes und Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis als wenig gefährdet ein. Beschaffungsrisiken Die von unserem Einkauf regelmäßig durchgeführten Lieferantenkontaktierungen und -verhandlungen, bis hin zu Lieferantenaudits, sind Maßnahmen zur zukünftigen Sicherstellung der Lieferung von benötigten Rohmaterialien und Zukaufteile. Darüber hinaus sichern wir uns durch regelmäßige Lieferantenbewertungen durch unseren Einkauf und die Kreditorenbuchhaltung gegen einen Lieferanten- und Lieferausfall ab. Die Beschaffungssituation am Rohmaterialmarkt hat sich insoweit entspannt, dass uns aktuell keine Force Majeure von Lieferanten vorliegen. Daher gehen wir für das Jahr 2022 von einer weiteren leichten Entspannung am Rohmaterialmarkt aus. Nichts destotrotz ist und wird die Lage weiterhin angespannt bleiben bei der Beschaffung von Rohmaterialien und auch deren Preisentwicklung, so dass wir auch weiterhin engmaschig mit unseren Lieferanten in Abstimmung bezüglich Liefermengeneinteilungen sein werden. Schon vor dem Ausbruch des Russland-Ukraine Konfliktes war die Situation um Strom, Gas, Öl und Kohle global wie auch in der Europäischen Union angespannt, was sich auch deutlich an den Einkaufspreisen im Berichtsjahr bemerkbar machte. Durch aktuell und auch eventuell zukünftig verhängte Sanktionen der Europäischen Union gegenüber der Russischen Föderation halten wir das Risiko einer weiteren Verknappung von Rohmaterialien, Gas, Öl, Kohle und Strom für nicht zu vernachlässigen. Dies würde sich negativ auf Verfügbarkeit und Einkaufspreise beziehungsweise gesamtwirtschaftliche Teuerungsrate für die europäische und deutsche Industrie auswirken, also auch auf unser Unternehmen sowie das A. Raymond Netzwerk. Produkthaftungsrisiken Um die Auswirkungen von Haftungsrisiken wegen Schlechtleistungen bzw. Fehlfunktionalität und damit einhergehenden Schadenersatzansprüchen von Kunden zu minimieren, wurde mit einem Versicherungsschutz entgegengewirkt. Neben dieser finanziellen Absicherung wirken wir auch durch entsprechende System- und Prozessaudits sowie mit einem Qualitätsmanagementsystem einer Schlechtlieferung entgegen. Die spezifischen Kundenanforderungen in die Produktentwicklung einfließen zu lassen, und auch im Fertigungsprozess entsprechend zu berücksichtigen, ist ebenfalls Bestandteil zur Absicherung gegen fehlerbehaftete Produkte. So werden kundenspezifische Anforderungen an Sauberkeit, Dichtheit und Langlebigkeit des Produktes in Langzeitverfahren in unserem eigenen Labor getestet. Finanzwirtschaftliche Risiken Um den Finanzbedarf der Gesellschaft zu überwachen und die finanzielle Unabhängigkeit weiterhin sicher zu stellen, werden regelmäßige Forecasts zu Umsatz, Gewinn- und Verlustrechnung, wie auch der Cashflow Rechnung erstellt. Soweit wirtschaftlich sinnvoll und möglich, werden wesentliche Risiken durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Durch eine jährlich stattfindende neue Identifizierung und Bewertung der Risiken durch unser Versicherungsunternehmen, wie auch intern durchgeführte Risikoaudits, werden Relevanz und Deckungshöhe überprüft und ggf. neu angepasst. Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft keinen nennenswerten Währungsschwankungen ausgesetzt. Umsatz und Materialeinkauf werden weitestgehend in Euro abgewickelt. Transaktionen in Fremdwährung sind von untergeordneter Bedeutung. Durch unser Debitoren- und Kreditorenmanagement werden unsere Kunden wie auch Lieferanten regelmäßig bezüglich ihres Zahlungsverhalten und ihrer Bonität überprüft und ggf. neu eingestuft. Mögliche Zahlungs- und Lieferausfälle decken wir mit entsprechenden Avalen und Kreditversicherungen ab. Aktuell sehen wir keine nennenswerten finanzwirtschaftlichen Risiken für die Gesellschaft, gleichwohl ist uns bewusst, dass auch weiterhin die Coronapandemie und ihre Folgen sowohl Kunden als auch Lieferanten in finanzielle Schieflage bringen kann. Gleiches gilt für die noch nicht absehbaren Auswirkungen des Russland-Ukraine Konfliktes und der damit verbundenen Sanktionen der Europäischen Union. Oben genannte Finanzmechanismen helfen uns, dieses Risiko zu identifizieren, zu überwachen und zu minimieren. Gesamtaussage zu den Risiken Aktuell schätzen wir die Gesamtrisikosituation bei der Raymond Konzern als eher gering ein, auch wenn weiterhin Ausfälle bedingt durch die Coronapandemie sowie die aktuelle Lage im Russland-Ukraine Konflikt nicht zu vernachlässigen sind. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir keine bestandsgefährdenden Risiken sehen und der künftige Fortbestand des Unternehmens gesichert ist. Prognosebericht Für die weltweite Entwicklung der Wirtschaft sagt der IWF in seinem World Economic Outlook***** ein Wirtschaftswachstum von 4,4% voraus, für den Euroraum sollen es 3,9% sein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz****** prognostiziert für das Geschäftsjahr 2022 eine Zunahme des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 3,6% gegenüber dem Vorjahr und sieht damit eine sich erholende konjunkturelle Entwicklung in Bezug auf die Coronapandemie und deren Auswirkung im Vorjahr. Dies lässt eine positive Entwicklung der Kaufkraft im Jahr 2022 vermuten, die sich wiederum positiv auf den PKW-Absatz auswirken könnte. Letztendlich kann dies aber noch negativ beeinflusst werden, durch das weitere Geschehen der Coronapandemie und des Russland-Ukraine Konfliktes wie weiter unten im Risikobericht beschrieben. Das Marktanalyseunternehmen IHS Markit sagt in ihrem am 19. Januar 2022 veröffentlichtem Global Sales and Production Forecast******* eine Zunahme der global produzierten PKW auf 82,9 Mio. Stück in 2022 im Vergleich zu 76,4 Mio. Stück im Berichtsjahr 2021 voraus. Dies entspricht einer Steigerung von 8,5% zum Vorjahr. Für das Jahr 2023 wird eine weitere Steigerung um 9,5% auf 90,8 Mio. Stück prognostiziert. Für Europa wird ein Wachstum von 13,9 Mio. Stück im Berichtsjahr auf 16,7 Mio. Stück im Folgejahr 2022 vorausgesagt, was einer Wachstumsrate von 19,6% entspricht. Für den weltweit größten Markt China wird ein Wachstum von 24,3 Mio. Stück in 2021 auf 24,5 Mio. Stück in 2022 vorausgesagt. Die daraus resultierende Wachstumsrate beträgt 0,9%. Daneben ist Nordamerika als drittgrößter Markt zu nennen, in welchem die PKW-Produktion um 16,6% wächst von 13,0 Mio. Stück in 2021 auf 15,2 Mio. Stück in 2022. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit Ausnahme vom chinesischen Markt, weltweit doch mit einem deutlichen Anstieg der Produktionszahlen der PKW zu rechnen ist laut IHS Markit. In diese Prognosen fliesen eine positive Erwartung an den weiteren Verlauf der weltweiten Coronapandemie ein. Sowohl IHS wie auch wir gehen davon aus, dass die Auswirkungen der Pandemie und der Maßnahmen zu derer Eindämmung nicht mehr so stark sein werden wie noch im Berichtsjahr oder dem Jahr 2020. Ebenso gehen sowohl wir wie auch IHS von einer sich allmählich entspannenden Lage im Bereich der Elektrochip Verfügbarkeit aus, so dass es zu keinen so großen Lieferengpässen mehr kommen sollte und sich die Lage im Laufe des Jahres noch weiter entspannen sollte. In die Prognose soweit kaum eingeflossen ist der Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine. Die Länge des Konfliktes, Art und Auswirkungen können zum heutigen Zeitpunkt nur sehr vage beurteilt werden. Wir gehen hierzu tiefer im Risikobericht ein. Die Auftragslage und eingeteilten Kundenabrufe zum Stichtag 31.12.2021 können als durchweg positiv angesehen werden nach den starken Reduzierungen der Vormonate. Die gute Auftragslage zeichnet sich auch zu Beginn des Jahres 2022 weiter fort. Diese Prognosen wurden, in der Absatz- und Umsatzplanung der Gesellschaft berücksichtigt, wohlwissen dass Ereignisse wie die Coronapandemie, Lieferengpässen und auch die aktuelle Lage in der Russland-Ukraine Kriese einen stärkeren Einfluss haben können als aktuell in dieser Prognose angenommen. Es bleibt auch abzuwarten, ob sich derzeitige Preisentwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten nachhaltig anhält. Eine Weitergabe der Kostensteigerungen an die Kunden gestaltet sich schwierig. Zusammenfassend, unter Berücksichtigung der oben erläuterten Gesichtspunkte, gehen wir für das Geschäftsjahr 2022 des Raymond Konzern weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus und erwarten zukünftig eine Steigerung des Umsatzes um etwa 15,8% von 278 Mio. € auf 322 Mio. €. Mit dieser Steigerung des Umsatzes geht analog die Steigerung des EBIT von 11 Mio. € auf 13 Mio. € um 18% einher. Es wird davon ausgegangen, dass das IATF 16949 ebenfalls erreicht wird.
Lörrach, den 30. November 2022 A. Raymond GmbH & Co. KG Antoine Raymond, Geschäftsführer Mathias Greger, Geschäftsführer Emmanuel Le Flem, Geschäftsführer Jürgen Trefzer, Geschäftsführer *World Econimic Outlook Update, January 2022: Rising Caseloads, A Disrupted Recovery, and Higher Inflation (imf.org) **Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 2,7% gestiegen - Statistisches Bundesamt (destatis.de) ***Inflationsrate 2021: + 3,1 % gegenüber dem Vorjahr - Statistisches Bundesamt (destatis.de) ****Around the World Global Sales and Production Webinar January 2022 *****World Econimic Outlook Update, January 2022: Rising Caseloads, A Disrupted Recovery, and Higher Inflation (imf.org) ******BMWK - Jahreswirtschaftsbericht 2022: Transformation innovativ gestalten (bmwi.de) *******Around the World Global Sales and Production Webinar January 2022 KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021AKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021A. RAYMOND GMBH & CO. KG, LÖRRACHI. Allgemeine Angaben 1. Allgemeine Informationen Die A. Raymond Gruppe ist ein globaler Partner für Befestigungs- und Montagelösungen. Die Muttergesellschaft des deutschen A. Raymond Konzerns ist die A. Raymond GmbH & Co. KG. Hierbei handelt es sich um eine Personengesellschaft mit Sitz in 79539 Lörrach, Teichstr. 57. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRA 411117 eingetragen. Das Kommanditkapital ist vollständig einbezahlt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Going Concern Prämisse. 2. Gesetzliche Grundlagen und allgemeine Angaben Der konsolidierte Konzernabschluss ist gemäß §§ 11, 13 PublG in sinngemäßer Anwendung der §§ 290-314 HGB erstellt worden. Für die Darstellung der Bilanz wurde das Gliederungsschema nach § 266 HGB gewählt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden insgesamt in der Bilanz gemacht. Gem. § 13 Abs. 3 S. 2 Hs. 2 PublG ist der Konzernabschluss nicht um einen Eigenkapitalspiegel und eine Kapitalflussrechnung zu erweitern. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 HGB angewandt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 3. Konsolidierungskreis In den deutschen Konzernabschluss werden die A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach, sowie deren 100%-ige Tochtergesellschaft ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH, Eschbach, einbezogen, da die Anforderungen des § 11 PublG erfüllt sind (kleinster Konsolidierungskreis). Die Größenkriterien wurden in 2021 in drei aufeinanderfolgenden Jahren übertroffen, weshalb die Konsolidierungspflicht gegeben ist. 4. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gem. § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode, wobei die Anteile des Mutterunternehmens mit dem neubewerteten Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschungsmöglichkeit verrechnet wird. Weiterhin werden gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten gem. § 303 HGB, gegenseitige Aufwendungen und Erträge nach § 305 HGB sowie Zwischenergebnisse nach § 304 HGB eliminiert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen und Skonti bilanziert, vermindert um planmäßige sowie bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten neben Softwarelizenzen, die über eine Laufzeit von 3 Jahren abgeschrieben werden, unter anderem auch einen Goodwill, der über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben wird. Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten bewertet und sind zum Nennwert angesetzt. 2. Sachanlagevermögen Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen und Skonti bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Nutzungsdauern belaufen sich auf 3 bis 15 Jahre. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten bewertet und sind zum Nennwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 werden im gleichen Jahr abgeschrieben, wobei gleichzeitig unterstellt worden ist, dass alle Wirtschaftsgüter zum 1. Januar des Jahres zugegangen sind. 3. Finanzanlagevermögen Das Finanzanlagevermögen besteht zum größten Teil aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen. Diese wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer vorübergehenden Wertminderung wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Finanzanlagen nicht abzuschreiben. Die 100%-ige Tochtergesellschaft ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH mit einem gezeichneten Kapital von 25.000,00 € wurde in vollem Umfang in den Konzernabschluss einbezogen. 4. Vorräte Zur Bewertung der Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wird die Methode des gleitenden Durchschnitts angewandt. Des Weiteren wird dem Reichweitenrisiko der Bestände dahingehend Rechnung getragen, dass die Bestände, je nach zukünftigem Verbrauch (Grundlage ist der durchschnittliche Verbrauch aus der Vergangenheit), auf der Basis einer pauschalen Wertberichtigungssystematik prozentual abgewertet werden. Ein Teil der Ersatzteile wird als Festwert angesetzt. Eine erneute Überprüfung des Festwertes fand im Geschäftsjahr 2020 für die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH statt sowie im Geschäftsjahr 2021 für die A. Raymond GmbH & Co. KG. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und allgemeine Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Bei den unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesenen Werkzeugen erfolgte zum Bilanzstichtag eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Bezüglich der Ermittlung der Herstellungskosten gelten die Ausführungen zu den unfertigen Erzeugnissen sinngemäß. Des Weiteren wird zum Bilanzstichtag untersucht, ob der Marktwert aus Sicht des Absatzmarktes unter die Herstellungskosten gesunken ist, und ob im Rahmen der verlustfreien Bewertung auf den niedrigeren Marktwert abgewertet werden muss. Ein Abwertungsbedarf ergab sich dabei nicht. Darüber hinaus wird dem Reichweitenrisiko dahingehend Rechnung getragen, dass die Bestände je nach zukünftigem Verbrauch (Grundlage ist der durchschnittliche Verbrauch in der Vergangenheit) auf der Basis einer pauschalen Wertberichtigungssystematik prozentual abgewertet werden. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessener dotierter Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. 6. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert. 7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wurden auf der Aktivseite Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. 8. Latente Steuern Latente Steuern wurden in Höhe der Steuerbelastung auf den Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanzwert ermittelt. Zur Berechnung der Steuerbelastung wurde ein Steuersatz von 45,0% für die Einkommensteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie Gewerbesteuer herangezogen. Aktive latente Steuern werden gemäß Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. Die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffen die Abschreibungen, die Rückstellungen für drohende Verluste sowie Pensions- und Personalrückstellungen. 9. Eigenkapital Das Kommanditkapital ist zum Nennwert bilanziert. 10. Rückstellungen Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wurden für im Geschäftsjahr 2021 erhaltene Lieferungen und Leistungen gebildet, für die die Rechnungen zum Aufstellungsdatum des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 noch nicht eingegangen sind. Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird pauschal mit 0,5 % des Umsatzes der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres angesetzt, exklusive der Umsätze mit Handelswaren. Darüber hinaus werden Einzelrisiken gesondert bewertet und zurückgestellt. Die Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Gleitzeit wurden zur Abdeckung der Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern aufgrund bestehender Urlaubsansprüche bzw. aufgebauter Gleitzeit gebildet. Bei der Berechnung wurden das Bruttoarbeitsentgelt und der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung berücksichtigt. Der individuelle Jahresaufwand wurde zu 250 Arbeitstagen in Beziehung gesetzt. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen zum 31. Dezember 2021 umfasst den Erfüllungsrückstand und die Aufstockungsbeträge für die in Altersteilzeitarbeit befindlichen sowie potentiellen Mitarbeiter. Grundlage für die Altersteilzeitverpflichtungen sind die Tarifverträge "Tarifvertrag zur Altersteilzeit" sowie der "Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente" (gültig ab 1. Januar 2010) der Tarifpartner der Metallindustrie. Die Verpflichtungen zur zukünftigen Zahlung der Aufstockungsbeträge stellen Abfindungsverpflichtungen des Arbeitgebers dar und sind als Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB zu passivieren. Dabei ist die Rückstellung zu dem Zeitpunkt zu bilden, zu dem der Abschluss einer Altersteilzeitvereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer vorliegt (vgl. IDW RS HFA 3, Tz. 8-9 i.V.m. Tz. 13). Weiterhin sehen die Tarifverträge eine Obergrenze der Anspruchsberechtigten i.H.v. 4 % der Beschäftigten vor. Da durch die zugrundeliegenden Tarifverträge eine Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung vorliegt, kann sich der Arbeitgeber seiner Abfindungsverpflichtung bis zur o.g. Obergrenze nicht entziehen. Somit sind nach RS HFA 3 die Aufstockungsbeträge auch potenzieller Anspruchsberechtigter in der Rückstellung zu berücksichtigen. Es wurden ausschließlich Altersteilzeitverträge im Rahmen des sogenannten Blockmodells abgeschlossen. Der Bewertung liegt ein Zinssatz von 0,85 % p.a. und ein Gehaltstrend von 3,0 % p.a. zugrunde. Die Verzinsung des Vorjahresverpflichtungswertes wurde im Zinsaufwand erfasst. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurden anhand des versicherungsmathematischen Gutachtens der Mercer Deutschland GmbH bilanziert. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen in der Handelsbilanz wurde auf Basis des HGB durchgeführt. Die Bewertung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Stichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Rentenentwicklung ermittelt worden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Als Rechnungszinssatz wurden p.a. 1,35% (7-Jahres-Durchschnitt) angesetzt. Als Rententrend wurde p.a. 2,00% angesetzt. Die Berechnung der Rückstellung für die Witwenleistungsanwartschaft erfolgte teils nach der sog. kollektiven Methode, bei der die Verheiratungswahrscheinlichkeiten der verwendeten Rechnungsgrundlagen zugrunde gelegt wurden, sowie teils nach der sog. individuellen Methode, d.h. auf Basis der tatsächlichen Daten des/r Ehegatten/in. Darüber hinaus wurden auch nicht zugesagte, aber Kraft Richterrechts bestehende Witwerleistungsanwartschaften nach der kollektiven Methode eingerechnet. Die Steuerrückstellungen setzen sich zusammen aus Gewerbesteuerrückstellungen sowie Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für das Wirtschaftsjahr 2020. 11. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um ein verzinstes Darlehen gegenüber zwei Gesellschaftern. 12. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisations- und Imparitätsprinzip beachtet. 13. Passive Rechnungsabgrenzung Für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wurden auf der Passivseite Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. III. Erläuterung zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über 5 Jahre abgeschrieben und hat einen Restbuchwert in Höhe von 76.400,00 € (Vorjahr 152.800,00 €). Die Abschreibungsdauer von 5 Jahren wurde gewählt, da eine durchschnittliche Artikellaufzeit ebenso lang ist und einer Fahrzeuggeneration entspricht. 2. Finanzanlagen Die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH wurde als 100-ige Tochter in den Konzernabschluss einbezogen. Die anderen Tochtergesellschaften sind als Beteiligungen gem. § 271 Abs. 1 HGB einzustufen. Auf diese Gesellschaften wird kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt, da die anderen Anteilsinhaber an diesen Gesellschaften die gleichen Anteilsinhaber wie an der A. Raymond GmbH & Co. KG sind. Es handelt sich hierbei um Beteiligungen an den folgenden Gesellschaften:
3. Forderungen Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 1.266.845,77 € (Vorjahr 1.661.493,94 €). 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten neben Personalverpflichtungen in Höhe von 3.222.299,99 € (Vorjahr 5.547.318,02 €), im Wesentlichen Garantierückstellungen in Höhe von 561.200,00 € (Vorjahr 703.400,00 €), Rückstellungen für noch auszustellende Gutschriften an Kunden in Höhe von 216.100,00 € (Vorjahr 628.500,00 €) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.272.840,04 € (Vorjahr 994.532,40 €). Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 1.932.990,00 € (Vorjahr 2.108.375,00 €). Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen belaufen sich auf 3.923.400,00 € (Vorjahr 3.524.100,00 €). 5. Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beläuft sich der Betrag mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf 9.942.132,00 € (Vorjahr 13.942.152,00 €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten belaufen sich auf 13.130.331,94 € (Vorjahr 11.919.295,43 €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich auf 475.051,93 € (Vorjahr 584.291,63 €). IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse ist aus nachstehender Tabelle ersichtlich. Eine Unterteilung des Produktsortiments in Produktgruppen erfolgt aufgrund seiner Homogenität nicht.
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich aus der folgenden Tabelle.
V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB in Höhe von 311.186,00 € (Vorjahr 311.186,00 €) für Mietverhältnisse anderer A. Raymond-Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises. Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der prosperierenden Geschäftsentwicklung des Raymond Netzwerks als gering einzustufen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen beinhalten das Leasing der Kraftfahrzeuge. Die Vertragsdauer beträgt 3 bis 4 Jahre. Der abgezinste Betrag für die Restlaufzeit beläuft sich auf 559.015,35 € (Vorjahr 660.020,78 €). Der jährliche Aufwand für Gebäudemieten beträgt 1.714.362,48 € (Vorjahr 1.681.709,46 €). Aufgrund der vorliegenden Kündigungsrechte beträgt die Berechnungsgrundlage 12 Monate. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Aufgrund der kurzen Vertragslaufzeiten bei den Kraftfahrzeugen, sowie den Kündigungsmöglichkeiten bei den anderen Verträgen ergeben sich derzeit keine besonderen Risiken. 3. Beschäftigte Arbeitnehmer
4. Geschäftsführung Antoine R. Raymond, Grenoble (Frankreich), CEO der A. Raymond SCS A. Raymond Verwaltungsgesellschaft mbH, vertreten durch: Jürgen Trefzer, Schopfheim, die Berufsbezeichnung entspricht der Organstellung Jean-Yves Renaux, Bron (Frankreich) bis 30.06.2022, CEO der A. Raymond SCS Mathias Greger, Voiron (Frankreich) ab 01.09.2022, CEO der A. Raymond SCS Emmanuel Le Flem, Lyon (Frankreich) ab 01.07.2022, CEO der A. Raymond SCS 5. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 110.000,00 € und entfällt vollständig auf Jahresabschlussprüfungsleistungen. 6. Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen Wesentliche Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen i. S. des § 285 Abs. 21 HGB fanden im Berichtsjahr 2021 keine statt. 7. Nachtragsbericht Aufgrund des Ukraine-Russland-Krieges ergeben sich Preissteigerungen bei der Rohstoffbeschaffung sowie der Energieversorgung. Zum Aufstellungszeitpunkt liegen aber keine existenzgefährdende Risiken auf Grund dieser Krise vor. Des Weiteren sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die für die Geschäftsentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen würden.
Lörrach, den 30. November 2022 A. Raymond GmbH & Co. KG Antoine R. Raymond Jürgen Trefzer Mathias Greger Emmanuel Le Flem
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach, und ihrer Tochtergesellschaft (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz vom 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der A. Raymond GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 30. November 2022 Mazars GmbH & Co. KG Dr. Christian Back, Wirtschaftsprüfer Matthias Frye, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 9. Juni 2022 festgestellt. |
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