| Company | Information | Description |
|---|---|---|
A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach | Accounting / financial reports Unternehmensregister | Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Date: 12/23/2024Language: German |
A. Raymond GmbH & Co. KGLörrachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. RAYMOND GMBH & CO. KG, LÖRRACHDas A. Raymond Netzwerk mit seinem Hauptsitz in Grenoble, Frankreich, ist ein international tätiges, über 5 Generationen familiengeführtes Unternehmen, das sich als feste Größe in der Automobilzulieferer Branche etabliert hat. Die Gruppe beschäftigt heute in weltweit 29 Produktionsstätten etwa 8.400 Mitarbeiter und ist auf ihrem Geschäftsfeld der Befestigungstechnik Marktführer in Europa und weltweit die Nummer zwei. Jährlich werden etwa sechs Milliarden Teile hergestellt. Heute umfasst das Produktportfolio etwa 10.000 verschiedene Artikel. ARaymond liefert zu 95% an die Automobilindustrie, hauptsächlich Schnellbefestigungen von Innenverkleidungen, Scheinwerfern, Sonnenblenden, Kabeln und verschiedenen Leitungen. Für ein einziges Fahrzeugmodell werden teilweise 500 bis zu 1.000 Schnellbefestiger in über 200 unterschiedlichsten Formen eingesetzt. Die A. Raymond GmbH & Co. KG (nachfolgend: „ARaymond KG“) entwickelt, produziert und vermarktet selbst die Produkte an die Automobilhersteller und deren System-/Modullieferanten. Diese befestigen eine Vielzahl von Einbauteilen innerhalb eines Fahrzeuges. Ebenfalls zum Produktportfolios der Unternehmensgruppe A. Raymond GmbH & Co. KG (nachfolgend: „ARaymond Konzern“ oder „ARaymond“) gehören Schnellbefestigungselemente für die Montage in der Automobilindustrie und Schnellverbinder für Treibstoffleitungen, die in der ARAYMOND Fluid Connection Germany GmbH (nachfolgend: „ARaymond Fluid“) produziert und vertrieben werden. Als Steuerungsgrößen für das Management des Unternehmens werden die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis (EBIT), die EBIT-Marge (Umsatz / EBIT), sowie die Auditierung nach IATF verwendet. Forschung und Entwicklung In der Entwicklung realisieren die technischen Projektleiter in enger Abstimmung mit den Konstrukteuren neue Produkte unter Berücksichtigung der jeweiligen Kundenanforderungen und Normen. Unterstützt wird das Team von 98 Mitarbeitern bei ihrer täglichen Arbeit von Materialexperten, den Verantwortlichen für die Serienwerkzeuge, sowie der Assistenz. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Labor, der Industrialisierung und der Qualität werden bestehende Produktlösungen ständig verbessert. Damit in Zukunft neue Technologietrends frühzeitig identifiziert und in neue Produkte überführt werden können, ist die Vorentwicklung in den Entwicklungsbereich integriert. Die Kosten für Forschung und Entwicklung beliefen sich im laufenden Jahr auf 15,5 Mio. € (Vorjahr 13,5 Mio. €). Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Laut dem World Economic Outlook des IWF* (1) ist die weltweite Wirtschaft im Berichtsjahr 2023 zum Vorjahr um 3,1% gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Abschwächung um 0,3%-Punkte. Für die Eurozone wurde ein Wachstum von 0,5% erzielt, welches einen deutlichen Rückgang um 2,9%-Punkte zum Vorjahr darstellt. Das weltweite Wirtschaftswachstum von 3,1% im Berichtsjahr 2023 war wesentlich getrieben durch staatliche und private Ausgaben, hohe Erwerbsbeteiligung und real verfügbare Einkommenszuwächse, sowie Lösung von Lieferkettenproblemen aus der Zeit der Pandemie und kürzeren Lieferzeiten. Speziell im Euroraum wurde das Wachstum deutlich gedämpft durch eine schwache Verbraucherstimmung, die anhaltenden Auswirkungen hoher Energiepreise und die Schwäche der zinsabhängigen Industrie- und Unternehmensinvestitionen. Laut Statistischem Bundesamt* (2) lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für das Berichtsjahr in Deutschland um -0,3% niedriger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist primär auf einen Kaufkraftverlust und der Kaufzurückhaltung im privaten wie auch staatlichen Konsum zurückzuführen, welche primär verursacht sind durch Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, Energie- und Nahrungsmittelpreisanstieg und gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten. Auch die Auslandsexporte konnten durch ihren Rückgang um 1,8% nicht positiv zu einem Wirtschaftswachstum beitragen. Die Inflation in Deutschland lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 5,9% im Vergleich zum Vorjahr. Als größte Einflussfaktoren nennt das Statistische Bundesamt* (3) hier die Teuerung der Nahrungsmittel, der Energieprodukte sowie Gebrauchsgüter und Dienstleistungen. * (1) https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024 * (2) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemtteilungen/2024/01/PD24_019_811.html * (3) inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut dem Global Sales and Production Forecast des IHS Markit* (4) vom Februar 2024 ist die globale Produktion der Personenkraftwagen (ohne Nutzfahrzeuge) von 82,3 Mio. Fahrzeuge im Vorjahr auf 90,3 Mio. Fahrzeuge im Berichtsjahr gestiegen, was einem Wachstum von 9,7% entspricht. Für Europa ist die Produktion der Personenkraftwagen von 14,8 Mio. Fahrzeuge im Vorjahr auf 16,7 Mio. Fahrzeuge im Berichtsjahr gestiegen, was einer Steigerung von 12,8% entspricht. Als Hauptfaktor für die gestiegenen Produktionszahlen sind laut IHS Markit* (4) insbesondere einhergehende Absatz- und Nachfragesteigerung zu nennen, welche auch um ca. 9% zunahm im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls positiv beeinflusst wurde die weltweite Produktion von Personenkraftwagen durch weiter anhaltende Stabilisierung der Lieferketten. Auch die Vorlaufzeit und Produktionskapazitäten im Halbleitermarkt haben sich erhöht. In China, als wichtigster globaler Markt, wurden die Absatz- und Produktionszahlen stark gefördert durch staatliche Förderungen bei Elektrofahrzeugen, Exportsteigerungen und Preisnachlässen der Hersteller. Negativ beeinflusst wurden diese Zahlen durch anhaltende Ängste vor einer Rezession und Kreditklemme. Die über das Jahr hinweg aufgebauten Lagerbestände an fertig produzierten Personenkraftwagen führten hin zu einer immer mehr werdenden nachfrageorientierten Produktion, welche aber speziell in Europa und Deutschland bezüglich sich verändernden CO2 -Normen und Subventionen einer starken Unsicherheit unterliegt. * (4) https://www.spglobal.com/mobility/en/products/automotive-light-vehicle-production-forecasts.html Geschäftsverlauf Im Folgenden werden die finanziellen Leistungsindikatoren des ARaymond Konzerns für das Berichtsjahr dargestellt und erläutert. Auf eine quartalsweise Darstellung wie in den zwei vorhergegangenen Jahren wird auf Grund sich abflachender Schwankungen innerhalb des Berichtsjahres verzichtet. Im Berichtsjahr konnte ein Gesamtumsatz von 330,2 Mio. € erzielt werden. Die Erwartungen an das Jahr mit 315 Mio. € Umsatz haben wir somit um 4,8% leicht überschritten. Dies resultierte im Wesentlichen aus weitergegebenen Preiserhöhungen. Der Produktumsatz wurde beeinflusst durch die im Vergleich zum Budget geringeren Kundenabrufe, welche sich speziell in der zweiten Jahreshälfte bemerkbar machten. Ein wesentlicher Faktor war unseres Erachtens die sich stetig füllenden Lager an fertig produzierten Automobilen bei den OEMs, wie auch sich füllende Lager bei unseren Kunden. Das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis (nachfolgend EBIT genannt) in Höhe von 14,8 Mio. € entsprach unseren Erwartungen in Höhe von 13,4 Mio. €. Die noch im Vorjahr deutlich anhaltenden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf deutsche und europäische Automobilzulieferer und Automobilhersteller, welche zeitweise Werksschließungen und Reduzierungen der Arbeitsschichten nach sich zog, hatte im Berichtsjahr kaum mehr negative Auswirkungen auf die Zuliefererketten und Produktionen in der Automobilindustrie. Auch bezüglich Lieferketten unserer Zulieferer sahen wir uns keinen nennenswerten Verzögerungen und Unterbrechungen von Rohmaterialien und Zukaufteilen ausgesetzt. Trotz der im Berichtsjahr vermehrt in den Medien wahrnehmbaren Meldungen über Liquiditätsschwierigkeiten und Insolvenzen von Unternehmen und hier auch speziell Automobilzulieferern, welche sich auch in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes* (5) bestätigen, sahen wir uns keinen nennenswerten Zahlungs- oder Lieferausfällen ausgesetzt. Durch ein nachhaltiges und stetig überwachendes Debitorenmanagement sowie nachlassende Umsatzerlöse im letzten Quartal konnten wir unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag des Berichtjahres um 17% reduzieren bei gleichzeitigem Umsatzwachstum von 9,6% im Vergleich zum Stichtag des Vorberichtsjahres. Über das Jahr hinweg konnten wir sowohl für neue Anwendungen die Geschäftsbeziehungen weiter ausbauen und im Bereich der klassischen PKW mit Verbrennungsantrieben wie aber auch im thermischen Management von neuen Antriebstechnologien Neugeschäft buchen. Gesamthaft lässt sich somit für das Berichtsjahr 2023 sagen, dass wir sowohl in Umsatz wie auch Ergebnis unsere Ziele erreicht haben. Unter Berücksichtigung der oben genannten Einflussfaktoren sehen wir das Jahr 2023 als durchaus zufriedenstellend an. Erweiterung Produktgruppe Schnellkupplungen für alternative Antriebstechnologie Im Berichtsjahr konnten wir erfolgreich weiter Produktionsanlagen und Produkte mit in die Serienreife überführen, welche für den Automobilmarkt der Elektrofahrzeuge bestimmt sind. Für diese Produktgruppe der alternativen Antriebstechnologie, konnten wir die Leistungsindikatoren Umsatz und produzierte Stück im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. * (5) 18,8 % mehr beantragte Regelinsolvenzen im November 2023 als im November 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die folgenden Kennzahlen heran:
Die Leistungsindikatoren haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
Angaben: bps sind Basispunkte Im Geschäftsjahr 2023 konnten Umsatzerlöse in Höhe von 330,2 Mio. € (VJ: 301,3 Mio. €) erreicht werden, was einer Steigerung zum Vorjahr von 9,6% entspricht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Weitergabe der erhöhten Einkaufs- und Bezugspreise, wie aber auch Neugeschäft zurückzuführen. Nachteilig allerdings war der Einfluss der nicht ausgeschöpften Produktionskapazität bei den Automobilherstellern. Der Nachfragerückgang bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb wirkte sich auch auf die produzierten Stückzahlen bei ARaymond erheblich aus. Die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe betrugen 87,6 Mio. € (VJ: 85,7 Mio. € / +2,2% zum VJ), was einer Quote von 26,5% bezogen auf die Umsatzerlöse entspricht. Diese Erhöhung ist zum einen auf die steigenden Absätze und damit verbundenen Umsatzerlöse zurückzuführen, wie auch auf extreme Preissteigerung über alle Rohmaterialien und Lieferanten. Die Aufwandsreduzierung für bezogene Leistungen in Höhe von 19,5 Mio. € (VJ: 25,1 Mio. € / -22,5% zum VJ) ist im Wesentlichen auf die reduzierten Ausgaben für Energie zurückzuführen. Der Personalaufwand belief sich auf 117,7 Mio. € (VJ: 110,5 Mio. € / +6,5% zum VJ), was einer Quote von 35,7% in Relation zu den Umsatzerlösen entspricht. Die Erhöhung resultiert aus den Erhöhungen der tariflichen Löhne. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 71,6 Mio. € (VJ: 60,2 Mio. €). Im Wesentlichen ist diese Erhöhung zurückzuführen auf erhöhte Einkaufspreise für Verwaltungs- und Vertriebskosten. Die Erträge aus Beteiligungen verringerten sich von 4,2 Mio. € auf 3,9 Mio. € aufgrund etwas schlechteren Geschäftsentwicklungen bei den beteiligten Unternehmen. Die Auditierung nach IATF 16949 wurde in 2023 erwartungsgemäß positiv abgeschlossen. Finanzlage Der Bestand an flüssigen Mitteln belief sich zum Jahresende auf 27,7 Mio. € (VJ: 12,1 Mio. €). Die Verbesserung resultierte aus der Reduzierung des Working Capitals und dem laufenden Jahresergebnis, gemindert um die moderate Entnahme von Gewinnen. Unsere finanzwirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden, obwohl sie unterjährig Schwankungen unterlag. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Hier gab es im Berichtsjahr keine nennenswerten Vorkommnisse, gleichwohl unsere Kunden und Lieferanten ebenfalls den starken Schwankungen am Markt ausgesetzt waren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 14,8 Mio. € (VJ: 21,9 Mio. € / -32,2% zum VJ), was einer Quote von 5,4% (VJ: 8,5%) der Bilanzsumme entspricht. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der vorgegebenen Zahlungsziele beglichen werden. Die langfristigen Darlehen erhöhten sich um 15,7 Mio. € für die Finanzierung eines Gebäudeprojekts in Lörrach. Das Hauptgebäude des neu gestalteten Center of Collaboration konnte zur Jahreswende 2023/2024 bezogen werden. Die Tilgungen der langfristigen Bankverbindlichkeiten erfolgten planmäßig. Vermögenslage Zum Bilanzstichtag beträgt die Bilanzsumme 274,1 Mio. € (VJ: 258,2 Mio. €), davon 162,7 Mio. € (VJ: 149,3 Mio. €) Anlagevermögen und Umlaufvermögen in Höhe von 111,1 Mio. € (VJ: 108,6 Mio. €). 2023 wurden Investitionen von 35,6 Mio. € (VJ: 29,9 Mio. €) getätigt, welche hauptsächlich zur Kapazitätserweiterung und Prozessoptimierung in die Beschaffung von Werkzeugen, Spritzgießmaschinen und Montageautomaten und eine Gebäudeerweiterung flossen. Die höheren Bestände ergaben sich im Wesentlichen durch höhere Einkaufspreise. Eine erhebliche Einflussgröße war das Gebäudeprojekt Lörrach. Hier wurden im laufenden Jahr 14,8 Mio. € investiert. Mit der kompletten Fertigstellung wird Mitte 2025 gerechnet. Das Eigenkapital beträgt 193,4 Mio. € (VJ: 180,4 Mio. €), was einer Eigenkapitalquote von 70,5% (VJ: 69,9%) entspricht. Die Rückstellungen in Höhe von 14,6 Mio. € (VJ: 16,1 Mio. €) sind überwiegend durch sonstige Rückstellungen in Höhe von 12,8 Mio. € (VJ: 14,1 Mio. €) gekennzeichnet. Als Wesentlicher Grund des Rückgangs kann die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie 2022 im Jahr 2023 in Höhe von 1,9 Mio. € festgehalten werden. Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum Jahresende auf 66,1 Mio. € (VJ: 61,7 Mio. €). Diese werden insbesondere durch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 49,2 Mio. € (VJ: 37,5 Mio. €) geprägt. Die Tilgung der Darlehen erfolgte planmäßig mit 4 Mio. € (VJ: 4 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 14,9 Mio. € (VJ: 21,9 Mio. €). Die Reduzierung ergab sich mit einem zusätzlichen Zahllauf an Lieferanten. Neu hinzu kamen Darlehen in Höhe von 15,7 Mio.€ zur Finanzierung des Lörracher Gebäudeprojekts. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Zusammengefasst lässt sich zu der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sagen, dass die Unternehmensleitung auf ein grundsätzlich zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurückblicken kann. Das Unternehmen verfügt über einen hohen Liquiditätsbestand und im Verhältnis geringe Bankverbindlichkeiten. Die restlichen Verbindlichkeiten sind kurzfristiger Natur und könnten aus den liquiden Mitteln sofort bedient werden. Kontokorrentkredite wurden nicht in Anspruch genommen. Der Eigenkapitalanteil ist für die Branche sehr hoch. Daher wird die Finanz- und Vermögenslage als sehr gut beurteilt. Sonstige Angaben Es liegen nach dem Stichtag bis zur Erstellung des Berichtes keine Erkenntnisse vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die im Bericht erläuterte, wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Berichtsjahr hätten. Mitarbeiter Zum Stichtag betrug der Personalbestand (Head Count) 1.677 Mitarbeiter, davon 106 Auszubildende und Studenten. Im Berichtsjahr wurde, wie auch schon in den Vorjahren, umfassend in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Hierzu zählten neben fachlichen Weiterbildungen auch die Weiterbildung in Führungskompetenzen, sicherheitsrelevanten Themenbereichen, Produkt- und Prozessqualität, innovative Technik sowie dem Umweltschutz. Regelmäßige Mitarbeitergespräche wie auch Zufriedenheitsumfragen rundeten den Aufgabenbereich des Personalmanagements ab. Umwelt und Energiemanagement Um Umwelt-, Energie- und Unfallrisiken zu minimieren ist der Raymond Konzern im Umweltbereich nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) und DIN EN ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert. Regelmäßige Schulungen sowie interne und externe Audits minimieren die Unfall- und Umweltrisiken der Gesellschaft. Ein eigenes Energie Management Team befasst sich mit Auswertung und Analyse der Energiekennzahlen sowie kontinuierlichen Verbesserungen zur Senkung des Energieverbrauches. Corporate Social Responsibility (CSR) Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung basiert bei ARaymond auf fünf Säulen. Durch unser Verhalten, das von Respekt, Integrität, Sorgfalt und wirtschaftlichem Frieden geprägt ist, schaffen wir ein offenes, kollaboratives Netzwerk, in dem sich unsere Mitarbeitenden entfalten können. Mit unserem Handeln haben wir einen positiven Einfluss die Gesellschaft und die Region. Unser verantwortungsvolles Arbeiten trägt zum Schutz unseres Planeten bei. Dafür liefern wir innovative und nachhaltige Lösungen durch wertorientierte Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Kunden. Die netzwerkweite CSR-Strategie basiert auf international gültigen Nachhaltigkeitsstandards und steht im Einklang mit den Sustainable Development Goals (SDGs). Sie definiert kurz- und langfristige Ziele für die Bereiche Wertschöpfungskette, Verhalten, Mitarbeitende, Gesellschaft und Planet sowie die insgesamt 19 dazugehörigen Unterpunkte. Diese Verantwortung übersetzt ARaymond lokal in konkrete, operative Maßnahmen, die zur Erreichung der CSR-Ziele beitragen. Beispielhaft sind zu erwähnen: Verhalten: Bis Ende 2024 haben 60%, bis Ende 2025 70% aller Mitarbeitenden an einem Workshop zum Bewusstsein der Auswirkungen menschlichen Handelns auf den Klimawandel teilgenommen (Q1/2024: 62%). Mitarbeitende: Kontinuierlicher Ausbau des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Gesellschaft: Zusammenarbeit mit regionalen Partnern zum Ausbau sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Wir unterstützen im Rahmen unseres ChARity-Teams regionale Organisationen und Einrichtungen, die karitativ sind oder sich um Kinder kümmern. Planet: Wir erfassen unsere CO2 -Bilanz gemäß GHG-Protokoll und setzen uns Reduktionsziele. Verglichen zum Ausgangsjahr 2021 streben wir bis zum Jahr 2030 eine Reduktion der CO2 -Emissionen um-42% in Scope 1 & 2, sowie -31% in Scope 3 an. Bis 2050 streben wir Netto-Null-Emissionen an. Wertschöpfungskette: Bis Ende 2025 ist die Inbetriebnahme des Lifecyle-Assessment-Tools für neu zu entwickelnde Produkte erfolgt, mit welchem CO2-Emissionen, Strom-, Wasser- und Ressourcenverbrauch berechnet werden können. Produkte können so in Zukunft noch stärker nach nachhaltigen Gesichtspunkten ausgerichtet und nachhaltige Alternativen entwickelt werden. Die inhaltliche Ausrichtung der CSR-Strategie sowie den Stand der Umsetzung der CSR-Maßnahmen überprüfen wir stetig durch interne und externe Mechanismen. Im Jahr 2023 veröffentlichten wir unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht gemäß Non-Financial Reporting Directive (NFRD) im Rahmen der WIN-Charta und arbeiten parallel an der Umsetzung der Corporate Sustainabilty Reporting Directive (CSRD). Ebenfalls im Jahr 2023 erreichten wir das EcoVadis-Rating in Bronze, wobei wir eine jährliche Re-Zertifizierung anstreben. Compliance Das Compliance System sowie das Internal Control Management des Unternehmens beschäftigt sich im Wesentlichen mit dem Ethik- und Verhaltenskodex, sowie Anti-Korruptions-Richtlinien, Richtlinien zu wettbewerbskonformem Verhalten und einem internen Kontroll- und Whistleblowing-System. Diese Systeme basieren auf nationalen und internationalen Gesetzen und Richtlinien, wie auch Grundwerten und Vorgaben des Unternehmens. Chancen-, Risiko-, Prognosebericht Chancenbericht Bestandsgeschäft Im Bereich des Bestandsgeschäftes bei den PKW mit klassischen Verbrennungsmotoren mit und ohne Start/Stop Funktion sowie den Mild und Full Hybrid Fahrzeugen, sehen wir auch weiterhin gute Absatzchancen mit unseren bereits bestehenden Produkten uns von Wettbewerbern abzuheben, und in weiteren PKW-Plattformen neue Projekte zu gewinnen. Hier hilft uns die technische Produktinnovation, eine hochautomatisierte und prozessstabile Fertigung, sowie eine weiterhin gut bestehende Kundenbindung durch unsere Vertriebsteams. Generell wird dies auch durch die Prognose vom Global Sales and Production Forecast des IHS Markit* (6) vom Februar 2024 unterstrichen, welcher eine generelle Zunahme der globalen PKW-Absätze über die nächsten Jahre vorsieht. Inflation und Wirtschaftswachstum In seinem World Economic Outlook* (7) vom Januar 2024 geht der International Monetary Fund (IMF) von einem weiteren Wachstum der globalen Wirtschaft in den Jahren 2024 mit 3,1% und 2025 mit 3,2% aus. Das Wachstum im Euroraum wird mit 0,9% im Jahr 2024 und 1,7% in 2025 prognostiziert, was eine leichte Erholung zum Berichtsjahr darstellt. Ebenso wird in dem Bericht die weltweite Inflation mit 5,8% in 2024 und 4,4% in 2025 prognostiziert, was einen Rückgang zum Berichtsjahr mit 6,8% darstellt. Dies lässt auf eine anhaltende Stabilisierung und Kaufkrafterhöhung der Märkte und auch des Automobilmarktes schließen, was wir positiv in Hinblick auf unseren Absatz bewerten, gleichwohl der Bericht auf weiter anhaltende geopolitische und ökonomische Risiken hinweist. * (6) https://www.spglobal.com/mobility/en/products/automotive-light-vehicle-production-forecasts.html * (7) World Economic Outlook Update, January 2024: Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to Soft Landing (imf.org) Innovation Durch eine stetige Produkt- und auch Verfahrensinnovation in unserem Hause sehen wir uns auch weiterhin gut aufgestellt, um Bestandskunden an uns zu binden und neue Kunden zu gewinnen. Durch innovative Verfahren sichern wir zum einen unsere wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit zu unseren Marktbegleitern und erhöhen gleichzeitig die Prozessstabilität in unserer Fertigung und Qualität unserer Produkte. Durch optimierte technische Designlösungen unserer Produkte erleichtern wir die Montage und somit Montagekosten unserer Produkte bei unseren Kunden und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit unserer Produkte in deren Anwendungen. Hierzu sind sowohl Vertrieb und Entwicklung wie aber auch die Produktion und Qualität im engen Austausch mit unseren Kunden über deren Anwendungsgebiete und Montagekonzepte. Daneben spielen auch alternative Materialien und so genannte ECO-Designs eine zunehmende Rolle, um nachhaltige und umweltfreundlichere Produkte an den Markt zu bringen um somit unsere Öko-Bilanz wie auch die unserer Kunden zu verbessern. Es ist auch ein Bestreben von den neuen Antriebstechniken zu profitieren. Risikobericht Zentrale Risikofelder Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern ist Bestandteil des Risikomanagements der Gesellschaft, um Gefahrenpotenziale zu minimieren und Chancen zielgerecht und erfolgreich zu nutzen. Hierzu werden verschiedenste Daten aus SAP, MES und diverser anderer Programme mit Hilfe einer „Business Intelligence Software“ herangezogen und zu tages-, wochen- und monatsaktuellen KPI und Reports ausgewertet. Diese KPIs und Auswertungen werden, im Hinblick auf den Zielerreichungsgrad, in wöchentlichen und monatlichen Managementmeetings mit der Unternehmensleitung besprochen. Ziel ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und diese in unsere operative wie strategische Planung zielorientiert einfließen zu lassen. Wirtschaftliche Risiken Laut dem Global Sales and Production Forecast von IHS Markit ist im globalen Absatzmarkt mit einem Wachstum bei Personenkraftwagen von 3% im Jahr 2024 zum Berichtsjahr zu rechnen. Primär auf Grund gefüllter Lager bei den Herstellern, sieht der Forecast kein Wachstum in den Produktionszahlen vor, also gleichbleibende Zahlen von 2023 auf 2024. Im speziellen für Europa wird nach einem starken Wachstum im Jahr 2024 sowohl für Absatz wie auch Produktion, nur noch mit einem leichten Absatzwachstum auf das Jahr 2024 gerechnet, für die Produktionszahlen wird sogar ein leichter Rückgang erwartet. Diese Zahlen gilt es in den monatlichen Forecasts von IHS Markit zu analysieren und zu interpretieren. Nachfolgende Risiken könnten sich negativ auf die aktuellen Forecastzahlen auswirken. Der World Economic Outlook des IMF prognostiziert eine Abflachung der Inflation von 6,8% im Berichtsjahr auf 5,8% im Folgejahr und 4,4% im Jahr 2025. Trotz dieser positiven Nachricht liegen diese Inflationsraten immer noch deutlich über dem Schnitt der Jahre vor der Coronapandemie. Sollten Löhne und Gehälter nicht im gleichen Maße wachsen wie die Teuerungsraten, würde dies einen Kaufkraftverlust nach sich ziehen, der sich sehr wahrscheinlich negativ auf die Absatzzahlen der Personenkraftwagen auswirken wird. Ebenso ist in dem Kontext der Inflation auch die Entwicklung des Wirtschaftswachstums und der Zinsentwicklung zu sehen. Beide Faktoren können sowohl bei privaten Haushalten wie auch öffentlichen Haushalten und Unternehmen eine negative Kaufentscheidung nach sich ziehen. Neben dem Krieg in der Ukraine sind weitere geopolitische Konflikte entstanden, die je nach Entwicklung und Ausgang stark negative Auswirkungen auf die globale Wirtschaftsentwicklung haben können. Es bleibt zu hoffen, dass es friedliche Einigungen geben wird. Die oben genannten Wirtschafts- und Absatzrisiken sind für die Gesellschaft nicht zu vernachlässigen und bedingen eine ständige Nachverfolgung und Einschätzung hinsichtlich deren Chancen und Risiken. Neu gewonnene Erkenntnisse werden bezüglich ihres Einflusses auf den wirtschaftlichen Verlauf und die Zielerreichung der Gesellschaft geprüft und die Auswirkungen mittels Forecast Berechnungen ermittelt. Aktuell schätzen wir die Erreichung der Ziele bezüglich des Umsatzes, Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis als wenig gefährdet ein. Durch die anhaltende Inflation hat die EZB in den letzten Monaten den Leitzins angehoben. Es könnten weitere Zinsanhebungen folgen. Das bedeutet höhere Finanzierungskosten für Kunden, Lieferanten und auch den ARaymond Konzern. Durch unser Debitoren- und Kreditorenmanagement werden unsere Kunden wie auch Lieferanten regelmäßig bezüglich ihres Zahlungsverhalten und ihrer Bonität überprüft und ggf. neu eingestuft. Mögliche Zahlungs- und Lieferausfälle decken wir mit entsprechenden Avalen und Kreditversicherungen ab. Der ARaymond Konzern hat in der Vergangenheit größtenteils seine Investitionen und gänzlich sein Umlaufvermögen eigenfinanziert, was sich in der hohen Eigenkapitalquote zeigt. Daher beschränkten sich Bankkredite auf langfristige Gebäudeinvestitionen. Für die bestehenden Finanzierungen gibt es längerfristige Zinsfestschreibungen. Daher ist die Zinsbelastung des ARaymond Konzerns moderat. Beschaffungsrisiken Die von unserem Einkauf regelmäßig durchgeführten Lieferantenkontaktierungen und -verhandlungen, bis hin zu Lieferantenaudits, sind Maßnahmen zur zukünftigen Sicherstellung der Lieferung von benötigten Rohmaterialien und Zukaufteilen. Darüber hinaus sichern wir uns durch regelmäßige Lieferantenbewertungen durch unseren Einkauf und die Kreditorenbuchhaltung gegen einen Lieferanten- und Lieferausfall ab. Die Beschaffungssituation am Rohmaterialmarkt schätzen wir aktuell als eher gering ein, nichtsdestotrotz lässt sich nicht ausschließen, dass sich diese Situation auf Grund zukünftiger Energie- und Rohstoffknappheit auch ändern kann. Mit einer entsprechenden Bedarfsplanung und Einkaufspolitik wirken wir diesem Risiko entgegen. Ebenso sehen wir auch weiterhin das Risiko sich weiter verteuernder Rohstoffe, Personalkosten und auch Energie seitens unserer Lieferanten. Hier analysiert der strategische Einkauf entsprechend den Entwicklungen an den Märkten in Abstimmung mit dem Controlling, um frühzeitig Maßnahmen einzuleiten, wie auch gegebenenfalls proaktiv auf unsere Kunden bezüglich Kostenweitergabe zuzugehen. Produkthaftungsrisiken Um die Auswirkungen von Haftungsrisiken wegen Schlechtleistungen bzw. Fehlfunktionalität und damit einhergehenden Schadenersatzansprüchen von Kunden zu minimieren, wurde mit einem Versicherungsschutz entgegengewirkt. Neben dieser finanziellen Absicherung wirken wir auch durch entsprechende System- und Prozessaudits sowie mit einem Qualitätsmanagementsystem einer Schlechtlieferung entgegen. Die spezifischen Kundenanforderungen in die Produktentwicklung einfließen zu lassen, und auch im Fertigungsprozess entsprechend zu berücksichtigen, ist ebenfalls Bestandteil zur Absicherung gegen fehlerbehaftete Produkte. So werden kundenspezifische Anforderungen an Sauberkeit, Dichtheit und Langlebigkeit des Produktes in Langzeitverfahren in unserem eigenen Labor getestet. Finanzwirtschaftliche Risiken Um den Finanzbedarf der Gesellschaft zu überwachen und die finanzielle Unabhängigkeit weiterhin sicherzustellen, werden regelmäßige Forecasts zu Umsatz, Gewinn- und Verlustrechnung, wie auch der Cashflow Rechnung erstellt. Soweit wirtschaftlich sinnvoll und möglich, werden wesentliche Risiken durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Durch eine jährlich stattfindende neue Identifizierung und Bewertung der Risiken durch unser Versicherungsunternehmen, wie auch intern durchgeführte Risikoaudits, werden Relevanz und Deckungshöhe überprüft und ggf. neu angepasst. Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft keinen nennenswerten Währungsschwankungen ausgesetzt. Umsatz und Materialeinkauf werden weitestgehend in Euro abgewickelt. Transaktionen in Fremdwährung sind von untergeordneter Bedeutung. Durch die steigende Inflation der Jahre 2022 und 2023 wurde der Leitzins durch die Europäische Zentralbank fiskalpolitisch auf bis zuletzt 4,5% angehoben, was eine deutliche Verteuerung von Krediten nach sich zog. Zwar war die Inflation zuletzt rückläufig, und der Leitzins wurde Anfang des Jahres 2024 nicht weiter nach oben angepasst, trotzdem stellt der aktuelle Wert von 4,5% eine deutliche Erhöhung der Jahre zuvor da. Dies spiegelte sich bei einigen Unternehmen in der Automobilbranche in einer schwieriger werdenden Finanzierung wider, bis hin zu finanziellen Schieflagen. Dies ist auch weiterhin im Jahr 2024 möglich, und gilt es stetig zu überwachen. Die eigenen langfristigen Darlehen sind durch längerfristige Zinsfestschreibungen auf niedrigem Niveau abgesichert. Innerhalb unseres Debitoren- und Kreditorenmanagement werden unsere Kunden wie auch Lieferanten regelmäßig bezüglich ihres Zahlungsverhalten und ihrer Bonität überprüft und ggf. neu eingestuft. Mögliche Zahlungs- und Lieferausfälle decken wir mit entsprechenden Avalen und Kreditversicherungen ab. Aktuell sehen wir keine nennenswerten finanzwirtschaftlichen Risiken für die Gesellschaft, gleichwohl uns bewusst ist, dass auch weiterhin die Auswirkungen von geopolitischen Spannungen mit einhergehender Verknappung und Teuerung von Energie und Rohstoffen Einfluss auf Lieferanten und Kunden haben kann, weshalb wir diese Entwicklung und deren Auswirkungen engmaschig überwachen und einschätzen mit oben genannten Finanzmechanismen. Gesamtaussage zu den Risiken Aktuell schätzen wir die Gesamtrisikosituation des ARaymond Konzerns als eher gering ein, auch wenn weiterhin Ausfälle bedingt durch die Coronapandemie sowie die aktuelle geopolitische Lage nicht zu vernachlässigen sind. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir keine bestandsgefährdenden Risiken sehen und der künftige Fortbestand des Unternehmens gesichert ist. Prognosebericht Für die weltweite Entwicklung der Wirtschaft im Jahr 2024 sagt der IMF in seinem World Economic Outlook* (8) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1% voraus, für den Euroraum sollen es 0,9% sein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)* (9) prognostiziert für das Geschäftsjahr 2024 eine leichte Zunahme des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,2% gegenüber dem Vorjahr. Im Wesentlichen begründet das BMWK diese schwache Prognose mit knapper werdenden Angeboten an Fach- und Arbeitskräften und dem Energiepreisniveau. * (8) https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024"\I":~:text=Global%20growth%20is%20projected%20at,and%20developing%economies%2C%20as%20well * (9) https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschftspolitik/2024/03/03-jahreswirtschaftsbericht-2024.html Das Marktanalyseunternehmen IHS Markit prognostiziert in ihrem am 20. Februar 2024 veröffentlichten Global Sales and Production Forecast eine globale Produktion von Personenkraftwagen in Höhe von 90,0 Mio. Stück im Jahr 2024 im Vergleich zu 90,3 Mio. Stück im Berichtsjahr 2023. Dies entspricht einer leichten Reduzierung von 0,3% zum Vorjahr. Für das Jahr 2025 wird wieder eine Steigerung um 1,9% auf 91,7 Mio. Stück prognostiziert. Für Europa wird ein Rückgang von 16,7 Mio. Stück im Berichtsjahr auf 16,1 Mio. Stück im Folgejahr 2024 vorausgesagt, was einer Reduzierung von -3,6% entspricht. Gleiches gilt für das Folgejahr 2025 mit ebenfalls 16,1 Mio. Stück an produzierten Personenkraftwagen. Für den weltweit größten Markt China wird ein Wachstum von 28,8 Mio. Stück im Jahr 2023 auf 29,5 Mio. Stück im Jahr 2024 vorausgesagt. Die daraus resultierende Wachstumsrate beträgt 2,4%. Für das Folgejahr 2025 wird mit einer ähnlichen Steigerung von 3,2% auf 30,4 Mio. Stück gerechnet. Daneben ist Nordamerika als drittgrößter Markt zu nennen, in welchem die PKW-Produktion um 0,6% wächst von 15,7 Mio. Stück im Jahr 2023 auf 15,8 Mio. Stück im Jahr 2024, sowie ein weiteres Wachstum um 2,6% auf 16,2 Mio. Stück im Jahr 2025. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die globalen Produktionszahlen von Personenkraftwagen im Jahr 2024 relativ stagnieren zum Vorjahr, und im Folgejahr 2025 mit knapp 2% wieder leicht wachsen. Auf Grund dieser Prognosen erwarten wir zusammenfassend für den Absatz im klassischen Verbrenner Bereich, trotz eines prognostizierten leichten Rückgangs, eine gleichbleibende Entwicklung unseres Absatzes in diesem Bereich durch weitere Neuprojekte mit unseren bestehenden Produkten. Im Bereich der reinen Elektromobilität sehen wir für unsere bestehenden Produkten sowie Neuentwicklungen bei fluidführenden Leitungen ein Wachstumspotential. Für unsere Clipproduktion gehen wir von einer gleichbleibenden Produktionsmenge aus. Zusammenfassend prognostizieren wir deshalb ein leichtes Umsatzwachstum, welches über der prognostizierten Marktentwicklung der Automobilbranche für die Jahre 2025 und danach liegt. Diese Prognosen wurden in der Absatz- und Umsatzplanung des ARaymond Konzerns berücksichtigt, wohlwissend, dass speziell die weitere Entwicklung im Ukraine-Krieg aber auch andere geopolitische Verwerfungen und hohe Zinsaufwendungen der Endkunden einen stärkeren Einfluss haben können als aktuell in dieser Prognose angenommen. Die Auftragslage und eingeteilten Kundenabrufe zum Stichtag 31.12.2023 kann durchweg als befriedigend angesehen werden. Eine ausgeglichene Auftragslage zeichnet sich zu Beginn des Jahres 2024 weiter fort, weshalb wir aktuell mit einem gleichbleibenden Umsatz 2024 rechnen. Die Zertifizierung nach IATF 16949 wird in 2024 mit positiver Auditierung bis zum Jahr 2027 erwartet. Zusammenfassend, unter Berücksichtigung der oben erläuterten Gesichtspunkte, gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 des ARaymond Konzerns weiterhin von einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung aus und erwarten einen gleichbleibenden Umsatz und EBIT.
Lörrach, den 15. Mai 2024 A. Raymond GmbH & Co. KG Geschäftsführer Antoine Raymond Geschäftsführer Mathias Greger Geschäftsführer Emmanuel Le Flem Geschäftsführer Jürgen Trefzer KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. RAYMOND GMBH & CO. KG, LÖRRACHI. Allgemeine Angaben 1. Allgemeine Informationen Die A. Raymond Gruppe ist ein globaler Partner für Befestigungs- und Montagelösungen. Die Muttergesellschaft des deutschen A. Raymond Konzerns ist die A. Raymond GmbH & Co. KG. Hierbei handelt es sich um eine Personengesellschaft mit Sitz in 79539 Lörrach, Teichstr. 57. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRA 411117 eingetragen. Das Kommanditkapital ist vollständig einbezahlt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Going Concern Prämisse. 2. Gesetzliche Grundlagen und allgemeine Angaben Der konsolidierte Konzernabschluss ist gemäß §§ 11, 13 PublG in sinngemäßer Anwendung der §§ 290-314 HGB erstellt worden. Für die Darstellung der Bilanz wurde das Gliederungsschema nach § 266 HGB gewählt. Gem. § 13 Abs. 3 S. 2 Hs. 2 PublG ist der Konzernabschluss nicht um einen Eigenkapitalspiegel und eine Kapitalflussrechnung zu erweitern. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 HGB angewandt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 3. Konsolidierungskreis In den deutschen Konzernabschluss werden die A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach, sowie deren 100%-ige Tochtergesellschaft ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH, Eschbach, einbezogen, da die Anforderungen des § 11 PublG erfüllt sind (kleinster Konsolidierungskreis). Die Größenkriterien wurden im Jahr 2023 in drei aufeinanderfolgenden Jahren übertroffen, weshalb die Konsolidierungspflicht gegeben ist. 4. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gem. § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode, wobei die Anteile des Mutterunternehmens mit dem neubewerteten Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschungsmöglichkeit verrechnet wird. Weiterhin werden gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten gem. § 303 HGB, gegenseitige Aufwendungen und Erträge nach § 305 HGB sowie Zwischenergebnisse nach § 304 HGB eliminiert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen und Skonti bilanziert, vermindert um planmäßige sowie bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten ausschließlich neben Softwarelizenzen auch einen Goodwill, der bereits abgeschrieben ist. Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten bewertet und sind zum Nennwert angesetzt. 2. Sachanlagevermögen Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen und Skonti bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Nutzungsdauern belaufen sich auf 3 bis 15 Jahre. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten bewertet und sind zum Nennwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 800,00 € werden im gleichen Jahr abgeschrieben, wobei gleichzeitig unterstellt worden ist, dass alle Vermögensgegenstände zum 1. Januar des Jahres zugegangen sind. Die Anlageninventur für die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH fand im Geschäftsjahr 2022 statt; für die A. Raymond GmbH & Co. KG fand diese im Jahr 2021 statt. 3. Finanzanlagevermögen Das Finanzanlagevermögen besteht zum größten Teil aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen. Diese wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer vorübergehenden Wertminderung wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Finanzanlagen nicht abzuschreiben. Die 100%-ige Tochtergesellschaft ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH mit einem gezeichneten Kapital von 25.000,00 € wurde in vollem Umfang in den Konzernabschluss einbezogen. 4. Vorräte Zur Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wird die Methode des gleitenden Durchschnitts angewandt. Des Weiteren wird dem Reichweitenrisiko der Bestände dahingehend Rechnung getragen, dass die Bestände, je nach zukünftigem Verbrauch (Grundlage ist der durchschnittliche Verbrauch aus der Vergangenheit), auf der Basis einer pauschalen Wertberichtigungssystematik prozentual abgewertet werden. Ein Teil der Ersatzteile wird als Festwert angesetzt. Eine erneute Überprüfung des Festwertes fand im Geschäftsjahr 2023 für die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH statt sowie im Geschäftsjahr 2021 für die A. Raymond GmbH & Co. KG. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und allgemeine Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Bei den unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesenen Werkzeugen erfolgte zum Bilanzstichtag eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Bezüglich der Ermittlung der Herstellungskosten gelten die Ausführungen zu den unfertigen Erzeugnissen sinngemäß. Des Weiteren wird zum Bilanzstichtag untersucht, ob der Marktwert aus Sicht des Absatzmarktes unter die Herstellungskosten gesunken ist, und ob im Rahmen der verlustfreien Bewertung auf den niedrigeren Marktwert abgewertet werden muss. Ein Abwertungsbedarf ergab sich dabei nicht. Darüber hinaus wird dem Reichweitenrisiko dahingehend Rechnung getragen, dass die Bestände je nach zukünftigem Verbrauch (Grundlage ist der durchschnittliche Verbrauch in der Vergangenheit) auf der Basis einer pauschalen Wertberichtigungssystematik prozentual abgewertet werden. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessener dotierter Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. 6. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert. 7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wurden auf der Aktivseite Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. 8. Latente Steuern Latente Steuern wurden in Höhe der Steuerbelastung auf den Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanzwert ermittelt. Zur Berechnung der Steuerbelastung wurde ein Steuersatz von 45,0% für die Einkommensteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie Gewerbesteuer herangezogen. Aktive latente Steuern werden gemäß Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. Die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffen das Anlagevermögen, die Rückstellungen für drohende Verluste sowie Pensions- und Personalrückstellungen. 9. Eigenkapital Das Kommanditkapital ist zum Nennwert bilanziert. 10. Rückstellungen Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wurden für im Geschäftsjahr 2023 erhaltene Lieferungen und Leistungen gebildet, für die die Rechnungen zum Aufstellungsdatum des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 noch nicht eingegangen sind. Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird pauschal mit 0,5% des Umsatzes der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres angesetzt, exklusive der Umsätze mit Handelswaren. Darüber hinaus werden Einzelrisiken gesondert bewertet und zurückgestellt. Die Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Gleitzeit wurden zur Abdeckung der Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern aufgrund bestehender Urlaubsansprüche bzw. aufgebauter Gleitzeit gebildet. Bei der Berechnung wurden das Bruttoarbeitsentgelt und der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung berücksichtigt. Der individuelle Jahresaufwand wurde zu 250 Arbeitstagen in Beziehung gesetzt. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 umfasst den Erfüllungsrückstand und die Aufstockungsbeträge für die in Altersteilzeitarbeit befindlichen sowie potenziellen Mitarbeiter. Grundlage für die Altersteilzeitverpflichtungen sind die Tarifverträge "Tarifvertrag zur Altersteilzeit" sowie der "Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente" (gültig ab 1. Januar 2010) der Tarifpartner der Metallindustrie. Die Verpflichtungen zur zukünftigen Zahlung der Aufstockungsbeträge stellen Abfindungsverpflichtungen des Arbeitgebers dar und sind als Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB zu passivieren. Dabei ist die Rückstellung zu dem Zeitpunkt zu bilden, zu dem der Abschluss einer Altersteilzeitvereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer vorliegt (vgl. IDW RS HFA 3, Tz. 8-9 i.V.m. Tz. 13). Weiterhin sehen die Tarifverträge eine Obergrenze der Anspruchsberechtigten i.H.v. 4% der Beschäftigten vor. Da durch die zugrundeliegenden Tarifverträge eine Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung vorliegt, kann sich der Arbeitgeber seiner Abfindungsverpflichtung bis zur o.g. Obergrenze nicht entziehen. Somit sind nach RS HFA 3 die Aufstockungsbeträge auch potenzieller Anspruchsberechtigter in der Rückstellung zu berücksichtigen. Es wurden ausschließlich Altersteilzeitverträge im Rahmen des sogenannten Blockmodells abgeschlossen. Der Bewertung liegt ein Zinssatz von 1,74% p.a. und ein Gehaltstrend von 3,0 % p.a. zugrunde. Die Verzinsung des Vorjahresverpflichtungswertes wurde im Zinsaufwand erfasst. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Stichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Rentenentwicklung ermittelt worden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Als Rechnungszinssatz wurden p.a. 1,74% (7-Jahres-Durchschnitt) angesetzt. Als Rententrend wurde p.a. 2,20% angesetzt. Die Berechnung der Rückstellung für die Witwenleistungsanwartschaft erfolgte teils nach der sog. kollektiven Methode, bei der die Verheiratungswahrscheinlichkeiten der verwendeten Rechnungsgrundlagen zugrunde gelegt wurden, sowie teils nach der sog. individuellen Methode, d.h. auf Basis der tatsächlichen Daten des/r Ehegatten/in. Darüber hinaus wurden auch nicht zugesagte, aber Kraft Richterrechts bestehende Witwerleistungsanwartschaften nach der kollektiven Methode eingerechnet. Die Steuerrückstellungen setzen sich zusammen aus Gewerbesteuerrückstellungen für die Wirtschaftsjahre 2022 und 2023. 11. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). 12. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisations- und Imparitätsprinzip beachtet. 13. Passive Rechnungsabgrenzung Für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wurden auf der Passivseite Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. III. Erläuterung zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel in die Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Finanzanlagen Die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH wurde als 100%-ige Tochter in den Konzernabschluss einbezogen. Die anderen Tochtergesellschaften sind als Beteiligungen gem. § 271 Abs. 1 HGB einzustufen. Auf diese Gesellschaften wird kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt, da die anderen Anteilsinhaber an diesen Gesellschaften die gleichen Anteilsinhaber wie an der A. Raymond GmbH & Co. KG sind. Es handelt sich hierbei um Beteiligungen an den folgenden Gesellschaften:
3. Forderungen Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 1.370.645,74 € (Vorjahr 2.202.432,59 €). 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten neben Personalverpflichtungen in Höhe von 4.916.327,00 € (Vorjahr 7.041.445,00 €) im Wesentlichen Garantierückstellungen in Höhe von 689.700,00 € (Vorjahr 672.000,00 €), Rückstellungen für noch auszustellende Gutschriften an Kunden in Höhe von 218.000,00 € (Vorjahr 507.100,00 €) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 2.217.777,40 € (Vorjahr 1.414.646,11 €). Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen belaufen sich auf 4.146.000,00 € (Vorjahr 3.982.200,00 €). Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1.723.166,00 € (Vorjahr 1.895.670,00 €). Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB unterliegt ein Betrag in Höhe von 10.889,00 € der Ausschüttungssperre. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 49.232.192,00 € (Vorjahr 37.512.212,00 EUR). Davon haben die Darlehen eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren in Höhe von 25.997.920,88 € (Vorjahr 18.892.580,09 €). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beläuft sich der Betrag mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf 18.657.327,12 € (Vorjahr 14.619.611,91 €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten belaufen sich auf 14.862.519,17 € (Vorjahr 21.908.063,16 €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich auf 643.806,00 € (Vorjahr 765.789,19 €). IV. Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse ist aus nachstehender Tabelle ersichtlich. Eine Unterteilung des Produktsortiments in Produktgruppen erfolgt aufgrund seiner Homogenität nicht.
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich aus der folgenden Tabelle.
3. Abschreibungen Gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurde eine Maschine im Anlagevermögen auf Grund von dauerhafter Wertminderung im Geschäftsjahr in Höhe von 176.000,00 € außerplanmäßig abgeschrieben. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB in Höhe von 48.686,00 € (Vorjahr 48.686,00 €) für Mietverhältnisse anderer A. Raymond-Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises. Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der guten Geschäftsentwicklung des Raymond Netzwerks als gering einzustufen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen beinhalten das Leasing der Kraftfahrzeuge. Die Vertragsdauer beträgt 3 bis 4 Jahre. Der abgezinste Betrag für die Restlaufzeit beläuft sich auf 998.633,99 € (Vorjahr 726.201,23 €).
Der jährliche Aufwand für Gebäudemieten beträgt 1.847.224,68 € (Vorjahr 1.805.298,47 €). Aufgrund der vorliegenden Kündigungsrechte beträgt die Berechnungsgrundlage 12 Monate. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Aufgrund der kurzen Vertragslaufzeiten bei den Kraftfahrzeugen, sowie den Kündigungsmöglichkeiten bei den anderen Verträgen ergeben sich derzeit keine besonderen Risiken. 3. Beschäftigte Arbeitnehmer Beschäftigte Arbeitnehmer
4. Geschäftsführung Antoine R. Raymond, Grenoble (Frankreich), CEO der A. Raymond SCS A. Raymond Verwaltungsgesellschaft mbH, vertreten durch: Jürgen Trefzer, Schopfheim, die Berufsbezeichnung entspricht der Organstellung Mathias Greger, Voiron (Frankreich), CEO der A. Raymond SCS Emmanuel Le Flem, Lyon (Frankreich) , CEO der A. Raymond SCS Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung. Von den 4 Geschäftsführern der Gesellschaft erhielt nur 1 Geschäftsführer direkte Bezüge des A. Raymond GmbH & Co. KG Teilkonzerns. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 127.823,00 € und entfällt vollständig auf Jahresabschlussprüfungsleistungen. 6. Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen Wesentliche Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen i. S. des § 285 Abs. 21 HGB fanden im Berichtsjahr 2023 nicht statt. 7. Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die für die Geschäftsentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen würden. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, 8.746.806,43 € an die Gesellschafter der A. Raymond GmbH & Co. KG auszuschütten. Ein Betrag in Höhe von 4.497.633,76 € soll in die Gewinnrücklage eingestellt werden.
Lörrach, den 15. Mai 2024 A. Raymond GmbH & Co. KG Antoine R. Raymond Jürgen Trefzer Mathias Greger Emmanuel Le Flem
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach, und ihrer Tochtergesellschaft (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der A. Raymond GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 15. Mai 2024 Mazars GmbH & Co. KG Dr. Christian Back, Wirtschaftsprüfer Matthias Frye, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 11. Juni 2024 festgestellt. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||