| Firma | Information | Bezeichnung |
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ADVANSA Marketing GmbH, Hamm | Rechnungslegung / Finanzberichte Unternehmensregister | Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Datum: 07.05.2025Sprache: Deutsch |
ADVANSA Marketing GmbHHammJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023 (mit Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2022)AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR 2023 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023(mit Vergleichszahlen für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022)
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die ADVANSA Marketing GmbH, Hamm, wird beim Amtsgericht unter der Nummer HR B 6078 geführt und ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht grundsätzlich der des Vorjahres. Die nach BilRUG freiwillige Angabe des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde in dem Gewinn- und Verlustrechnung-Gliederungsschema beibehalten. Des Weiteren wird die Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten des Finanzergebnisses erweitert. Die Bücher der Gesellschaft werden in Euro geführt. Die Geschäftsführung sieht den Fortbestand der Gesellschaft als gesichert an trotz der bilanziellen Überschuldung, zu deren Abwendung ein Rangrücktritt durch die ADVANSA B.V. in Höhe von rd. 5,2 Mio. € ausgesprochen wurde. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten vermindert um bisher aufgelaufene plan- und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Maschinen und maschinelle Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear zwischen drei und zehn Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 1.000,00 € liegen, werden pro Jahr mit 20 % abgeschrieben. Das Wahlrecht zur Aktivierung eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes wurde gem. § 248 Abs. 2 S. 1 HGB ausgeübt. Entwicklung ist die Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen für die Neuentwicklung von Gütern oder Verfahren oder die Weiterentwicklung von Gütern oder Verfahren mittels wesentlicher Änderungen. Die aktivierten Entwicklungskosten bestehen ausschließlich aus entgeltlichen Leistungen Dritter, bei denen das Herstellungsrisiko beim Besteller liegt. Ab dem Zeitpunkt der Vertragsschlüsse liegen ausschließlich Entwicklungskosten i. S. d. § 255 Abs. 2a S. 2 HGB vor, welche in die Herstellungskosten des selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstands einbezogen werden. Es wurden folglich keine Wahlbestandsteile in die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 S. 3 HGB einbezogen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebotes werden berücksichtigt, wenn die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr bestehen. Die Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder, falls diese niedriger sind, zu Wiederbeschaffungskosten am Abschlussstichtag bewertet. Nicht gängige Vorräte sind voll, schwer gängige Bestände durch entsprechende Gängigkeitsabschreibungen abgewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bilanziert. Dem allgemeinen Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt. Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen, bei denen sich die Höhe ausschließlich nach dem beizulegenden Wert von Wertpapieren bestimmt, erfolgte die Bewertung zum beizulegenden Wert dieser Wertpapiere. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind mit ihrem Zeitwert bewertet und gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den dazugehörigen Schulden verrechnet worden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt worden. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Für die Bewertungseinheiten, die gemäß § 254 HGB gebildet worden sind, wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt: Ökonomische Sicherungsbeziehungen wurden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die „Einfrierungsmethode“, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wurde die „Einfrierungsmethode“ angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen wurden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 3a) zu entnehmen, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen ergaben sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von 1,00 € in 2022. Durch den Abgang des selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstands in 2023 besteht insoweit keine Ausschüttungssperre mehr. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die das gesamte Kapital umfassenden Anteile an der Tochtergesellschaft ADVANSA US Inc. mit Sitz in Dedham, MA (USA). Die ADVANSA US Inc. verfügt zum 31. Dezember 2023 über ein Eigenkapital in Höhe von 0 T$ und erzielte in dem Kalenderjahr 2023 einen Jahresverlust in Höhe von 2 T$. Die Gesellschaft wurde mit Wirkung vom 3. November 2023 aufgelöst. Der Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrifft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 778 T€ (Vj. 1.346 T€), die restlichen Forderungen bestehen aus Darlehen. Über das Vermögen der Schwestergesellschaft ADVANSA Manufacturing GmbH, die Waren, die von der Gesellschaft vertrieben werden, produziert hat, wurde Ende Oktober 2022 ein Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren wurde im Januar 2023 eröffnet. Wir verweisen im Übrigen auf die Erläuterungen im Lagebericht. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Einbehalte des Factoringunternehmens 856 T€ (Vj. 1.336 T€), Umsatzsteuererstattungsansprüche 153 T€ (Vj. 349 T€), die Kaution für ein Warenlager i.H.v. 277 T€ (Vj. 277 T€) sowie Ertragsteuererstattungsansprüche 506 T€ (Vj. 185 T€). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 2.572 haben keine längere Restlaufzeit als ein Jahr. Die Pensionsrückstellungen (ohne Versorgungslohnverpflichtungen) wurden nach dem Projected-Unit-Credit Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,82 % (Vj. 1,78 %) auf Basis der veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Der Berechnung wurden ein Rententrend von 2,0 % (Vj. 2,0 %), ein Gehaltstrend von 2,0 % (Vj. 2,0 %) und eine jährliche Steigerung der Beitragsbemessungsgrundlage von 2,0 % (Vj. 2,0 %) zugrunde gelegt. Zur Absicherung der Pensionsrückstellungen sind Wertpapiere als Deckungsvermögen an die jeweils Pensionsberechtigten verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen worden. Die Verpflichtungen sind mit den Wertpapieren verrechnet worden. Es wird der saldierte Betrag in Höhe von 4.547 T€ (Vj. 4.506 T€) ausgewiesen.
Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 4.602.988,00 € (Vj. 4.798.893,00 €). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich daher auf 73.820,00 € (Vj. 334.712,00 €). In diesem Umfang ergibt sich eine Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB. Die unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesenen Versorgungslohnverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,83 % (Vj. 1,78 %) auf Basis der Rückstellungsverordnung (Stand 31. Dezember 2023) ermittelt. Der Berechnung wurde wie im Vorjahr ein Rententrend von 0 % und ein Gehaltstrend von 0 % zugrunde gelegt. Zur Absicherung der Versorgungslohnverpflichtungen sind Rückdeckungsversicherungen an die jeweils Versorgungsberechtigten verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen worden. Die Verpflichtungen sind mit den Rückdeckungsversicherungen verrechnet worden. Es wird der saldierte Betrag in Höhe von 43 T€ (Vj. 42 T€) gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ausgewiesen.
Die nach einem Barwertverfahren ermittelten Zeitwerte des Deckungsvermögens zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 576 T€ (Vj. 569 T€) entsprechen den Anschaffungskosten. Es ergibt sich somit keine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB. In diesem Zusammenhang wurde der Zinsaufwand aus der Aufzinsung des Erfüllungsbetrags der Rückstellung für Versorgungslohn in Höhe von 16.588 € (Vj. 15.694 €) mit dem Ertrag aus Versicherungen in Höhe von 15.843 € (Vj. 15.661 €) saldiert, so dass ein Zinsaufwand in Höhe von 745 € (Vj. 33 €) und ein Personalaufwand von 16.186 € (Vj. 13.465 €) in der Gewinn- und Verlustrechnung verbleiben. Der Verpflichtungsumfang der Altzusagen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 98.654 € (Vj. 96.576 €). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich daher auf 91 € (Vj. 515 €). In diesem Umfang ergibt sich eine Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verkaufsrabatte von 770 T€ (Vj. 776 T€), für einen Regressanspruch aus der Insolvenzanfechtung der Schwestergesellschaft von 830 T€ (Vj. 830 T€), für die Demontage einer Produktionsanlage von 300 T€, aus dem Personalbereich von 240 T€ (Vj. 204 T€) und für Werbeaufwand 154 T€ (Vj. 98 T€). Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert auf Basis eines Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Zugrundelegung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018 G, eines Rechnungszinses von 1,75 % p.a. (Vj. 1,44 %), eines Gehaltstrends von 2,00 % p.a. (Vj. 2,00 %) und einer Steigerung der Beitragsbemessungsgrundlage von 1,75 % p.a. (Vj. 1,75 %). Zum Abschlussstichtag beträgt die Jubiläumsrückstellung 21 T€ (Vj. 25 T€). Bei der Rückstellung der Verkaufsrabatte handelt es sich um Mengenrabatte, die den Kunden gewährt werden. Es bestehen zum 31. Dezember 2023 keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Für Verbindlichkeiten in Höhe von 870 T€ wurde eine Raumsicherungsübereignung ausgesprochen. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, diese resultieren in Höhe von 5.354 T€ (Vj. 5.698 T€) aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 136 T€ (Vj. 130 T€), Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 35 T€ (Vj. 44 T€) und kreditorische Debitoren 33 T€ (Vj. 3 T€). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Personalaufwand
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 330 T€ (Vj. 521 T€) beinhalten im Wesentlichen Währungsgewinne von 178 T€ (Vj. 286 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 63 T€ (Vj. 105 T€) sowie den Sachbezug aus PKW-Gestellung von 60 T€ (Vj. 79 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 660 T€ (Vj. 2.605 T€) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.945 T€ verringert. Maßgeblich dafür waren die Rückstellungen für einen Regressanspruch aus der Insolvenzanfechtung der Schwestergesellschaft, , die Bildung von Einzelwertberichtigungen und für die Demontage einer Produktionsanlage im Vorjahr. Zudem entstanden keine Aufwendungen für Royalties. Diesen Effekten stand die Sonderabschreibung einer Produktionsanlagen (175 T€) und die Bildung von Einzelwertberichtigungen (TEUR 104) in 2023 gegenüber. Darüberhinaus enthalten sie Währungsverluste in Höhe von 220 T€ (Vj. 334 T€). Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 62 T€ in 2023 entstanden. Das Finanzergebnis enthält Zinsaufwendungen in Höhe von 55 T€ (Vj. 80 T€) im Zusammenhang mit der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen, Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten 167 T€ (Vj. 120 T€), aus dem Effekt der Änderung des Diskontierungszinssatzes bei den Pensionsrückstellungen -46 T€ (Vj. 83 T€) sowie Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen von 52 T€ (Vj. 50 T€). Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betragen 52 T€ (Vj. 98 T€). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen zum einen Steuern des Stammhauses, welche mit der Veranlagung in Deutschland zu entrichten sind, sowie zum anderen Steuern der französischen Betriebsstätte. In 2023 ergibt sich ein Ertrag aus Steuern vom Einkommen und Ertrag, da aufgrund des laufenden Verlusts ein Verlustrücktrag möglich ist. Sonstige Angaben Zum Bilanzstichtag gibt es Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bezogen auf die gemeinsame frühere Finanzierung des Warenlagers mit der Schwestergesellschaft, ADVANSA Manufacturing GmbH, in Höhe von 2.430 T€. Die Gesellschaften hafteten gesamtschuldnerisch. Die Finanzierung der ADVANSA Manufacturing GmbH wurde in 2023 vollständig getilgt. Für das Risiko aus einer erwarteten Inanspruchnahme durch den Insolvenzverwalter der Schwestergesellschaft wurde durch die Bildung einer Rückstellung Sorge getragen. Die Höhe der Inanspruchnahme ist derzeit noch unsicher. Außerbilanzielle Geschäfte im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB, die nicht nach § 251 anzugeben sind, ergeben sich wie folgt:
Hintergrund der eingegangenen Leasing- und Mietverträge ist die bilanzneutrale Verwendungsmöglichkeit von Vermögensgegenständen, die ansonsten dem Anlagevermögen zuzuordnen wären. Daneben wird durch diese Geschäfte eine Konvergenz zwischen Erträgen und Aufwendungen aus der Verwendung der Vermögensgegenstände erreicht. Sie dienen auch der Diversifikation der Finanzierung und damit zur Stärkung der unternehmerischen Unabhängigkeit. Die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad bleiben durch die Leasingfinanzierung im Wesentlichen unberührt. Die Risiken aus diesen Verträgen bestehen darin, dass die angegebenen Beträge die künftige Liquidität belasten, obwohl keine entsprechenden Verbindlichkeiten in der Bilanz enthalten sind. Zudem hat die Gesellschaft zum Bilanzstichtag Forderungen im Rahmen eines sogenannten „echten“ Factorings in Höhe von 2.869 T€ (Vj. 4.838 T€) verkauft. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Kapitalstruktur und Liquidität des Unternehmens. Bedeutende finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB, die nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, ergeben sich aus Bestellungen in Höhe von 1.778 T€ (Vj. 1.355 T€). Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten Im Kalenderjahr 2023 waren durchschnittlich 23 Mitarbeiter beschäftigt. In Gruppen gegliedert ergibt sich folgende Aufteilung:
Als Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr bestellt: David Michael Bayliss, Paris, Frankreich (einzelvertretungsberechtigt) Der Geschäftsführer führt die Funktion des Geschäftsführers hauptberuflich aus. Auf eine Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen stellt die Sverige Netherlands B.V. auf. Ergebnisverwendungsvorschlag Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen und ergibt mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr einen Bilanzverlust von 1.261 T€. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Die mit dem Ukraine-Krieg sowie dem Israel-Gaza-Konflikt verbundenen wirtschaftlichen Konsequenzen und den weiterhin hohen Energiepreisen werden finanzielle Auswirkungen auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Eine genaue quantitative Aussage kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erfolgen. Wir verweisen insoweit auch auf die Risikoanalyse im Lagebericht.
Hamm, den 31. Mai 2024 ADVANSA Marketing GmbH Die Geschäftsführung David Michael Bayliss Der Jahresabschluss wurde am 18.September 2024 festgestellt. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023I. Grundlagen Die ADVANSA Marketing GmbH vertreibt sowohl die von dem verbundenen Unternehmen AD- VANSA Manufacturing GmbH bzw. deren nicht verbundene Nachfolgegesellschaft produzierten Polyesterfasern als auch von Dritten bezogene Polyesterfasern sowie Begleitprodukte. Sie hat zudem die Aufgabe, die Marken aktiv zu bewerben. Die Sverige Netherlands B.V. ist das Mutterunternehmen der ADVANSA Marketing GmbH. Die Sverige Netherlands B.V. ist eine geschäftsleitende Holding, die neben dem Halten der Beteiligungen auch funktionale Aufgaben innerhalb der Gruppe wahrnimmt. Die Produktion der Polyesterfasern durch die ADVANSA Manufacturing GmbH erfolgte in den Produktionsstätten am Standort in Hamm-Uentrop. Im Rahmen eines Asset Deals hat die AD- VANSA Manufacturing GmbH im Rahmen des Insolvenzverfahrens ihren Geschäftsbetrieb in 2023 veräußert, auch die nicht verbundene Nachfolgegesellschaft produziert am Standort Hamm-Uentrop. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Gesamtwirtschaftliche Entwicklung1 Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Nach dem Rückgang des preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im 3. Quartal um 0,1 % ist angesichts der aktuellen Monatsindikatoren wie Auftragseingänge und Industrieproduktion auch für das Jahresendquartal ein erneuter, leichter Rückgang des BIP wahrscheinlich. Vor allem die bis zuletzt positive Investitionsentwicklung dürfte sich angesichts der schwächeren Auftragslage, der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und der Sonderentwicklung im dritten Quartal im Zuge des Auslaufens der „Umweltprämie“ abschwächen. Gleichzeitig lassen jüngste konsumnahe Indikatoren wie die Umsätze im Einzelhandel und im Gastgewerbe eine Stabilisierung des privaten Konsums - allerdings auf niedrigem Niveau - erwarten. Jüngste Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima, die ZEW Konjunkturerwartungen oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass Unternehmerinnen und Unternehmer zum Jahresende etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Auch private Haushalte scheinen im Zuge der rückläufigen Inflationsraten und wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer, was sich im GfK-Konsumklima in einer gestiegenen Anschaffungsneigung und rückläufigen Sparabsichten - wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau - niederschlägt. Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. Auch die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar. Entwicklung der Chemiefaserbranche2 Das globale Produktionswachstum für alle Fasertypen stagniert seit mehreren Jahren, wobei 2023 ein leichter Anstieg von 2,3 % zu beobachten ist. China dominiert weiterhin als Hauptproduzent von Chemiefasern weltweit und hat seinen Marktanteil nach der Pandemie um etwa 2,5 % ausgebaut. Die gemeinsame Produktion von Chemiefasern durch China und Indien macht drei Viertel der weltweiten Produktion aus. Im Gegensatz zur globalen Landschaft steht die deutsche Chemiefaserindustrie vor anhaltenden Herausforderungen. Im Jahr 2023 ist ein weiterer Mengenrückgang von -24,5 % zu verzeichnen, der die Schwierigkeiten der vorangegangenen Jahre noch verschlimmert. Dieser Rückgang wird auf Produktionsdrosselungen und Werksschließungen infolge von Insolvenzen und gedämpfter Nachfrage zurückgeführt. Im Bereich der Chemiefasern ist die Produktion von Fasern wie Polyacrylnitril und Polyester besonders betroffen. Diese Entwicklung hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Beschäftigten und führt zu direkten Arbeitsplatzverlusten bei qualifizierten und gut bezahlten Arbeitnehmern.
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Pressemitteilung der CIRFS European Man Made Fibres Association vom 9. Februar 2024 Die Verlangsamung des internationalen Handels mit Chemiefasern verläuft parallel zu der Abschwächung der deutschen Produktion. Die deutschen Ausfuhren verzeichneten einen starken Rückgang von etwa -18 %, wobei die Ausfuhren in den US-Markt um mehr als 40 % einbrachen. Auch die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich und die Türkei gingen um etwa 20 % zurück. Das Importvolumen von Chemiefasern ging deutlich um fast 9 % zurück, was die gedämpfte Nachfrage in Deutschland und auch in Europa insgesamt widerspiegelt. Die chinesischen Einfuhren nach Deutschland gingen um 15,6 % zurück, während sich die Einfuhren aus Vietnam fast verdoppelten. Die geopolitischen Konflikte werden sich auf die globalen Lieferketten auswirken. Die Textilindustrie in Deutschland, ein wichtiger Verbraucher von Chemiefasern für Textilien, Haushalte oder industrielle Anwendungen, erlebte im Jahr 2023 einen Rückgang von 6,5 %. Dies ist jedoch eine günstigere Entwicklung als in der EU27 (-7,7 %) und der Türkei (-11,4 %). Inmitten dieser Dynamik schreitet der "Green Deal" der EU weiter voran und sorgt für Unsicherheit in der Branche hinsichtlich der möglichen Auswirkungen neuer regulatorischer Rahmenbedingungen auf den Chemiefaser-Sektor. Diese Unsicherheit macht die Aussichten und die strategische Planung der Branche noch komplexer. III. Beschaffung Rund 40 % der verkauften Polyesterfasern wurden vom verbundenen Unternehmen AD- VANSA Manufacturing GmbH und 60 % von anderen Lieferanten bezogen. Die Preise für die von der ADVANSA Manufacturing GmbH bezogenen Polyesterfasern ermitteln sich zum einen in Abhängigkeit von den von der ADVANSA Marketing GmbH erzielten Absatzpreisen sowie zum anderen in Abhängigkeit von den bei der ADVANSA Manufacturing GmbH angefallenen Herstellungskosten. IV. Investitionen Im Kalenderjahr 2023 investierte die Gesellschaft rund 71 T€ in Sachanlagen, größtenteils waren dies Ersatzinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. V. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Gesellschaft finanziert sich aus den Zahlungsmittelzuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit unter Nutzung bestehender Factoringlinien sowie aus Lieferverbindlich-keiten mit nahestehenden bzw. verbundenen Unternehmen. Daneben wurde in 2021 ein Darlehen zur Lagerfinanzierung aufgenommen, welches zum Stichtag mit 870 T€ valutiert. Investitionen wurden durch Eigenmittel sowie über Leasing finanziert. Das Umlaufvermögen wird sowohl über Eigenmittel als auch über Fremdmittel in Form von Lieferantenverbindlichkeiten und langfristigen Rückstellungen finanziert. Weitere Finanzierungsmaßnahmen sind nicht geplant VI. Personal-, Sozialbereich und Umweltschutz Die ADVANSA Marketing GmbH hat sich verpflichtet der weltweiten Initiative der chemischen Industrie „Responsible Care“ folge zu leisten. Neben der Einhaltung aller relevanten Regelungen hat ADVANSA sich verpflichtet die Leistungen auf dem Gebiet Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern. Der Personalaufwand betrug im Kalenderjahr 1.986 T€, davon 83 T€ für Altersversorgung. Die Zahl der Beschäftigten zum 31.12.2023 beträgt 20. VII. Darstellung der Lage Vermögenslage Die Bilanzsumme sank ohne nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 15.496 T€ im Vorjahr auf 13.808 T€. In das Sachanlagevermögen wurden Investitionen von insgesamt 71 T€ getätigt. Im Umlaufvermögen stiegen die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um rund 8,6 % und die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken um rund 22,3 %. Beide Entwicklungen sind stichtagsbedingt. Gleichzeitig sank der Bankbestand um rund 14,4 % infolgedessen. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital in Höhe des Jahresfehlbetrags verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt -8,8 %. Unter Berücksichtigung einer Rangrücktrittserklärung der Schwestergesellschaft ADVANSA B.V. i.H.v. rund 5,2 Mio. € ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 29,0 %. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 295 T€ erhöht, was insbesondere an gestiegenen Personalrückstellungen liegt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbindlichkeiten um 11,0 % im Wesentlichen durch die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung im Zusammenhang mit dem verminderten Geschäftsvolumen gesunken. Finanzlage Die statische Liquiditätsbetrachtung der Gesellschaft ergibt folgendes Bild:
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit setzt sich im Wesentlichen aus dem Aufbau der Vorräte (-444 T€), dem Abbau der Forderungen (+1.200 T€) und dem Abbau der Verbindlichkeiten (-760 T€) zusammen. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit (-66 T€) deckt sich mit den Ausgaben für Zugänge zum Anlagevermögen, welche anteilig durch Einzahlungen aus Anlagenabgängen kompensiert werden. Der Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit ist in 2023 infolge der Tilgung von Darlehen negativ (-134 T€). Die Gesellschaft finanziert sich aus den Zahlungszuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Lieferantenverbindlichkeiten mit nahestehenden bzw. verbundenen Unternehmen sowie einer Lagerfinanzierung. Ertragslage Im Kalenderjahr 2023 wurde ein Gesamtumsatz von 30,5 Mio. € erzielt und lag damit rund 46,7 % unter dem Vorjahr. Dies liegt darin begründet, dass in 2023 im Rahmen der Restrukturierung mit der Transformation zu einem Markenprodukthändler begonnen wurde. Vom Gesamtumsatz entfallen 9,3 Mio. € auf Inlandsgeschäfte und 21,2 Mio. € auf Exporte. Die Exportquote beträgt damit rund 69,5 %. Die Gesellschaft erzielte im Kalenderjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von 1.090 T€. Folgende Effekte haben wesentlich zu der Ergebnisentwicklung beigetragen: Die relative Rohmarge (Bruttoergebnis / Umsatzerlöse x 100) stieg von 14,4 % im Kalenderjahr 2022 auf 25,0 %. Die maßgebliche Ursache dafür war die Bereinigung des Produktportfolios mit der Konzentration auf margenstarke Markenfaserverkäufe im 2. Halbjahr 2023. Die Vertriebskosten sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 12,1 %, maßgeblich aufgrund der geringeren Transportkosten. Die Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um rund 19,8%, maßgeblich aufgrund von Umstrukturierungen und Abfindungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 74,7 %, maßgeblich aufgrund der Sondereinflüsse in 2022, der Aussetzung der Royalty-Kosten sowie dem gegenläufigen Effekt einer Sonderabschreibung für eine Produktionsanlage. Das Finanzergebnis im Kalenderjahr betrug -174 T€ (Vj. -235 T€). Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus den verminderten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen. Die zu Jahresbeginn aufgestellten Prognosen zum Betriebsergebnis (EBIT) sowie Jahresergebnis wurden infolge der Sondereinflüsse verfehlt. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf des abgelaufenen Kalenderjahres nicht zufrieden. VIII. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die relevanten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren für die Gesellschaft sind Verkaufsvolumen, Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT). IX. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)3 Die Industrieproduktion - insbesondere auch in den energieintensiven Bereichen - hat sich seit Jahresbeginn 2024 spürbar erholt und die Bauproduktion stieg seit Jahresbeginn kräftig an. Neben günstigen Witterungseffekten dürfte die Normalisierung des Krankenstandes - nach dem deutlichen Anstieg zum Jahresende 2023 - zu gewissen Aufholeffekten in der Produktion beigetragen haben. Auch der Warenhandel tendierte zuletzt, unter monatlichen Schwankungen tendenziell positiv. Gleichzeitig bleiben die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe - ohne Berücksichtigung der hohen monatlichen Schwankungen durch Großaufträge - in der Tendenz weiter abwärtsgerichtet und verringern die Auftragsbestände in den Unternehmen. Trotz allmählicher Stabilisierung der Kaufkraft und anhaltendem Beschäftigungsaufbau bleibt die Entwicklung im Einzelhandel bis zuletzt schwach. Vor dem Hintergrund der insgesamt leicht verbesserten Indikatorenlage gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrer jüngsten Gemeinschaftsdiagnose für das erste Quartal 2024 von einer wirtschaftlichen Stagnation aus, bevor es im weiteren Jahresverlauf im Zuge rückläufiger Inflationsraten, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmenden Impulsen von der Außenwirtschaft zu einer spürbarenkonjunkturellen Belebung kommt. Dennoch bestehen für die erwartete Erholung weiterhin Unsicherheiten, insbesondere mit Blick auf die geopolitischen Entwicklungen. Die Frühindikatoren deuten aktuell auf eine Erholung des Außenhandels hin; Die ifo Exporterwartungen haben sich im März deutlich aufgehellt (von -6,6 auf -1,4 Punkte). Aktuell rechnen wesentlich mehr Branchen als im Vormonat mit zunehmenden Exporten, so z.B. die Automobil- und die chemische Industrie. Zusammen mit den erneut günstigeren Signalen der Frühindikatoren wird die Erwartung einer moderaten Erholung der Exporte gestützt. Eine Verschärfung der geo- und handelspolitischen Spannungen stellt weiterhin ein Risiko für die Entwicklung des Außenhandels dar. Die Preisentwicklung für Polyester-Handelswaren ist von zahlreichen Faktoren abhängig und lässt sich nur schwer prognostizieren. Die Gesellschaft erwartet für das Kalenderjahr 2024 einen Rückgang der Beschaffungspreise um ca. 10 %. Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2024 durch die Konzentration auf profitable Markenprodukte ein um ca. 40 % niedrigeres Verkaufsvolumen als im Vorjahr. Der Umsatz mit Produkten wird voraussichtlich ca. 32 % unter dem des Vorjahres liegen, jedoch bei deutlich besseren Rohmargen. Das Betriebsergebnis (EBIT) sollte sich damit - inklusive der Sondereffekte aus dem Vorjahr - um ca. 1,8 Mio. € verbessern Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Es gehört zu den Grundprinzipien von ADVANSA Risiken zu begrenzen und abzusichern. Produkt- und Umweltrisiken werden durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung begegnet. Hierzu gehört z.B. die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren sowie die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten. Die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts ist unter anderem Aufgabe des konzernweiten Controllings, dessen Managementberichte von der Unternehmungsführung ausgewertet werden. Globalen strategischen Risiken, bspw. resultierend aus der steigenden Konzentration auf chinesische Chemiefasern, wird durch Standortvorteile bei Lieferungen an europäische Kunden sowie den hohen Qualitäts- und Komforteigenschaften begegnet. Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken sind Versicherungen abgeschlossen worden. Diese stellen sicher, dass sich finanzielle Risiken in Grenzen halten bzw. ausgeschlossen werden. Die mit dem Ukraine- und Gaza-Krieg verbundenen wirtschaftlichen Konsequenzen und volatilen Energiepreise werden auch finanzielle Auswirkungen auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Eine genaue quantitative Aussage kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht erfolgen. Bestandsgefährdendes Risiko und sonstige wesentliche Risiken Es besteht das Risiko von Belastungen durch Haftungsübernahmen von 2,4 Mio. € aufgrund der Insolvenz der Schwestergesellschaft ADVANSA Manufacturing GmbH seit Oktober 2022. Die Geschäftsführung arbeitet mit dem Insolvenzverwalter der ADVANSA Manufacturing GmbH an entsprechenden Lösungen und geht davon aus, dass eine Haftungsübernahme des vollen Betrages nicht erfolgen wird. Sollte die Gesellschaft entgegen der Erwartungen der Geschäftsführung mit kurzfristiger Fälligkeit betreffend der Haftungsübernahmen in Anspruch genommen werden, wird dies voraussichtlich nicht durch die bestehenden liquiden Mittel zu decken sein und die Gesellschaft ist in ihrem Bestand gefährdet. Das Management hat im Kalenderjahr 2023 umfassende Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt und konzentriert sich nun auf die profitablen Markenprodukte, der externen Produktion im europäischen und asiatischen Ausland und einem verstärkten Verkauf in die Wachstumsmärkte. Des Weiteren plant die Gesellschaft auch an den guten Einkaufskonditionen ihrer Schwestergesellschaft in Indonesien zu partizipieren und deren Produkte in Europa zu vermarkten. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Der Euro ist die funktionale Währung für einen großen Teil der Beschaffungs- und Verkaufsseite. Soweit auf der Einkaufs- und Verkaufsseite der US-Dollar die maßgebende Währung ist, werden USD-Sicherungsgeschäfte mit Laufzeitoption getätigt. Insgesamt ist damit das Währungskursrisiko vernachlässigbar gering. X. Sonstige Angaben, Forschung und Entwicklung Nach den Corona-Pandemiejahren wurde die für ADVANSA wichtige Heimtextilmesse in Frankfurt im Jahr 2023 wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt. ADVANSA nutzte diese Möglichkeit mit einem eigenen Messestand, um den Kunden die Neuentwicklungen im persönlichen Gespräch vorzustellen. Im Kalenderjahr 2023 wurden folgende Neuentwicklungen im Bereich der Füllfasern vorgestellt: DACRON® Aktivkohle Kosmetika und Reinigungsmittel mit Aktivkohle sind derzeit ein beliebter Verbrauchertrend. DACRON® Aktivkohle ist die erste Füllfaser, die Aktivkohle pflanzlichen Ursprungs, basierend auf der Wassernuss als Rohstoff, enthält. Bei der Faserproduktion werden diese hochporösen Aktivkohlepartikel homogen in die Polymermatrix eingebunden. Daraus resultiert DACRON® Aktivkohle, eine weiche, hydrophile Hohlfaser, die unangenehme Gerüche und Feuchtigkeit adsorbiert. DACRON® EcoEnergy Durch den Krieg in der Ukraine wurden wir alle aufgefordert Energie zu sparen und die Raumtemperaturen in unseren Wohnungen abzusenken. Normale Steppbetten reduzieren das Wegleiten der Körperwärme und sollen so zu hohen Wärmeverlust vermeiden. Bei DACRON® EcoEnergy hingegen einsteht unter der Bettdecke, neben dem klassischen Isolationseffekt, zusätzlich eine wohlige und entspannende Tiefenwärme durch Reflexion langwelliger Infrarotstrahlen (FIR). Der menschliche Körper gibt Strahlungswärme in Form von langwelliger Infrarotstrahlung ab. Die in den Spezialfasern enthaltenen natürlichen Mineralien sind in der Lage, diese Strahlungswärme zu reflektieren und an den Körper zurückzugeben. Damit sorgt DACRON® EcoEnergy für eine angenehme Wärme selbst bei niedrigen Raumtemperaturen. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind drei Mitarbeiter beschäftigt. Bestehende Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält seit Februar 2014 eine Betriebsstätte in Frankreich. In der Niederlassung sind drei Mitarbeiter beschäftigt. Die Betriebsstätte selber realisiert nur Umsatzerlöse von sehr untergeordneter Höhe.
Hamm, den 31. Mai 2024 Die Geschäftsführung David Michael Bayliss BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ADVANSA Marketing GmbH, Hamm Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ADVANSA Marketing GmbH, Hamm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADVANSA Marketing GmbH, Hamm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt „Bestandsgefährdendes Risiko und sonstige wesentliche Risiken“ ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet ist, wenn die Gesellschaft durch den vorläufigen Insolvenzverwalter einer Schwestergesellschaft aus einer Haftungsübernahme mit kurzfristiger Fälligkeit in Anspruch genommen würde."
Düsseldorf, den 31. Mai 2024 GaMa GmbH Stork, Wirtschaftsprüferin Nowak, Wirtschaftsprüferin |
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